Mit oder ohni – Die zweite Runde

«mit oder ohni», der Podcast, geht in die zweite Runde. Bereits nach dem ersten Semester wurde deutlich: Dieses Projekt ist kein abgeschlossenes Produkt, sondern ein Prozess. Ein Raum, der sich mit uns weiterentwickelt, Fragen zulässt und sich immer wieder neu formt.

Im zweiten Semester haben wir diesen Raum bewusst geöffnet – für Veränderung, für neue Entscheidungen und für eine vertiefte Auseinandersetzung mit unserer eigenen Arbeitsweise. Dabei ging es nicht darum, etwas Bestehendes zu optimieren, sondern darum, ehrlich zu prüfen, was sich für uns noch stimmig anfühlt und was nicht mehr.

Weiterentwicklung durch bewusste Entscheidungen

Mit dem zweiten Semester haben wir «mit oder ohni» nicht nur weitergeführt, sondern neu gedacht. Der Podcast sollte sich stärker nach dem anfühlen, was er für uns geworden ist: ein vertrauter Gesprächsraum, der von unserer Dynamik lebt und sich nicht an äussere Erwartungen anpassen muss.

Diese Phase war geprägt von Reflexion, Neuausrichtung und der Initiative, neue Entscheidungen zu treffen, die nicht unbedingt naheliegend, aber für das Projekt richtig waren. Wir haben gelernt, unserem eigenen Gefühl mehr zu vertrauen und Veränderungen nicht als Bruch, sondern als Weiterentwicklung zu verstehen.

Rebranding und visuelle Gestaltung

Ein zentraler Schritt war das umfassende Rebranding. Das bisherige visuelle Erscheinungsbild – insbesondere das alte Logo, entsprach nicht mehr dem, womit wir uns identifizieren konnten. Es spiegelte weder unsere persönliche Entwicklung noch passte es zum Podcast.

Mit einem neuen Logo, einem neuen Intro und Outro haben wir ein visuelles Konzept geschaffen, das näher an unserem heutigen Selbstverständnis liegt. Das neue Design ist ruhiger, reduzierter und zurückhaltender. Es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern unterstützt die Inhalte und schafft Wiedererkennbarkeit.

Auch das neue Intro und Outro trägt zu dieser Neuausrichtung bei: Es rahmt jede Folge ein, schafft Vertrautheit und verleiht dem Podcast eine klare, konsistente Identität.

Inhaltlicher Fokus

Im Verlauf des ersten Semesters und zu Beginn des zweiten wurde deutlich, dass sich die Episoden, die wir zu zweit produzieren, besonders stimmig anfühlen. Die Gespräche sind natürlicher, spontaner und näher an unserem ursprünglichen Anspruch.

Deshalb haben wir uns bewusst entschieden, den Fokus stärker auf Folgen zu zweit zu legen. Kollaborationen und Gäst:innenfolgen bleiben weiterhin Teil des Projekts, entstehen jedoch nur dann, wenn sie sich organisch ergeben und inhaltlich sinnvoll sind.

Diese Entscheidung brachte Ruhe und Klarheit in den Podcast. Gespräche dürfen sich entwickeln, Pausen haben und auch Unfertiges zulassen.

Struktur schafft Freiraum: Organisation und Rollenverteilung

Ein weiterer wichtiger Schritt war die klare Aufteilung unserer Aufgaben. Wir produzieren weiterhin sämtliche Inhalte selbst, haben unsere Verantwortlichkeiten jedoch neu definiert:

  • Laura übernimmt die Konzeption und Umsetzung der Social-Media-Inhalte, insbesondere Reels und visuelle Begleitformate.
  • Lorena ist verantwortlich für die Aufnahme, den Schnitt, das Hochladen und die Veröffentlichung der Podcast-Folgen.

Diese Struktur erleichtert die Zusammenarbeit, schafft Verlässlichkeit und ermöglicht es uns, effizient zu arbeiten. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, die Umsetzung erfolgt eigenständig innerhalb der jeweiligen Bereiche.

Die neuen Episoden

https://open.spotify.com/episode/1x1iB3HHYSAEs6QbyQTsD9?si=RWN5U9RTR3arHS3mFYfn2w

Wir sind zurück aus der Sommerpause – und direkt wieder überfordert.

In dieser Folge sprechen wir über unsere Studienreise nach Berlin, gecancelten Lap-Coffee, exzessiven Kaffeekonsum und darüber, warum Berlin immer ein bisschen zu viel, aber trotzdem nie genug ist.

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Was heisst es eigentlich, erwachsen zu sein?

Zwischen Selbstfindung, Verantwortung und Quarter Life Crisis sprechen wir offen über Erwartungen, Generationenunterschiede und Orientierungslosigkeit – und darüber, warum niemand wirklich einen Plan hat und es völlig okay ist, mit 24 oder 29 noch nicht „fertig“ zu sein.

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Eine besondere Folge in Kooperation mit dem Festival der Satelliten der Jungen Bühne Bern.

