Unwind Nature

Unwind Nature

Hektik, fahrende Autos, viele Passant*innen und das ständige Rauschen der Stadt. Und dann: Stille. Das Rascheln von Blättern, das sanfte Brechen des Lichts in den Baumkronen und ein tiefer Atemzug. Genau diesen harten Kontrast wollten wir nicht nur sehen, sondern spürbar machen.

Unser Ziel für dieses Projekt war es, die emotionale Lücke zwischen dem städtischen Stress und der Ruhe der Natur filmisch zu schliessen.

Konzept & Visuals

Die grösste kreative Hürde? Den Gegensatz nicht nur zu zeigen, sondern ihn fühlbar zu machen. 

  • Stadt: Schnelle Schnitte, unruhige Bewegungen, kühle und eher entsättigte Farben.
  • Natur: Lange, fliessende Einstellungen und eine warme, goldene Farbpalette.

Der Prozess war intensiver als gedacht. Wir haben nicht nur die Kamera geschwenkt, sondern mit dem Zoom auch den Ton aufgenommen. Jeder Schritt auf dem Asphalt musste sich anders anhören als das Knacken eines Zweigs im Wald. Durch das Layering von Umgebungsgeräuschen und atmosphärischen Klängen haben wir versucht, eine Welt zu schaffen, die den Zuschauer direkt in die Szene zieht.

Der Weg zum finalen Cut

Und hier ist das Ergebnis unserer Reise – 60 Sekunden zum Durchatmen:

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BTW. ein kleines BTS ist auch noch entstanden.

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(mmi)

Ausgangslage und Zielsetzung
Unser Fokus lag darauf, das Handwerk der Cinematography zu vertiefen. Wir wollten lernen, wie man durch gezielte technische Entscheidungen – wie die Wahl der Brennweite, die Arbeit mit ND-Filtern und ein präzises Color Grading – eine Stimmung gezielt steuern kann. Das Ziel war ein 60 sekündiger Clip, der den Kontrast zwischen Stadt und Natur akustisch und visuell maximiert.

Konzept und gestalterische Entscheidungen
Die grösste Herausforderung war die Darstellung des Gegensatzes. Wir haben uns im Grading für eine klare Trennung entschieden: Die Stadt sollte „hart“ wirken, fast schon steril, während die Naturaufnahmen durch warme und gesättigte Töne Geborgenheit vermitteln sollten. Beim Schnitt haben wir mit dem Tempo experimentiert – hektische Jump-Cuts in der City versus sanfte Übergänge in den Bergen.

Organisation & Umsetzung
Die Zusammenarbeit zwischen uns war durchgehend strukturiert, auch wenn uns der Alltag oft Steine in den Weg legte. Da wir beide parallel arbeiteten und an anderen Projekten feilten, war die Terminfindung für die Drehtage und die Verfügbarkeit der gewünschten Kamera unsere grösste logistische Challenge.

Technical Fails & Learnings
Audio-Sync: Wir haben mit einem externen Zoom-Gerät für den hochwertigen Ton und der Kamera für das Bild gearbeitet. Ein hartes Learning: Das Klatschen zur Synchronisation muss präzise sein! Hier gab es beim Import in Premiere Pro anfangs einige frustrierende Momente, bis Bild und Ton perfekt übereinanderlagen.

Das ND-Filter-Dilemma: Wir nutzen einen ND-Filter. Dabei kämpften wir teilweise mit einer unschönen Vignettierung in den Ecken. Für das nächste Mal wissen wir: Entweder einen hochwertigeren, grössere Filter ausleihen oder die Brennweite minimal anpassen, um die dunklen Ränder zu vermeiden.

Workflow: Der Wechsel zwischen Stadt und Natur erforderte nicht nur einen Tapetenwechsel, sondern auch ein komplettes Umdenken im Kopf, was die Kameraführung anging.

Fazit
Das Projekt war eine steile Lernkurve in Sachen Post-Production. Besonders das Color Grading hat uns gezeigt, wie viel man aus «flachem» Ausgangsmaterial noch herausholen kann, um eine emotionale Wirkung zu erzielen. Trotz der logistischen Hürden und der technischen Tücken mit den Filtern sind wir mit dem visuellen Erzählfluss zufrieden. Wir haben gelernt, dass Cinematography nicht beim Drücken des Auslösers endet, sondern erst im Schnittraum wirklich zum Leben erweckt wird.