this video is for everyone in their twenties trying to figure life out
Mit zwanzig, so scheint es, sollte man seinen Weg eigentlich längst kennen: das richtige Studium, die passende Karriere, die grosse Liebe und einen Plan, der bis weit in die Zukunft reicht. Doch wenn du gerade das Gefühl hast, dass bei allen anderen alles glasklar ist, nur bei dir nicht, dann geht es dir wie ziemlich vielen. Und genau davon erzählt dieser Kurzfilm.
Wir begleiten Gianni durch einen scheinbar gewöhnlichen Tag, irgendwo zwischen Vorlesung, Social-Media-Feed und Gedanken, die einfach nicht stillstehen wollen. Während die Bilder ruhig und beinahe beiläufig bleiben, hören wir, was in ihm vorgeht: die offenen Fragen, die leisen Zweifel und den ständigen Druck, schon angekommen sein zu müssen. So entsteht am Ende eine beruhigende Erkenntnis: Niemand hat bereits alles herausgefunden, und genau das ist vollkommen in Ordnung.
Am Anfang stand ein Text. Gedanken über das Suchen und Zweifeln in den Zwanzigern, die ich zuerst selbst geschrieben und anschliessend gemeinsam mit Gianni Zeile für Zeile ausgearbeitet habe. Wir haben gekürzt, umgestellt und neu gedacht. Aus diesem Text entstand nach und nach ein Storyboard: Ich legte die Locations fest, skizzierte die einzelnen Bilder und baute eine Shotlist auf.
Gedreht haben wir an zwei Tagen, mit einer Sony A7 IV und an ganz unterschiedlichen Orten. Von der Wohnung über die Strasse bis in die Bibliothek. Konzept, Kamera, Regie und Schnitt lagen dabei in meiner Hand. Während ich am ersten Tag noch die halbe Technikausleihe mit mir herumtrug, beschränkte ich mich am zweiten bewusst auf das Nötigste: Kamera, ND-Filter, Stativ und Mikrofon genügten vollkommen.
Es folgte die Postproduktion mit Rohschnitt, Feinschnitt, Voice-over und Musik. Zum ersten Mal wagte ich mich dabei ans Grading in DaVinci Resolve. Ein Prozess aus Tutorials, vielem Ausprobieren und mehr als einem Export, bis aus einem anfänglichen Gefühl tatsächlich ein Film wurde.
(mmi)
Für mich war dieses Projekt sehr besonders, weil ich zum ersten Mal versucht habe, den gesamten Produktionsprozess selbst zu durchlaufen. Von der Idee bis zum fertigen Film. In anderen Projekten ist man oft nur für einen Teil verantwortlich, hier war ich plötzlich für alles zuständig.
Schon in der Planung habe ich gemerkt, wie wichtig ein gutes Storyboard ist. Auch wenn der Text relativ klar war und ich ihn mit Gianni gut ausarbeiten konnte, hat sich beim Dreh vieles verändert. Locations, Licht, Zeit, vieles ist anders gelaufen als geplant. Trotzdem haben wir es geschafft, alles in zwei Drehtagen zu filmen. Dabei wurde mir besonders bewusst, wie viel Zeit eigentlich durch Wechsel zwischen Orten verloren geht und nicht durch das Filmen selbst.
Technisch habe ich sehr viel gelernt, vor allem im Umgang mit der Sony A7 IV und dem gesamten Kamera-Setup. Gleichzeitig habe ich auch gemerkt, dass ich am Anfang zu viel Equipment eingeplant habe. Ich dachte, ich brauche alles mögliche, aber als Einzelperson war das eher stressig als hilfreich. Am zweiten Drehtag habe ich deshalb bewusst reduziert und nur noch das Wichtigste mitgenommen: Kamera, ND-Filter, Stativ und Mikrofon. Das hat den ganzen Prozess viel ruhiger und klarer gemacht.
Am herausforderndsten war für mich definitiv die Postproduktion. Ich habe zum ersten Mal wirklich mit DaVinci Resolve gearbeitet, vor allem fürs Grading. Gleichzeitig habe ich aber noch in Premiere Pro geschnitten, weil es sich vertrauter angefühlt hat. Im Nachhinein war das aber nicht die beste Entscheidung, weil der Workflow zwischen den Programmen nicht sauber war. Ich musste mehrere Male exportieren und Dinge neu graden, was extrem zeitaufwendig war. Das Grading selbst war komplett neu für mich, deshalb habe ich viel über Tutorials gelernt und einfach ausprobiert, bis es funktioniert hat.