Was bedeutet Heimat für dich?
Es ist ein Thema, mit dem sich einige Personen aus der Schweiz auseinandersetzen: Secondos oder Terzos, welche hier in der Schweiz leben, dessen Eltern oder Grosseltern aber in die Schweiz ausgewandert sind. Es ist ein Thema, welches mich schon immer begleitet hat und weshalb ich versucht habe, meine Gedanken in einem kurzen Film einzufangen. Vielleicht findet sich jemand in denselben Gedanken wieder, vielleicht dient er aber auch um Verständnis zu schaffen.
Idee, Umsetzung und Post
Es war mir von Beginn an wichtig, bevor ich mich dem Thema Heimatgefühl/Identität/Zugehörigkeit komplett widme, mir selbst klar zu werden, was es für mich bedeutet. Als ich vor nicht so langer Zeit mit Freunden über dieses Thema gesprochen habe, begann ich zu verstehen, wie gross dieses Thema überhaupt ist. Wo oder was ist Heimat? Ist es ein Gefühl, ein Geruch, ein Geräusch oder einfach eine Erinnerung? Mit diesen Fragen habe ich mich bei der Erstellung des Konzepts intensiv auseinandergesetzt.
Bei der Umsetzung des Videos war mir eine ehrliche und authentische Storyline besonders wichtig. Dafür habe ich alte Familienkassetten im MiniDV Format digitalisiert. Da einige Kassetten beschädigt waren, hat es ein wenig gedauert bis ich gutes Material gefunden habe. Für die Aufnahmen von mir selbst stand mir Dario beiseite, da er viel Know-How mit einbringt und ein gutes Auge für Ästhetik hat. Die Voice-Over Aufnahmen sind im Podcast Studio der FHGR in Zürich entstanden.
Die Post Production hat gewöhnlich am meisten Zeit benötigt, aber es ist auch mein Lieblingsteil. Beim Color Grading und Audiodesign habe ich kein grosses Wissen, weshalb ich mir mithilfe von Youtube Tutorials ein paar Techniken und Tricks selber beigebracht habe.


(abb)
Was lief gut?
Mir gefällt die Message des Videos. Es ist eine gute Storyline, mit einem guten Intro, dass Zuschauende von Beginn an abholt.
Der Dreh mit Dario hat gut funktioniert, weil ich im Konzept schon gut definiert hatte, wie ich mir einzelne Szenen vorstelle. Die Zusammenarbeit war auch sehr harmonisch.
Was lief nicht gut?
Datenablage & Vorsortierung: Ich habe das Material zwar gut abgelegt, aber deutlich zu wenig vorsortiert, was mich dann im Schnittprogramm eingeholt hat.
Stockfootage: Es ist klar erkennbar, das in meinem Intro mit Stockfootage gearbeitet wurde. Leider liess sich das nicht vermeiden. Für ein nächstes Mal möchte ich darauf verzichten oder es so einbinden, dass es nicht erkennbar ist.
Voice-Over: Das Voice-Over ist im Endresultat nicht schlecht, aber ich habe im Editing gemerkt, dass der Regler bei der Aufnahme deutlich zu leise eingestellt war und das hat später in der Post zu unnötiger Anstrengung geführt.
Color Grading: Da ich an einer Rot-Grün Sehschwäche leide, bin ich mir beim Thema Farbe immer wieder einmal etwas unsicher. Deshalb bin ich vermutlich nicht die geeignetste Person, um das Color Grading zu übernehmen. Bei einem nächsten Projekt, evtl. in Zusammenarbeit mit jemand anderem, überlasse ich das Color Grading einer anderen Person.