Recce.Quattro | WRC Croatia 2026

Das Projekt «Recce.Quattro» vereint die Leidenschaft von vier MMP-Studierenden für den Motorsport, mit dem grossen Traum, Teil einer Motorsport-Videoproduktion zu sein. Unser konkretes Ziel war es, Teil der WRC Rally Croatia im April zu sein, und da wir uns von Anfang an versprochen hatten, keine halben Sachen zu machen, setzten wir uns ein ambitioniertes Ziel: Wir wollen eine offizielle Medienakkreditierung für das Event erhalten, um uneingeschränkt zu filmen.

Um die Chancen für eine Akkreditierung zu maximieren, entwickelten wir einen Plan. Wir bauten Kanäle auf Instagram und TikTok auf, mit dem Ziel, eine relevante Plattform und Reichweite zu generieren, die wir dann nutzen wollten, um offizielle Medienpässe für das Event zu erhalten. Dafür erstellten wir einen strukturierten Content-Plan mit dem Konzept, die Community über Autos, Fahrer, Strecken und die spezifische Rallye-Terminologie zu informieren und sie für Rallye-Neuzugänge interessant zu machen. Insgesamt produzierten und veröffentlichten wir 14 Videos, die auf TikTok und Instagram insgesamt über 70’000 Views generierten.

@recce.quattro

Vestehst du etwas? Wir erklärens dir! #wrc #rally #motor

♬ Originalton – Recce Quattro
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Mit diesem Erfolg und unzähligen bürokratischen E-Mails erhielten wir die offizielle Akkreditierungsbestätigung, und das Projekt erreichte damit eine neue Dimension. In der finalen Planungsphase für den Hauptfilm in Kroatien entschieden wir uns bewusst gegen eine klassische, rein informative Berichterstattung und für ein emotionales Vlog-Format. Uns war es wichtig, ein authentisches, nahbares und familiäres Video zu drehen. Wir wollten uns als Gruppe zeigen, wie wir sind, und dem Zuschauer das Gefühl vermitteln, selbst zum ersten Mal hautnah an einer Rallye dabei zu sein.

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(mbi)

Rückblickend war das Projekt ein grosser Erfolg, doch die grossen Ambitionen, die wir hatten, brachten uns auch an unsere Grenzen. Das Projekt lässt sich eigentlich in drei Phasen unterteilen, die alle mit verschiedenen Herausforderungen verbunden waren. In der ersten Phase (der Vorbereitung) mussten wir den Content-Plan aufsetzen und uns mit vielen organisatorischen und bürokratischen Hürden herumschlagen. Wir hatten viel Zeit in die Erstellung der Skripte und die Recherche gesteckt, was zeitintensiv war, sich aber in der zweiten Phase enorm auszahlte.

Die zweite Phase (Content Creation) war stark geprägt von Zeitmanagement-Problemen, da ein wöchentlicher Upload von drei Videos schlicht sehr aufwendig ist und die Produktion mit einem Multicam-Setup ebenfalls zeitintensiv war. Wir konnten dabei viel darüber lernen, welche Schnitttechniken bei Educational Content auf Social Media gut funktionieren, und wie wichtig ein guter Zeitplan sowie eine klare Aufgabenteilung sind, besonders neben dem Studium.

Die letzte Phase (Rally Croatia) war stark von Kapazitätsmangel geprägt, was dazu führte, dass in der Vorbereitung auf das Event stark gespart wurde. Einen solchen Dreh hätte man etwas besser vorbereiten und planen müssen, was uns im Schnitt teuer zu stehen kam. Dennoch konnte vieles durch die beeindruckende filmische Qualität des Teams und ihres Talents wieder wettgemacht werden, und wir konnten trotz viel Stress die Zeit in Kroatien sehr geniessen.

Wir wollten von Anfang etwas sehr Ambitioniertes erschaffen. Das führte dazu, dass wir den Projektumfang extrem gross ansetzten. 14 informative Videos in kurzer Zeit zu produzieren hat unsere Kapazitäten als Vierer-Team maximal strapaziert, und die Qualität der Videos hat an manchen Stellen gelitten. Das Prinzip «Qualität vor Quantität» muss im Fokus stehen. Ein strafferer, fokussierterer Content-Plan hätte vermutlich denselben Zweck erfüllt, uns aber wertvolle Energie für die Hauptproduktion in Kroatien gespart. Wir müssen lernen, den Projektumfang realistisch an die Teamgrösse anzupassen.