Switzerland: In the Embrace of Nature

«Switzerland: In the Embrace of Nature» ist ein Film, der aus einem vorwiegend technischen Ansatz heraus entstanden ist. Da wir beide ein grosses Interesse an Film und Technik haben, wollten wir die Gelegenheit nutzen, in diesem Semester ein Projekt umzusetzen, das unsere filmischen Fähigkeiten erweitert und gleichzeitig viel Raum zum Lernen bietet.

Im Mittelpunkt stand das Ausprobieren möglichst vieler verschiedener Kameras und Techniken. Dazu gehörten unter anderem Drohnenaufnahmen, Timelapses, unterschiedliche Kamerasysteme sowie Makroaufnahmen. Aus diesem Grund entschieden wir uns bewusst dafür, den Schwerpunkt stärker auf die filmische Umsetzung zu legen und weniger auf klassisches Storytelling. Die Produktion eines Moodfilms lag daher nahe. Ziel war es, die Natur durch visuelle Gestaltung, unterschiedliche Perspektiven und technische Experimente emotional erlebbar zu machen.

Vorbereitung

In einem ersten Schritt machten wir uns mit den verschiedenen Techniken vertraut. Dazu schauten wir Tutorials und richteten unsere Kameras sowie die entsprechenden Einstellungen auf die geplanten Aufnahmen aus. Zusätzlich absolvierten wir den Drohnenschein, um die Luftaufnahmen sicher und professionell umsetzen zu können.

Generell stand für uns während des gesamten Projekts der Lernprozess im Vordergrund. Dazu gehörte auch, gelegentlich an Grenzen zu stossen und aus Fehlern zu lernen. Beispielsweise war ursprünglich der Einsatz einer FPV-Drohne geplant. Nach zahlreichen Stunden im Flugsimulator mussten wir jedoch feststellen, dass FPV-Flüge deutlich anspruchsvoller sind als erwartet. Daher entschieden wir uns, diesen Teil vorerst nicht in das Projekt zu integrieren.

Erfolgreicher verlief die Vorbereitung im Umgang mit klassischen Drohnenaufnahmen sowie bei Techniken wie Focus Stacking für Makroaufnahmen. Auch im Bereich der Timelapse-Fotografie konnten wir eine deutliche Lernkurve feststellen.

Lernergebnis Makroaufnahme:

Darüber hinaus beschäftigten wir uns in der Preproduktion mit möglichen Drehorten, Lichtstimmungen und der visuellen Gestaltung des Films. Da kein klassisches Drehbuch vorgesehen war, lag der Fokus auf der Planung geeigneter Motive und der Suche nach besonderen Momenten in der Natur.

Produktion

Allein die Produktion des Films nahm insgesamt sieben Drehtage in Anspruch. Da wir möglichst viel Neues im technischen Bereich lernen wollten, entschieden wir uns bewusst dagegen, viel Zeit für das Aufspüren von Wildtieren aufzuwenden. Stattdessen unternahmen wir einen Ausflug in den Zoo in Langnau, um zusätzliches Wildlife-Material zu sammeln und die bereits vorhandenen Aufnahmen zu ergänzen.

Für die Landschaftsaufnahmen besuchten wir unter anderem zwei Berge, wobei der Chli Aubrig sicherlich das Highlight darstellte. Besonders in Kombination mit den Drohnenaufnahmen bot dieser Drehort eindrucksvolle Bilder und Perspektiven.

Neben dem Zoo und dem Chli Aubrig drehten wir auch auf dem Buechberg, mehrfach an verschiedenen Seen sowie in unterschiedlichen Naturschutzgebieten.

Auch wenn FPV-Aufnahmen letztlich nicht zu den erworbenen Fähigkeiten dieses Projekts gehörten, konnten wir dennoch eine grosse Bandbreite an Bildmaterial produzieren. Dieses vielfältige Material bildete die Grundlage für die anschliessende Postproduction.

Postproduction

In der Postproduction bestand die Hauptaufgabe darin, aus dem gesammelten Material einen zusammenhängenden Moodfilm zu erstellen. Die Aufnahmen wurden gesichtet, sortiert und anschliessend nach visueller Wirkung und Atmosphäre zusammengeschnitten.

Ein wichtiger Bestandteil war die Farbkorrektur und das Color Grading, um einen einheitlichen Look zu schaffen und die Stimmung der Schweizer Landschaft gezielt hervorzuheben. Zusätzlich wurde der Schnitt sorgfältig auf die Musik abgestimmt, um die emotionale Wirkung des Films zu verstärken.

Durch die Kombination aus Bildgestaltung, Technik und Sound entstand ein Film, der weniger eine konkrete Geschichte erzählt, sondern vielmehr ein Gefühl für die Natur und ihre Schönheit vermittelt.

Endergebnis:

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(mmi)

Rückblickend war das Projekt vor allem durch die vielen technischen Lernprozesse geprägt. Die grösste Entwicklung konnten wir bei den Timelapse- und Makroaufnahmen feststellen. Beide Techniken erforderten ein neues Verständnis für Planung, Geduld und den richtigen Umgang mit Kameraeinstellungen. Gerade bei Timelapses wurde uns bewusst, wie wichtig Faktoren wie Lichtveränderungen, Bildkomposition und eine durchdachte Vorbereitung sind. Bei Makroaufnahmen lernten wir, stärker auf Details, Fokus und kleine Veränderungen im Motiv zu achten.

 

Ein weiterer grosser Lernerfolg war der Bereich Drohnenaufnahmen. Dieser begann bereits mit der Vorbereitung und der Erlangung des Drohnenscheins, wodurch wir uns intensiv mit den technischen und rechtlichen Grundlagen auseinandersetzen mussten. Besonders wertvoll war anschliessend die praktische Anwendung. Durch die Möglichkeit, grosse Landschaftsaufnahmen aus grosser Distanz und an schwer zugänglichen Orten umzusetzen, konnten wir neue Perspektiven entdecken und unsere Fähigkeiten im Umgang mit der Drohne deutlich erweitern.

 

Neben den Erfolgen gehörten auch Rückschläge zum Lernprozess. Besonders im Bereich FPV-Drohnen wurde deutlich, wie anspruchsvoll diese Technik ist. Trotz vieler Stunden im Simulator kam es während der praktischen Versuche weiterhin zu zahlreichen Abstürzen. Auch der Einsatz von Trapcams zeigte uns, dass gewisse Techniken Zeit und Erfahrung benötigen, bevor wirklich überzeugende Ergebnisse entstehen.

 

Die grösste Erkenntnis aus dem Projekt war, dass technische Möglichkeiten alleine noch keinen guten Film ausmachen. Entscheidend ist, die Technik gezielt einzusetzen und mit einer klaren visuellen Idee zu verbinden. Für zukünftige Projekte möchten wir deshalb weiterhin experimentieren, gleichzeitig aber noch stärker auf Planung, Vorbereitung und die gestalterische Absicht hinter den Aufnahmen achten.