Post Punk Spoken Word

Mit Last Priestess of Inanna startet ein Spoken Word Goth-Musik Projekt die ersten zwei Debut Songs wind dabei bereits auf der Bandcamp Page veröffentlicht.

Idee

Die Idee hinter diesem Projekt war in diesem Sinne auch ein Debut für ein Bandprojekt das ich lange in der Hinterhand hatte. Last Priestess of Inanna entstand aus einer Mischung von persönlichen Erfahrungen als Transfrau und dem Symbolismus von Inanna als eine der wenigen historischen Gottheiten deren Geschichte allyship zu trans-Personen enthält.

Dollhouse Ruined

Aus dem Gedanken von Inannas allyship entstand auch der erste Debutsong: Dollhouse.
Der Song ist inspiriert durch die aktuelle politische Lage in der Welt und durch die Geschichte von Inannas abstieg in die Unterwelt.

Kurzfassung als Inanna in die Unterwelt abstieg um Tammuz wiederzubeleben wurde sie von ihrer Schwester Erishkigal gefangen genommen. Um sie aus der Unterwelt zu retten schickte Enki, Priester*innen in die Unterwelt (diese Priest*innen sind eines der ersten Historischen beispiele eines dritten Geschlechts). Die Verführten Erishkigal und befreiten so Inanna. Als Bestrafung wurden diese von
Erishkigal verflucht.

Um diesen Fluch handelt es sich im ersten Gedicht. Es setzt paralellen zum Aufstieg der neuen Rechten und dem Backlash gegüber queeren Menschen gleich mit Erishkigal’s Fluch. Dollhouse hier ist eine Referenz zu eine Safe-Space für trans-Personen (Doll als queerer Slang für Trans-Frauen).

Vanquished:

Vanquished als Song basiert aber auf einer viel persönlicheren Erfahrung. Der Song ist einer meiner allerersten Freundinnen nach meinem Coming-Out gewidmet und den Gefühlen die mit ihr Verbunden sind. Ursprünglich startete dieser auch nicht als Song, sondern als Brief an sie. Nach etwas mehr als zehn Versuchen diesen als Brief zu schreiben entschied ich mich dazu diesen als einen der Debut Songs zu veröffentlichen.

Publikation
Veröffentlicht werden die Song auf meiner Bandcamp Page:
https://lastpriestessofinanna.bandcamp.com/album/musings-of-a-priestess

Aufnahme:

Tatsächlich aufgenommen wurden lediglich Vocals und Gitarrensample, es wurden insgesamt ca. 20 Vocal Takes aufgenommen und 20 Gitarrensamples. Schlussendlich wurden jedoch nur einige davon verwendet.

Voice-Nachbearbeitung:

Meine Stimme erhielt im Nachgang noch einen Treble-Boost und kriegte manuell einen Low-Cut.

Instrumental:

Gitarren-Ton wurde wie er im finalen Produkt ist aufgenommen mit einem Richtmikrofon und ZoomH6 Recorder direkt am Verstärker. Es mussten keine zusätzlichen Effekte nachgefügt werden, da diese schon per Pedal-Board entstanden sind. Gitarre hatte nahezu keine Vorverstärlung da diese Probleme mit dem Mikrofon gegeben hat und einen Buzz mit sicht Trug.

Bass und Drumloops wurden in Cakewalk Next erstellt (DAW) und Bass wurde in Audition mit Chorus versehen um Effekten von Gitarre gleichzukommen.

Der generelle Instrumental-Sound ist vor allem Siouxsie and the Banshees und Budgies Gitarren-Sound spezifisch nachempfunden. Mit dem Bass schlichen sich aber auch Elemente von Leonard Cohens finalem Album rein.

CI/CD:
Die Schrift für das Bandlogo entstand während Mediengestaltung. Inspiration für den Font und jeglich Desgins für die Band lieferte mein Makeup. So wie die Schrift verläuft, verläuft auch mein Eyeliner wenn ich grössere Looks mache.

Ziel der Schrift ist es vor allem organisch und ausserirdisch Auszusehen. Zusätzlich hat dieser direkte Inspirationen aus Dune und Jugendstilschriften des frphen 20. Jahrhunderts.

Logo für Last Priestess of Inanna

(mbi)

Das lief Gut: Designs und DAW Instrumentals
Das Design des BandLogos war eines meines Lieblingsaspekte dieses Projekt weil es einen Font enthielt den ich von Grund auf selber entwerfen konnte.
Das coolste daran war die möglichkeit zu haben zwischen Medien arbeiten zu können. Der Font fing an als Sketches mit Eyeliner und Entwickelte sich in eine kohärente Designsprache.

DAW Instrumentals waren auch vergleichsweise Einfach. An dem Punkt an dem die Instrumentals gemacht wurden, standen die Texte und Ideen hinter den Songs bereits. Die Instrumentals waren deshalb eine Einfach und schnelle Ergängzung an die Songs.

Troubles: Die Troubles kamen grösstenteils aus den tatsächlichen Live-Aufnahmen. Grund dafür ist das diese Aufnahmen bei mir zu Hause geschahen ohne ein Tonstudio. Um bessere Audioqualität zu erzielen musste ich Deshalb mit einer Mischung aus Decken, Kleidern, Kleiderschränken und improvisiertem Lärmschutz eine eigene Tonkabine basten um eine ideale Aufnahme zu kriegen.

Zweiter Persönlicherer Struggle war meine eigene Stimme zu bearbeiten. Vor allem wegen der Stimm-Dysphorie war das eine interessante Erfahrung die ich aber gerne für weitere Musikprojekte wiederholen würde.