Zu Gast ist Valentina Ortega – langjährige Freundin, OK-Mitglied und Social Media Managerin des Festivals. Wir sprechen über unsere gemeinsame Theaterreise, das Aufwachsen auf und neben der Bühne und stellen euch das Festival der Satelliten vor – ein kreatives Festival für junge Menschen mit Ideen aus Theater, Tanz und Kunst.

Die Episode 009 wird bald veröffentlicht

Neues Intro & Outro

Social Media: Nähe, Einblicke und Prozess

Mit dem zweiten Semester wurde auch unsere Präsenz auf Instagram neu gedacht. Social Media soll nicht nur als Werbekanal dienen, sondern als Erweiterung des Podcasts.

Wir möchten dort vermehrt Einblicke hinter die Kulissen geben, unseren Arbeitsprozess sichtbar machen, sowie die Verbindung zwischen Studium, Podcast und Privatleben thematisieren. Der Fokus liegt auf Authentizität, Nähe und Transparenz – nicht auf Perfektion.

Instagram wird damit zu einem Raum, in dem Prozesse, Gedanken und Entwicklungen Platz haben und «mit oder ohni» über das reine Audioformat hinaus erlebbar wird.

Hier findest du unsere Social-Media-Kanäle:

(abb)

Der Reflexionsprozess nahm im zweiten Semester einen besonders hohen Stellenwert ein. Mit zunehmender Routine entstand nicht nur mehr Sicherheit im Umgang mit Technik und Ablauf, sondern auch der notwendige Abstand, um das Projekt kritisch zu betrachten und bewusster Entscheidungen zu treffen.

Eine zentrale Erkenntnis war, dass weniger oft mehr ist. Der Versuch, viele Gäste, unterschiedliche Themen und zusätzliche Formate parallel umzusetzen, führte zeitweise zu Überforderung und einem erhöhten Druck. Die bewusste Reduktion auf das Wesentliche, unsere Gespräche zu zweit,brachte Ruhe in den Arbeitsprozess und wirkte sich positiv auf die Qualität und Tiefe der Inhalte aus.

Zwischen Anspruch und Machbarkeit

Inhaltlich bewegten wir uns konstant im Spannungsfeld zwischen Nähe und Abgrenzung. Persönliche Themen offen anzusprechen erfordert Mut, gleichzeitig aber auch ein klares Bewusstsein für eigene Grenzen. Dieser Balanceakt bleibt eine fortlaufende Herausforderung, die wir bewusst reflektieren und gemeinsam aushandeln.

Auch unser eigener Anspruch stellte sich immer wieder als Herausforderung heraus. Der Wunsch, qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren, führte stellenweise zu Perfektionismus und dem Druck, regelmässig neue Folgen zu veröffentlichen, selbst dann, wenn es sich inhaltlich oder persönlich nicht richtig anfühlte. Im Reflexionsprozess lernten wir, Pausen bewusst zuzulassen und Aufnahmen nicht zu erzwingen. Diese Haltung half uns, Stress zu reduzieren und dem Gespräch mehr Raum zu geben als der perfekten Form.

Technisch wurden wir ebenfalls immer wieder mit Schwierigkeiten konfrontiert. Trotz wachsender Erfahrung kam es zu kleineren Fehlern, Zeitdruck oder unerwarteten Verzögerungen. Diese Situationen verdeutlichten, wie wichtig realistische Planung, Flexibilität und gegenseitige Unterstützung für einen nachhaltigen Arbeitsprozess sind.

Learning by Doing 

Das Prinzip des Learning by Doing begleitete uns während des gesamten Projekts. Im zweiten Semester zeigte sich jedoch deutlich, wie aus anfänglichem Ausprobieren eine gewisse Routine entstand. Viele Abläufe sind heute selbstverständlich, wodurch mehr Raum für inhaltliche Tiefe, kreative Entscheidungen und bewusste Pausen bleibt.

Diese Entwicklung stärkte unser Selbstvertrauen und unsere Fähigkeit, zukünftige Projekte realistischer einzuschätzen, strukturierter zu planen und langfristiger umzusetzen.

Besonders wertvoll war die Erkenntnis, dass Kritik nicht als Scheitern verstanden werden muss, sondern als  Bestandteil eines lebendigen Projekts. Durch offene Gespräche, ehrliches Feedback und gegenseitiges Vertrauen konnten wir Herausforderungen gemeinsam bewältigen und kontinuierlich daraus lernen.

Ausblick

«Mit oder ohni» bleibt ein Projekt im Wandel. Wir wissen nicht genau, welche Formen und Themen es in Zukunft annehmen wird, aber wir wissen, dass wir offen bleiben wollen.

Als nächsten Schritt planen wir, den Podcast auch auf weiteren Plattformen zu veröffentlichen und seine Reichweite auszubauen. Ziel ist es, «mit oder ohni» langfristig zugänglicher zu machen und neue Hörer:innen zu erreichen, ohne dabei den eigenen Rhythmus und die Qualität des Austauschs aus den Augen zu verlieren.