Vorher / Nachher

Was das Fotografieren angeht, bin ich ein echter Laie. Bilder knipsen ist das eine, aber wie bearbeite ich danach die Aufnahmen? Mittels Adobe Lightroom versuchte ich mich in einem mir unbekannten Metier und wollte das Bestmögliche aus meinen Aufnahmen rausholen.

Ich habe mich dabei in zwei verschiedenen Sujets von Landschaften versucht: Einerseits in einem städtischen Umfeld (Thun) und andererseits in einem ländlichen (Gimmelwald nahe Lauterbrunnen im Berner Oberland).

Nachfolgend könnt ihr die Vorher/Nachher-Aufnahmen ansehen:

(hil)

Idee
Ich habe vorher nie wirklich fotografiert, aber andere stets dabei bewundert, die es als Hobby pflegen. Im MMP-Studium treffe ich auch immer wieder auf Mitstudierende, die Fotografie-begeistert sind. Das hat mich mit der Zeit auch ein wenig gepackt. Final wollte ich es also auch versuchen, um zu sehen, wozu ich dank des Studiums in der Lage bin. Von den Sujets her haben mich Landschaftsbilder schon von klein auf fasziniert, egal ob als Fotografie oder gemalt. Auch war das Projekt eine Art Expositionstraining für mich: Für das eine Sujet bin ich extra in die Berge trotz meiner Höhenangst gereist, um mich ausnahmsweise auf das Fotografieren zu konzentrieren und mich einfach mal auf die Landschaft einzulassen.

Allgemein
Ich habe meine Studienfreunde gefragt, welche Kamera ich Anfänger für mein Projekt aussuchen sollte/müsste. In der Ausleihe haben wir ja Spitzen-Kameras. Aus dem Bauch heraus würde ich mich immer für eine Canon entscheiden, ich weiss aber nicht wirklich wieso (Sachen gibt’s). Schliesslich habe ich mit einer Canon 70D fotografiert.

Planung
Die Stadt Thun hat nicht nur den See und die Berge, sondern auch gewisse Sehenswürdigkeiten in Form von Gebäuden. Diese wollte ich unbedingt mit einfliessen lassen, denn ich interessiere auch für Architektur. Der Kontrast dazu wären ja dann die Berge gewesen, da das eine natürlich, das andere von Menschenhand erschaffen wurde. Ich finde auch, das Fotografien mehr als Tausend Worte sagen. Deshalb wollte ich diese verschiedenen Sujets ausprobieren. Geplant habe ich dafür 2 Arbeitstage.

Schwierigkeiten
Ich hätte auf alle Fälle vorher nochmal über die Bücher gehen müssen. Wir hatten zwei Semester lang Unterricht in den Kursen Kameratechnik und Available Light. In den Skripts standen viele wichtige Sachen und Tipps, die auch für das Fotografieren unentbehrlich sind. Ich habe mir im Vorfeld gedacht, dass ich das schon noch alles weiss. Allerdings stand ich dann vor den Sujets und wusste nicht genau, wie ich die Kamera am besten einstellen sollte, damit es nicht all zu schlecht aussieht. Planung sieht auf alle Fälle ganz anders aus.

Weiterhin hätte ich mir auch überlegen sollen, um welche Uhrzeit ich wirklich fotografieren wollte. Es war alles ein wenig zu „spontan“ und unüberlegt. Ich stand dann an manchen Stellen einfach da und habe mir länger als gedacht überlegt, wie ich was am besten fotografieren sollte. Das hat sich dann auch auf das Licht gezeigt, einige Bilder wirkten dann etwas verdunkelt und kühl. Auch hätte ich mir mehr Zeit lassen können, z. B. welchen Winkel von Gebäuden ich nehmen möchte, was ich unbedingt fokussieren möchte usw. Das ist auch eine Sache der Geduld, die, wie wir ja wissen, noch spärlich bei mir vorhanden ist. Zusätzlich hätte ich auch auf den Wetterbericht schauen können, allerdings sagt man ja so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Bekleidung“.

Bei den Bergbildern war es ein wenig besser abgestimmt gewesen, aber auch da hätte ich mir mehr Zeit bei den Kameraeinstellungen nehmen können. Viele der Bilder waren ziemlich überbelichtet und ich konnte sie dann nicht wirklich retten. Das war sehr schade, denn es gab da einige echte Perlen dabei, die ich beim ersten Blick als ziemlich nice empfand.

Das Programm Lightroom habe ich vorher einmal ausprobiert mit Freunden. Für das Projekt ging es eigentlich auch, aber ich habe auch viel Zeit damit verbraten, meine Fotos richtig zu sortieren und sie dann auch richtig abzuspeichern. Es war irgendwann sehr unübersichtlich. Da muss beim nächsten Mal eine bessere Ordnerstruktur her, damit ich speditiver arbeiten kann. Es kann ja nicht sein, dass die Fotos irgendwo hochgeladen werden, ich aber nicht richtig weiss, wo. Ich habe später gemerkt, dass es Tutorials gibt, wie man sich auf Lightroom effizient organisiert. Es wäre also keine Schande gewesen, die Tutorials anzuschauen.

Fazit und Learnings:
Das Fotografieren hat mir nichtsdestotrotz Spass gemacht. Ich hatte auch wirklich das Gefühl, dass mir die Resultate nicht schlecht gelungen sind. Das hat mich wirklich beflügelt, und zwar so sehr, dass ich mir überlege, noch einen Schritt weiter zu gehen, und mich bei der Personen-Fotografie zu versuchen. Wer weiss, vielleicht gibt es das eine oder andere Projekt dazu…

Jedenfalls muss ich aber beim nächsten Mal eine bessere Vorbereitung an den Tag legen und mir wirklich einen Tag Zeit nehmen und einfach mal so in die Leere fotografieren, damit ich die Einstellungen im Griff habe. So wird mehr Effizienz an den Tag gelegt und man wird nicht so schnell gefrustet, wenn es auf Anhieb nicht klappt. Auch muss ich meine Arbeitsweise optimieren, Stichwort Ordnerstruktur, damit ich nicht in einem Chaos voller Bilder versinke und ich danach nicht mehr weiss, wo ich am besten beginnen soll. Wenn ich in Zukunft mehr fotografiere, bin ich aber guter Dinge, dass dann die Automatismen entstehen; die Vorgänge fühlen sich dann natürlicher an, was mich dann speditiver arbeiten lässt.