Vom Stamm zur Skulptur

In einer schnelllebigen digitalen Zeit ist handwerkliches Können etwas, das immer weniger Menschen beherrschen. Für die Obwaldnerin Nina Egli ist die Arbeit mit Holz jedoch längst mehr als nur eine Leidenschaft. Seit dem Abschluss ihrer Lehre als Holzbildhauerin fertigt sie weiterhin lebensgrosse Tierskulpturen an.

Um ihre Arbeit und ihre Persönlichkeit sichtbar zu machen, war es unser Ziel, ein Content-Paket für ihre digitale Aussendarstellung zu entwickeln. Dabei wollten wir ihren künstlerischen Schaffensprozess sowie die fertigen Werke authentisch und ästhetisch inszenieren. Der Fokus lag insbesondere auf Inhalten für ihre neue Website und ihren neuen Instagram-Auftritt.

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Im Zentrum stand die Produktion eines Portraitvideos für ihre Website. Dieses kombiniert Werkstatt- und Prozessaufnahmen mit Portraitsequenzen sowie Detailaufnahmen der Skulpturen. Gleichzeitig berücksichtigten wir die Anforderungen von Social Media und filmten ausgewählte Inhalte gezielt im Hochformat oder so, dass sie flexibel für verschiedene Plattformen adaptiert werden können. Hier zwei Beispiele:

Reel 1 – Nina Egli — Holzbildhauerin stellt sich vor
Reel 2 – Schnelldurchlauf: Holzstamm wird zur Skulptur

Um eine konsistente visuelle Identität sicherzustellen, definierten wir drei zentrale Kernbotschaften: Handwerk und Präzision, Nachhaltigkeit und Materialbewusstsein sowie Emotion und Individualität. Diese Werte wurden konsequent in Video-, Foto- und Social-Media-Content umgesetzt.

Die organisatorische Umsetzung erfolgte im Zweierteam und gliederte sich in vier klar strukturierte Phasen: Konzept, Skillaufbau, Produktion und Postproduktion – inklusive regelmässiger Feedbackschleifen. Das Ergebnis ist ein sofort einsetzbares Content-Paket bestehend aus einem Vorstellungsvideo und Social-Media-Posts, das sowohl die handwerkliche Qualität als auch die Haltung der Holzbildhauerin sichtbar macht.

(mmi)

Für uns war dieses Projekt besonders bereichernd, weil es erneut zeigte, wie viel Freude uns das Verfilmen eines Themas macht. Das besonders in einer Atmosphäre, in der Fehler erlaubt sind und ausprobiert werden darf. An den Drehtagen herrschte stets eine entspannte, unkomplizierte Stimmung; das machte das Arbeiten effizienter und kreativer. Nina war dabei eine entscheidende Stütze: sie war offen für unsere Ideen, liess uns Dinge wiederholen und ermöglichte dadurch viele Lernmomente.

Der grösste Lernerfolg lag in der Vorbereitungszeit und dem Aneignen verschiedener technischer Skills. Da wir nicht beide die gleiche Erfahrung im Bereich Audio und Postproduktion hatten, investierten wir gezielt Zeit, um die Grundlagen zu vertiefen, etwa:

  • Audiotechnik für Videoaufnahmen: z.B. richtige Mikrofonplatzierung für Tonaufnahme und Vermeidung von Hintergrundgeräuschen
  • Verbesserung der Audioqualität in der Postproduktion
  • Übung mit Kamera-, Licht- und Tonequipment
  • Vertiefung in der Postproduktion mit Adobe Premiere Pro und After Effects
  • Detailliertes Color Grading

Ziel dieser Phase war, mit verschiedenen praktischen Übungen, Videotutorials und zuletzt noch einem Kamerakurs einen sicheren Umgang mit Audioaufnahme, Videoschnitt und Bildbearbeitung zu erreichen.

Während der Drehs traten einige praktische Herausforderungen auf, aus denen wir pragmatische Schlüsse zogen: Hintergrundgeräusche (z. B. Wasser) konnten zwar gelegentlich noch hörbar sein, waren aber meist beherrschbar; beim Licht profitierten wir von viel natürlichem Licht, hatten aber einige Innen- und Detailaufnahmen nachzubearbeiten; Drohnenaufnahmen liefen nicht fehlerfrei, liessen sich aber mit zusätzlicher Unterstützung lösen; und Akku- sowie Speicherplanung zeigte uns, künftig mehr Ersatzakkus und SD-Karten mitzunehmen. Auch der offene Werkstattbereich verursachte Windgeräusche, worauf wir bei Mikrofonplatzierung und Windschutz geachtet haben.

Insgesamt war das Projekt motivierend und lehrreich. Die Zusammenarbeit lief gut, wir erweiterten unsere technischen Fähigkeiten und investierten viel Zeit in die Vorbereitung, die Produktion und die Nachbearbeitung. Die dabei gesammelten Erfahrungen und konkreten Learnings werden uns bei zukünftigen Projekten zugutekommen.