Zwischen Neugier, Überraschung und Werbedruck

Na, neugierig, um was es in dieser Bachelorarbeit ging?

Die Initialen von Taylor Swift in der Typografie von Toy Story, eine neue ElTony-Mate-Dose, deren Sorte noch nicht erkannt werden kann, eine offene Frage oder geheimnisvolle Abkürzungen, und schon ist die Neugier geweckt, bevor überhaupt verraten wurde, worum es eigentlich geht. Teaser leben genau von diesem Prinzip: nicht zeigen, sondern andeuten. Diese Bachelorarbeit untersuchte, wie gezielt mit dieser bewussten Unvollständigkeit in der Theorie Aufmerksamkeit geweckt werden kann und wie ein eigenes Teaserkonzept in Form eines geheimen Konzerts aussehen kann.

Thesis

Menschen sind heute täglich einer riesigen Menge an Informationen und Werbung ausgesetzt, wodurch Aufmerksamkeit zu einer richtig knappen Ressource geworden ist. Dies zwingt den Werbemarkt dazu, einzigartige Wege zu finden, um das Interesse der Konsumierenden zu wecken. Als ein möglicher Weg gilt die Teaserkommunikation, eine kreative Werbeform, die bewusst nicht alles verrät.verrät.

Warum funktioniert dieses Prinzip und wie setzen Firmen und Kommunikationsprofis in der Schweiz Teaserkampagnen strategisch um? In dieser Thesis wurde untersucht, mit welchen Zielen Teaser eingesetzt werden, wie sie gestaltet sind und was das Ganze speziell im Schweizer Werbemarkt für Chancen und Stolpersteine mit sich bringt.

Neben den theoretischen Grundlagen zu Neugierforschung, Unsicherheitsmarketing und psychologischen Wirkungsmechanismen von Teaserkampagnen wurden dafür leitfadengestützte Interviews mit Fachpersonen aus der Schweizer Werbebranche geführt und mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass Teaserkampagnen im Schweizer Werbemarkt nach denselben grundlegenden psychologischen Prinzipien wie Neugier und gezielte Informationsdosierung funktionieren, dabei aber spürbar zurückhaltender kalibriert und individuell an Markenbekanntheit sowie Zielgruppe angepasst werden. Daraus lassen sich praxisnahe Erkenntnisse zur Gestaltung und zum strategischen Einsatz von Teasern im Schweizer Kontext ableiten.

Lehrprojekt

Im Rahmen des Lehrprojekts entstand gemeinsam mit Manuela Krieg das Pilotprojekt unannounced. Ein intimes Konzertformat im Raum Zürich, bei dem die Identität der Künstler:innen bis zum Live-Moment geheim bleibt. Ziel des Projekts war es, zu prüfen, ob ein etabliertes Überraschungsformat aus Deutschland auch unter Schweizer Veranstaltungsbedingungen funktioniert.

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung wurde das Projekt eigenständig entwickelt und realisiert. Dabei übernahmen wir sämtliche Bereiche der Projektorganisation: von Konzeption und Kommunikation über Künstler:innen- und Locationmanagement bis hin zu Regie, Inhalt, Logistik, Technik und Gestaltung. Der Projektprozess bot wertvolle Einblicke in die Planung und Durchführung eines Live-Events und zeigte insbesondere die Bedeutung einer koordinierten Zusammenarbeit im Team, sodass daraus etwas Grossartiges entstehen konnte:

Am 29. Mai 2026 fand die erste Ausgabe von unannounced im Sphères in Zürich statt. Die Künstler:innen Lilac Attitude und Sid Bader brachten mit ihren unterschiedlichen musikalischen Genres zwei besondere Energien auf die Bühne und schufen gemeinsam mit dem Publikum einen einzigartigen Konzertmoment.

Geblieben sind Eindrücke, Begegnungen und besondere Augenblicke. unannounced zeigt, wie Überraschung, Musik und Gemeinschaft einen Raum für neue Erlebnisse schaffen können.

Mehr Einblicke zum Projekt: Website / Instagram

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