Shots from the Sidelines

Rennsport durch die Linse einer Anfängerin

Aus der Begeisterung für den Motorsport und der Teilnahme meines Freundes an Kartrennen entstand dieses Projekt. Über mehrere Rennwochenenden hinweg dokumentierte ich das Geschehen auf und neben der Strecke mit Foto und Video. Dabei stand für mich nicht nur das Festhalten von Geschwindigkeit und Emotionen im Vordergrund, sondern auch das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Bereichen Sportfotografie, Bildbearbeitung und Videografie.

Für dieses Projekt besuchte ich insgesamt vier Rennveranstaltungen. Drei davon fanden auf der Rennstrecke Wohlen in der Schweiz statt, eine weitere auf der Rennstrecke in Vesoul, Frankreich. Ziel des Projekts war es, erste Erfahrungen in der Motorsportfotografie zu sammeln und die Dynamik sowie die Emotionen des Rennsports fotografisch und filmisch festzuhalten.

Zu Beginn stand vor allem mein Freund als Fahrer im Fokus meiner Aufnahmen. Mit zunehmender Erfahrung begann ich jedoch auch weitere Fahrer, Fahrzeuge und Rennsituationen zu fotografieren, um mein Portfolio zu erweitern und verschiedene fotografische Ansätze auszuprobieren.

Zum Einsatz kam eine Sony A7 IV in Kombination mit einem 70–300-mm-Objektiv. Trotz der eher einfachen Ausrüstung konnte ich durch das Experimentieren mit verschiedenen Perspektiven, Brennweiten und Kameraeinstellungen zahlreiche Aufnahmen erstellen. Besonders spannend war es, die Fahrzeuge in Bewegung einzufangen und mit Mitziehern sowie unterschiedlichen Bildkompositionen zu arbeiten.

Im Verlauf des Projekts erweiterte ich meinen Fokus von der Fotografie auf die Videografie. Neben den Fotos entstanden kurze Videoaufnahmen, welche die Atmosphäre an der Rennstrecke sowie die Geschwindigkeit und Dynamik des Sports einfangen sollten. Die Bildbearbeitung erfolgte in Adobe Lightroom, während die Videos in Adobe Premiere Pro geschnitten wurden. Da ich im Bereich der professionellen Bildbearbeitung noch relativ wenig Erfahrung habe, war dieses Projekt für mich auch eine Möglichkeit, meine Kenntnisse in Adobe Lightroom weiterzuentwickeln. Für die Bearbeitung orientierte ich mich an verschiedenen Tutorials sowie an Motorsportfotografinnen und -fotografen, deren Bildstil mich inspirierte. Durch das Ausprobieren unterschiedlicher Bearbeitungstechniken konnte ich ein besseres Verständnis für Farben, Kontraste, Bildwirkung und den eigenen fotografischen Stil entwickeln.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts war die Veröffentlichung ausgewählter Bilder auf Instagram. Dort begann ich, meine persönlichen Lieblingsaufnahmen zu teilen und erste Erfahrungen damit zu sammeln, meine Arbeiten öffentlich zu präsentieren. Dadurch entstand nicht nur eine Sammlung meiner besten Bilder, sondern auch ein kleines Portfolio meiner bisherigen Motorsportarbeiten. Ich konnte wertvolle Erfahrungen im Umgang mit schnell bewegten Motiven sammeln und mein Verständnis für Sportfotografie sowie Motorsport-Content weiterentwickeln.

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

(mmi)

Insgesamt bin ich mit den entstandenen Bildern und Videos zufrieden. Besonders freue ich mich darüber, dass ich mich an ein für mich neues fotografisches Gebiet herangewagt habe und bereits erste Ergebnisse erzielen konnte, die ich gerne auf Instagram geteilt habe.

Rückblickend würde ich bei zukünftigen Rennveranstaltungen noch mehr Zeit in die Planung investieren. Viele meiner Bilder entstanden spontan vor Ort. Durch eine gezieltere Vorbereitung und eine genauere Analyse der Strecke könnten noch spannendere Positionen und Perspektiven gefunden werden. Besonders Kurven, Überholmanöver oder Bereiche mit interessanten Hintergründen bieten oft grosses Potenzial für starke Aufnahmen.

Zudem möchte ich künftig bewusster mit kreativen Techniken arbeiten. Während ich bereits erste Mitzieher umgesetzt habe, würde ich gerne häufiger mit längeren Belichtungszeiten, ungewöhnlichen Kamerapositionen und dynamischeren Bildkompositionen experimentieren. Auch die Kombination von Foto und Video könnte stärker geplant werden, um zusammenhängende Motorsport-Storys zu erzählen.

Technisch gesehen würde ich langfristig gerne mit lichtstärkeren Objektiven oder zusätzlichen Brennweiten arbeiten. Gleichzeitig hat mir dieses Projekt gezeigt, dass gute Motorsportbilder nicht allein von der Ausrüstung abhängen. Oft sind Geduld, Timing, Streckenkenntnis und die Wahl der richtigen Perspektive entscheidender als die Technik selbst.