Versuche in Sportfotografie – Volleyball
In diesem Projekt habe ich mich zum ersten Mal an Sportfotografie herangewagt. Zusammen mit einer Kollegin habe ich während eines Volleyballmatches Fotos gemacht. Da ich selbst in diesem Verein spiele, hatte ich einen guten Bezug zum Spiel und wusste, wann spannende Momente entstehen können.
Die Situation, die Bilder zu machen, war sehr spontan entstanden. Eigentlich hatten wir gar nicht geplant, an diesem Tag Fotos zu machen, aber es war eine sehr gute Entscheidung.
Auch wenn nicht alle Fotos von mir aufgenommen wurden, habe ich alle Bilder selbst bearbeitet. Insgesamt sind dabei 183 Fotos entstanden. Während des Fotografierens haben wir viel mit den Kameraeinstellungen experimentiert, um trotz der schnellen Bewegungen ein gutes Bild zu erhalten. Dadurch unterscheiden sich die Lichtverhältnisse auf vielen Fotos, was die Bildbearbeitung anspruchsvoller machte, da nicht alle Bilder gleich bearbeitet werden konnten.
Während des Matches musste ich mich ausserdem ständig konzentrieren, nicht von einem Volleyball getroffen zu werden, was das Fotografieren zusätzlich erschwert hat. Gleichzeitig fand ich genau diese Situation sehr spannend, da sie mir gezeigt hat, wie viel Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit Sportfotografie erfordert. Mir ist ausserdem aufgefallen, dass ich mich während des Spiels gar nicht auf das Spielgeschehen selbst konzentriert habe, sondern mehr auf Situationen, die sich gut fotografieren lassen würden. Daher wusste ich im letzten entscheidenden Satz, fast die gesamte Spielzeit, nie den Punktestand.
Ich habe schon länger grosses Interesse an Sportfotografie, da ich es immer sehr beeindruckend fand, Sportbilder zu sehen. Mit diesem Projekt konnte ich das erste Mal selbst ausprobieren, wie es ist, mitten im Geschehen zu fotografieren. Unsere Trainerin konnte die Bilder auch noch gut für das Training verwenden, da man zum Teil sieht, was wir noch verbessern können und den Spieler:Innnen gefielen die Bilder auch, was mich sehr gefreut hat.
Hier geht es zu den Bildern.
(vha)
Nicht alle Bilder sind so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, und technisch sind sie definitiv nicht perfekt. Vor allem der Umgang mit Licht, ISO und kurzer Belichtungszeit war eine grosse Herausforderung. Teilweise hätte ich die Spielsituationen besser antizipieren oder mich gezielter positionieren können. Ich war sehr zurückhaltend und stand eigentlich immer an derselben Stelle, um mein Team und das gegnerische Team nicht abzulenken. Beim nächsten Mal möchte ich versuchen, aus meiner Komfortzone herauszukommen und andere Perspektiven auszuprobieren.
Während dem Bearbeiten ist mir auch aufgefallen, dass ich sehr zwischen Bildern hin und her springe, anstatt mich der Reihe nach auf ein Bild zu konzentrieren. Daher gab es auch einige Veränderungen, welche ich dann später nochmal anpassen musste, was den Arbeitsprozess noch länger machte.
Trotzdem sehe ich das Projekt sehr positiv. Ich hatte viel Spass beim Fotografieren, konnte extrem viel lernen und habe ein besseres Gefühl dafür bekommen, worauf es bei Sportfotografie ankommt. Besonders wichtig war für mich die Erkenntnis, was ich beim nächsten Mal anders oder besser machen würde. Auch wenn nicht alles perfekt geklappt hat, war das Projekt eine wertvolle Erfahrung und hat meine Motivation, mich weiter mit Sportfotografie zu beschäftigen, nochmals verstärkt.