Synchronisation & Untertitelung im Vergleich
Auf Schweizer Fernsehkanälen laufen Filme immer synchronisiert auf Deutsch. Die Tendenz junger Erwachsener geht jedoch immer mehr dahin, Filme in Originalsprache mit Untertiteln zu schauen. Daraus ergibt sich die Frage: Welche Art des Filmeschauens ist immersiver und authentischer? Und spielt dabei die Vertrautheit mit der Sprache eine Rolle?
Um diese Frage zu beantworten, wurden drei Fokusgruppen mit jungen Erwachsenen durchgeführt. Es wurden habe ihnen Ausschnitte aus einem italienischen und einem koreanischen Film gezeigt, jeweils untertitelt und synchronisiert. Die Fokusgruppen habe ich anschliessend qualitativ ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen: Die untertitelte Originalversion wird mehrheitlich als authentischer und immersiver wahrgenommen, da Stimme, Mimik und Gestik besser übereinstimmen. Authentizität ist jedoch nicht der Hauptgrund dafür, in welcher Fassung jemand einen Film schaut. Vielmehr spielt auch die kulturelle und sprachliche Nähe zum Film eine Rolle. Ist die Sprache und Kultur des Films näher an der eigenen Sprache, steigt die Wahrscheinlichkeit, den Film in Originalsprache zu schauen. Ist sie weiter entfernt, greifen viele eher auf die Synchronisation zurück. Auch bestehende Sehgewohnheiten erwiesen sich als relevanter Faktor.
Im Lehrprojekt wurde eine Webapp konzipiert und programmiert, mit der man Filmclips nachsynchronisieren kann. Dies geschieht im Karaoke-Style mit der eigenen Stimme. So kann man gemeinsam mit anderen oder auch allein berühmte Clips nachsprechen. Die Webapp ist hier ersichtlich.
Filmische Zusammenfassung: