Nostalgie Schweiz – Wachstum, Verantwortung und der nächste Schritt
Nach dem erfolgreichen Start und dem raschen Aufbau der Community hat „Nostalgie Schweiz“ in diesem Semester eine neue Phase erreicht. Der Fokus lag nicht mehr auf dem reinen Etablieren des Formats, sondern auf Skalierung, Stabilität und der Frage, wie sich ein emotionales Content-Projekt nachhaltig weiterentwickeln lässt.
Reichweitenentwicklung: Organisches Wachstum als Bestätigung des Konzepts
Die Reichweite der Kanäle hat sich seit dem letzten Semester signifikant erhöht:
- Instagram: über 51’000 Follower
- TikTok: knapp 19’000 Follower
Dieses Wachstum erfolgte vollständig ohne bezahlte Werbung. Die kontinuierlich hohen Views und Interaktionen deuten darauf hin, dass das gewählte Thema weiterhin stark resoniert. Nostalgie funktioniert nicht nur als kurzfristiger Trend, sondern als langfristig tragfähiges Erzählprinzip.
Zum Instagram: https://www.instagram.com/nostalgie_schweiz?igsh=MWM1emoyd2IzMThkNg==

Zum TikTok:
Inhaltliche Kontinuität mit gezielter Erweiterung
Am grundlegenden Design und an der visuellen Erzählweise wurde bisher festgehalten. Gerade auf Instagram hat sich gezeigt, dass Wiedererkennbarkeit wichtiger ist als permanente gestalterische Neuerfindung.
Inhaltlich wurde der Fokus erweitert:
- Neue Städte und Orte aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz
- Stärkerer regionaler Bezug innerhalb einzelner Beiträge
- Erste nostalgische Darstellungen von Firmen, Events und Markenprodukten, die den thematischen Rahmen über den geografischen Kontext hinaus öffnen
Gleichzeitig bleibt noch grosses inhaltliches Potenzial bestehen. Mehrere Regionen der Schweiz wurden bisher kaum oder gar nicht thematisiert, was zukünftiges Wachstum ermöglicht, ohne das Konzept zu überdehnen.
Erste Kooperationen: Vom Format zur Marke
Ein zentraler Entwicklungsschritt in diesem Semester waren die ersten Kooperationen. Mehrere Firmen und Institutionen traten eigenständig mit Anfragen an den Kanal heran.
Diese Zusammenarbeit markiert einen Wendepunkt:
„Nostalgie Schweiz“ wird nicht mehr nur als Social-Media-Projekt wahrgenommen, sondern zunehmend als Content-Plattform mit kultureller Relevanz. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sensibel Nostalgie im Kontext von Markenkommunikation eingesetzt werden muss, um Glaubwürdigkeit und Authentizität nicht zu verlieren.
Ausblick
„Nostalgie Schweiz“ steht nicht mehr am Anfang, sondern an einem Punkt, an dem Entscheidungen über Richtung, Qualität und Nachhaltigkeit getroffen werden müssen. Der nächste Schritt besteht darin, bewusst Zeit zu investieren, Prozesse zu professionalisieren und das Format weiterzuentwickeln – ohne dabei den emotionalen Kern zu verlieren, der den Erfolg erst möglich gemacht hat.
(vha)
Visuelle Qualität
Obwohl das bestehende Design gut funktioniert, zeigt sich rückblickend, dass die technische Umsetzung der Videos nicht immer mit der wachsenden Reichweite Schritt hält. Schnitt, Animation und Dramaturgie könnten professioneller sein. Der aktuelle Qualitätsstandard sollte weiterentwickelt werden.
Wachstum, Struktur und strategische Klarheit
Das schnelle organische Wachstum bringt zunehmende organisatorische Herausforderungen mit sich. Community-Management, Kooperationsanfragen und Content-Produktion lassen sich zunehmend schwieriger parallel bewältigen. Die bislang intuitive Arbeitsweise war für die Aufbauphase sinnvoll, stösst nun jedoch an ihre Grenzen.
Es fehlt stellenweise an Priorisierungen und einer übergeordneten Strategie. Diese ist notwendig, um Inhalte, Kooperationen und mögliche Monetarisierungsformen gezielt weiterzuentwickeln und vorhandenes Potenzial konsequent zu nutzen.