Padelboom in der Schweiz
Die Trendsportart aus Mexico begeistert immer mehr Menschen auf der Welt. Mehr Plätze, mehr Communities und etwas Neues. Doch was steckt dahinter und ist es etwas Langfristiges?
Als angehender Videojournalist begeistert es mich, Geschichten mit der Kamera zu erzählen und Menschen einen Einblick in spannende Themenwelten zu geben. Durch das Padelspielen, das ich im Winter für mich entdeckt habe, entstand die Idee, die rasante Entwicklung dieser Sportart in der Schweiz näher zu beleuchten.
Für dieses Projekt durfte ich mit dem Schweizer Spitzenspieler Till Gygax ( Schweizer Nr.1 2024) sprechen und ein exklusives Interview führen. Zudem erhielt ich die Möglichkeit, ihn während eines Trainings zu begleiten und dabei Eindrücke aus seinem sportlichen Alltag festzuhalten. Ergänzt werden diese Aufnahmen durch Szenen aus meiner Heimanlage im Wallis, wo ich selbst regelmässig spiele und die Begeisterung für den Sport hautnah erlebe.
Das Video verbindet persönliche Erfahrungen mit journalistischer Berichterstattung und zeigt, weshalb Padel in der Schweiz immer mehr Menschen fasziniert. Dabei stehen sowohl die sportliche Entwicklung als auch die Menschen hinter dem Boom im Mittelpunkt.
Ich habe zum ersten Mal persönlich auf Adobe Premiere geschnitten und wollte mich dort auch herausfordern, um das angewandte Wissen von AVE zu vertiefen und verbessern
Ich verfolgte in diesem Projekt vorallem folgende Punkte zu verbessern:
- Schnelle Sportart filmen mit hohem shutterspeed
- Dynamische Perspektiven und Kamerabewegungen einsetzen, um die Geschwindigkeit und Intensität des Spiels sichtbar zu machen.
- Eine Sportart visuell so präsentieren, dass auch Personen ohne Vorkenntnisse Interesse am Thema entwickeln.
- Effizient mit professionellen Schnittwerkzeugen arbeiten und grosse Mengen an Rohmaterial strukturieren.
- Einen dynamischen Schnitt entwickeln, der das Tempo des Sports widerspiegelt.
(mmi)
Mir hat das Projekt sehr viel Spass gemacht und ich konnte daraus auch viel lernen. Vor allem bin ich stolz darauf einen der besten schweizer Spieler für ein Interview vor die Kamera brachte. Doch ganz so einfach wie Erwartet war das Projekt natürlich nicht. Ich habe gross geträumt mit Interview von Profis, Experten, evtl Strassenumfragen und Selbstexperiment. Doch schon nur das aufgleisen der Termine war schwierig. Auch danach ohne Kameramann eine Strassenumfrage zu absolvieren ergab sich schlussendlich nicht. Auch die POV aus meiner Spielersicht klappte nicht, da ich am Drehtag ein Teil der Befestigung vergass und danach nichtmehr selber spielen ging. Hätte ich diese Punkt priorisiert, hätte ich noch spannende Aufnahmen machen können.
Technisch stellte mich das Projekt auch vor einige Herausforderungen. Padel ist eine sehr schnelle Sportart, weshalb ich mit hohen Shutterspeeds arbeiten musste, um Ball und Spieler scharf einzufangen. Gleichzeitig durfte die Bildqualität nicht unter den schwierigen Lichtverhältnissen in der Halle aber auch Draussen leiden. Es war schwierig in der Abendsonne das Interview mit Till zu machen und auch auf beiden Seiten zu filmen. Während des Drehs merkte ich zudem, wie wichtig es ist, Spielsituationen vorauszusehen. Oft musste ich bereits vor dem Schlag entscheiden, wo die nächste Aktion stattfinden würde, um die Kamera richtig zu positionieren. Ins Feld durfte oder besser gesagt traute ich mich nicht oft.
Im Schnitt merkte ich schnell, wie wichtig eine gute Organisation des Videomaterials ist. Durch die verschiedenen Drehtage und das Interview kam einiges an Material zusammen. Die Auswahl der besten Szenen sowie das Zusammenspiel von Bildern, Musik und O-Tönen benötigten mehr Zeit als erwartet.
Rückblickend würde ich bei einem ähnlichen Projekt noch mehr Zeit für zusätzliche Interviews und Recherchen einplanen. Insgesamt bin ich jedoch sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da ich meine Fähigkeiten als Videojournalist weiterentwickeln und eine spannende Geschichte über den Padelboom in der Schweiz erzählen konnte.