Vom Konzept zur eigenen Framer-Website
Wie präsentiert man seine eigene Identität als Grafik & Brand Designer im Web? Ein Einblick in die Entstehung meines Portfolios und warum Framer das Tool meiner Wahl war.
Hier geht es zum Portfolio: liviofretz.ch

Die Vision: Klarheit trifft auf Bewegung
Die Vorgabe an mich selbst war deutlich: Die Website muss auf den ersten Blick klar, leicht verständlich und intuitiv bedienbar sein. Meine bisherigen Arbeiten und Projekte sollten dabei uneingeschränkt im Fokus stehen und für sich selbst sprechen.
Gleichzeitig wollte ich aber kein starres, rein funktionales Portfolio. Durch den gezielten Einsatz von Mikro-Animationen sollte die Seite an Spannung gewinnen und lebendig wirken. Diese kleinen, feinen Bewegungen sorgen nicht nur für ein dynamisches Nutzererlebnis, sondern sind auch die perfekte Gelegenheit, meine gestalterischen Fähigkeiten und mein Auge für Details nochmals subtil unter Beweis zu stellen.
Die Umsetzung: Die Wahl von Framer
Für die technische Umsetzung fiel meine Wahl ganz bewusst auf Framer. Einer der Hauptgründe: Im Vergleich zu anderen Plattformen wie Webflow oder WordPress bietet Framer eine spürbar einfachere und intuitivere Benutzeroberfläche. Da der Aufbau stark an klassische Design-Programme erinnert, konnte ich den Schritt vom visuellen Konzept zur funktionierenden Website viel direkter gehen.
Gerade bei den essenziellen Mikro-Animationen bot mir Framer eine tolle Spielwiese. Wobei an dieser Stelle ein ehrliches Geständnis dazugehört: Ohne das Wälzen diverser Tutorials und die regelmässige Hilfe von KI beim Troubleshooting wären die Animationen wohl kaum so geschmeidig und präzise geworden, wie sie es jetzt sind. Es war ein intensiver Lernprozess, der sich aber definitiv ausgezahlt hat.
Der einzige kleine Nachteil bei Framer ist für mich der Preis. Aber seien wir ehrlich – heutzutage ist im professionellen Bereich ohnehin nichts mehr gratis. Angesichts des extrem flüssigen Workflows und des Endresultats geht das für mich völlig in Ordnung. Man bezahlt auch erst, wenn man die Website online schaltet.
(mmi)
Bekanntlich ist das eigene Portfolio oft das schwierigste Projekt überhaupt, da man selbst sein strengster und kritischster Kunde ist. Man verwirft Ideen, fängt von vorne an und verliert sich manchmal in den kleinsten Pixel-Details. Doch genau dieser stetig iterierende Prozess des Gestaltens, Bauens und Hinterfragens hat mir enorm geholfen, meine eigene visuelle Sprache weiter zu schärfen.
Ich habe während der Umsetzung realisiert, dass ein Portfolio nie wirklich «fertig» ist – und das ist auch gut so. Anstatt die Seite als starres Schaufenster zu betrachten, sehe ich sie nun vielmehr als lebendiges Archiv meiner kreativen Reise. Sie bietet mir den perfekten Rahmen, um in Zukunft nicht nur abgeschlossene Cases zu präsentieren, sondern auch Raum für freie Experimente zu schaffen.
Das Fundament steht nun. Es war ein intensiver Weg voller Trial-and-Error, aber die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Das Portfolio ist nun bereit für alle multimedialen Projekte, die noch kommen werden.