Pastaplasuch by Mhh MMP

Der «Pasta Plausch» war ein von Studierenden organisierter Pasta-Event, der weit über das gemeinsame Essen hinausging. Von der Entwicklung einer eigenen Markenidentität über die Produktion von Social-Media-Inhalten und Podcasts bis hin zur Durchführung des Events übernahmen wir sämtliche Schritte selbst und schufen so ein umfassendes Multimedia-Projekt.

Was haben wir gemacht?

Im Rahmen des Projekts «Pasta Plausch» haben wir einen Pasta-Event für Studierende geplant, organisiert und durchgeführt. Dabei waren wir sowohl für die gesamte Kommunikation als auch für die Produktion sämtlicher Inhalte verantwortlich.

Zu Beginn entwickelten wir ein eigenes Corporate Design mit definierten Farben, Schriftarten und gestalterischen Richtlinien, die sich durch das gesamte Projekt zogen. Auf dieser Basis erstellten wir einen Instagram-Kanal, der während der Projektlaufzeit regelmässig mit neuen Inhalten bespielt wurde.

Für die vier angebotenen Pasta-Rezepte produzierten wir sowohl grafische Rezeptposts als auch Rezeptvideos im Reel-Format. Ergänzend dazu gestalteten wir einen Einladungsflyer, der sowohl digital über Instagram als auch in gedruckter Form eingesetzt wurde.

Um zusätzlichen Mehrwert zu schaffen, produzierten wir zu jedem Rezept eine eigene Podcastfolge. Die Podcasts dienten als Begleitung beim Nachkochen der Rezepte und kombinierten die Kochanleitung mit Fun Facts über Pasta sowie unterhaltsamen Gesprächen. Aus jeder Podcastfolge wurden zudem mehrere Social-Media-Snippets erstellt und auf Instagram veröffentlicht.

Für die Organisation des Events richteten wir ein Anmeldeformular ein, über das sich die Gäste registrieren und ihre Essensgewohnheiten angeben konnten. Die eingegangenen Anmeldungen dienten als Grundlage für die Einkaufs- und Mengenplanung.

Neben dem kulinarischen Angebot entwickelten wir zusätzliche Programmpunkte für den Event. Dazu gehörten verschiedene Spiele, eine Foto-Challenge sowie selbst gestaltete Dekorationen, welche zur Atmosphäre des Anlasses beitrugen.

Während der gesamten Projektphase dokumentierten wir die Vorbereitungen fotografisch und filmisch. Die entstandenen Inhalte wurden laufend auf dem Instagram-Kanal veröffentlicht. Am Event selbst produzierten wir zusätzlich einen Aftermovie, der die Stimmung und die wichtigsten Momente des Abends festhielt und nachträglich auf Social Media veröffentlicht wurde.

Das Projekt vereinte damit Eventplanung, Content-Produktion, Social-Media-Kommunikation, Podcasting sowie Foto- und Videografie in einem gemeinsamen Gesamtkonzept.

Prozessbeschreibung

Für die strategische Konzeption, Qualitätskontrolle und Meilensteinplanung übernahmen Chiara und Fiona die Leitung. Operativ arbeiteten wir im Viererteam jedoch in einer flachen Hierarchie und trugen alle die gleiche Verantwortung. Als zentrale Sammelstelle für Exposé, CI/CD, Fotos und fertige Schnitt-Dateien diente ein gemeinsamer OneDrive-Ordner.

Die Planung startete kurz nach dem Projekt-Coaching. Bei der Rezeptauswahl achteten wir auf grosse optische und geschmackliche Vielfalt – wir wollten vermeiden, am Ende vier rote Saucen zu servieren. Auch bei den Teigwaren entschieden wir uns bewusst für vier unterschiedliche Sorten. Damit am Event alle mitessen konnten, waren drei Gerichte vegetarisch, zwei davon liessen sich problemlos vegan zubereiten. Für das Corporate Design erstellte jede individuelle Moodboards, bevor wir uns per Abstimmung auf einen Favoriten einigten. Zur Strukturierung unseres Instagram-Kanals dienten zwei Instrumente: Ein Social-Media-Plan für die Veröffentlichungstaktung und ein detaillierter Farbplan, der die Verteilung unserer fünf Hauptfarben für einen harmonischen Feed vorgab.

Mit einem straffen Zeitplan ging es in die operative Umsetzung. Zunächst kochte jedes Teammitglied das eigene Rezept einmal eigenständig zu Hause zur Probe. Um für die anstehende Videoproduktion bestens gerüstet zu sein und wertvolle Erfahrungen für noch bessere Reels zu sammeln, absolvierte Fiona zudem den von der Schule angebotenen Sony-Einsteiger-Workshop. Anschliessend trafen wir uns für den grossen Drehtag in der Schule, um alle vier Rezepte an einem einzigen Tag gemeinsam zuzubereiten und abzufilmen. Jedes Teammitglied trug die Hauptverantwortung für das eigene Rezept, vom Einkauf über die Vorbereitung bis zur Zubereitung am Herd. Beim Kochen und Filmen wechselten wir uns fliegend ab. Nach diesem langen, intensiven Tag voller Teigwaren lag das gesamte Rohmaterial für die Reels vor.

Danach teilten wir uns auf: Zwei übernahmen den Reels-Schnitt in Adobe Premiere, die anderen beiden gestalteten in Adobe InDesign die Rezept-Karussells und ersten Instagram-Posts. Zeitgleich startete die Promo, indem wir Flyer im H8 aufhängten und im MMP – Full House- sowie unserem Klassen-Chat Werbung machten.

Für die Podcasts bereitete wieder jede ihr eigenes Rezept vor. Der Plan, während des gemeinsamen Kochens vorbereitete Fun Facts einzubauen, scheiterte leicht: Wir verquatschten uns vor den Mikrofonen oft so sehr, dass dafür kaum Zeit blieb. Das ständige Umbauen des Equipments, das Aufräumen und das parallele Moderieren waren enorm zeitintensiv…abends waren wir buchstäblich «nudelfertig» 😉

Nach dem Dreh fokussierten sich zwei von uns in Premiere auf den Audioschnitt und die Social-Media-Snippets. Zeitgleich finalisierten die anderen beiden in InDesign die restlichen Posts.

Hier könnt ihr in den Podcast reinhören: mhh.mmp

In der heissen Phase vor dem Anlass planten wir Spiele, bastelten Deko und tätigten die Grosseinkäufe. Am Eventtag startete der Aufbau nachmittags. Um Stress zu minimieren, hatten wir drei Saucen bereits am Vortag vorgekocht. Während des Anlasses übernahm jede ihr festes Aufgabengebiet. Obwohl die kleine Küche beim parallelen Aufwärmen und frischen Kochen massiv an ihre Grenzen stiess, konnten wir alle vier Gerichte mehr oder weniger al dente servieren.

Nebenbei filmten wir für den Aftermovie, fanden aber zum Glück auch Zeit, den Abend mit unseren Gästen zu geniessen. Nach Eventende putzten wir die Location noch am selben Abend blitzblank. In den darauffolgenden Tagen sichteten wir das Videomaterial und schnitten den Aftermovie in Premiere. Mit der Veröffentlichung der letzten Posts und dem Nachführen der Buchhaltung schlossen wir das Projekt organisatorisch und finanziell ab.

Hier kommt ihr zum Instagram Kanal mit unserem Aftermovie: @mhh.mmp

(mbi)

Rückblickend würden wir natürlich einiges ein bisschen anders machen. Weil wir anfangs noch keine genaue Vorstellung für unser Digezz-Projekt hatten, verstrich die erste Semesterhälfte wie im Flug. Als die Idee dann endlich stand, gerieten wir prompt unter Zeitdruck. Obwohl wir uns viel Zeit für den Contentplan genommen und diesen säuberlich auf Farben und Daten abgestimmt hatten, kamen wir leider schon mit den ersten beiden Posts in Verzug. Das lag vor allem daran, dass parallel viele andere Studienprojekte anstanden und wir Digezz zu Beginn einfach noch nicht so richtig auf dem Radar hatten.

Für ein zukünftiges Projekt würden wir versuchen, alle grafischen Posts bereits vor dem ersten Post auf Instagram fertig und eingeplant zu haben. Dies hätte uns einige „Der Post muss aber heute noch online…“-Momente erspart. Zudem würden wir von Anfang an mit einem Tool arbeiten, bei dem wir eine gemeinsame To-do-Liste haben.

Beim CI/CD und dem Moodboard müssten wir uns ein nächstes Mal noch etwas genauer abstimmen, was wir eigentlich alle wollen. Da wir uns anfangs nur grob auf eine Grundstimmung, die Farben und die Schriftart geeinigt hatten, ging der rote Faden etwas verloren, sodass sich unsere Posts letztlich doch sehr stark voneinander unterschieden. Zudem hätte das Logo zu diesem Zeitpunkt auch schon erstellt und nicht nur besprochen werden sollen, was dann leider erst später spontan am ersten Posting-Tag nachgeholt wurde.

Auch wenn wir eine ungefähre Stundenliste geführt haben, müssen wir uns bei der Arbeitsteilung künftig besser absprechen, damit klar ist, wer welche Verantwortung trägt. Vieles passierte jeweils eher spontan. Fixe wöchentliche Meetings und nicht nur kurze Gespräche in den Pausen würden der Struktur und Organisation ebenfalls helfen, um alle Beteiligten gleichmässig einzubinden und in die Pflicht zu nehmen.

Doch viele dieser Learnings konnten wir bereits während des Projekts umsetzen, gegen Ende schafften wir es sogar, die Beiträge auf Instagram fast eine Woche im Voraus zu einzuplanen. 😉 Genau deshalb lief die Planung für das Event selbst fast wie am Schnürchen. Zwar gab es eine leichte Misskommunikation bei unserem Outfit, ob wir nun komplett in Schwarz oder doch in Jeans mit weissem T-Shirt erscheinen, aber abgesehen davon lief alles wie geschmiert.

Für ein weiteres Event müssten wir uns nur mehr Gedanken darüber machen, wie wir vier verschiedene Gerichte mit jeweils zwei Komponenten auf nur vier Herdplatten kochen, und eventuell Wärmebehälter organisieren. Zudem konnten wir die Kosten mit den 5 Franken, die wir pro Person verlangt haben, nicht ansatzweise decken. Dafür müssten wir das nächste Mal das Budget genauer planen und dementsprechend den Preis anpassen. Einen Twint-Link direkt bei der Anmeldung hinzuzufügen, hätte uns während und nach dem Event ebenfalls einiges an Stress erspart.

Alles in allem konnten wir während dieses Projekts unglaublich viel lernen. Wir sind jedoch mächtig stolz, da es für uns alle das erste Mal ein Projekt in diesem Rahmen war und wir der Meinung sind, dass es grundsätzlich ein Erfolg war. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, all diese Learnings umzusetzen, und es folgt noch ein weiteres „Mhh MMP“-Projekt.