Mit der Kamera für den STV Tuggen unterwegs

Seit diesem Jahr unterstütze ich den STV Tuggen als Fotograf im Medienteam. Neben der Betreuung des Instagram-Kanals begleite ich verschiedene Wettkämpfe und Vereinsanlässe fotografisch. Mein Ziel ist es, die Emotionen, Leistungen und besonderen Momente des Vereins festzuhalten und für Mitglieder sowie Interessierte sichtbar zu machen.

Bereits in den ersten Monaten der Saison durfte ich mehrere Anlässe begleiten. Dazu gehörten das Trainingsweekend vom 25. und 26. April, das Rangturnen vom 9. Mai, ein vereinsinterner Wettkampf, der GYM-Day in Grosswangen vom 16. Mai sowie die Kantonalen Vereinsmeisterschaften vom 23. Mai.

Die Sportfotografie hat mir dabei besonders viel Freude bereitet. Es ist spannend, schnelle Bewegungen, Emotionen und die Dynamik des Wettkampfs mit der Kamera einzufangen. Gleichzeitig war es schön, dem eigenen Verein auf diese Weise etwas zurückgeben zu können und die Erlebnisse für die Vereinsmitglieder festzuhalten.

Die Highlights und schönsten Schnappschüsse der einzelnen Events findest du auf der Webseite vom STV Tuggen.

(mmi)

# Reflexion

Vor diesem Projekt hatte ich noch keine wirklichen Erfahrungen in der Sportfotografie. Umso spannender war es für mich, während dieser Saison erste Einblicke in diesen Bereich zu erhalten. Die Arbeit als Fotograf für den STV Tuggen hat mir grossen Spass gemacht und ich konnte bei jedem Anlass dazulernen.

## Trainingsweekend

Das Trainingsweekend war der erste Anlass, den ich fotografisch begleitet habe. Im Vorfeld erhielten wir einen Zeitplan, anhand dessen ich planen konnte, wann ich welche Disziplin fotografieren würde. Der Trainingstag war so organisiert, dass vier Gruppen zwischen verschiedenen Disziplinen rotierten. Dadurch musste ich meine Einsätze koordinieren, damit jede Gruppe und möglichst alle Disziplinen dokumentiert werden konnten.

Am Samstag waren wir zu zweit mit einer Kamera unterwegs, was die Arbeit erleichterte. Am Sonntag war ich dann alleine für die Fotos verantwortlich. Insgesamt war das Wochenende ein Erfolg und wir konnten sowohl die Aktivriege als auch die Jugendriege umfassend dokumentieren.

Rückblickend haben wir uns jedoch etwas übernommen. Von einem vereinsinternen Anlass, der normalerweise nicht in diesem Umfang fotografisch begleitet wird, sammelten wir über 2’500 Bilder. Das anschliessende Aussortieren und Bearbeiten war sehr zeitaufwendig. Daraus habe ich gelernt, dass weniger oft mehr ist. Gemeinsam mit dem Verein haben wir deshalb beschlossen, bei zukünftigen Anlässen gezielter zu fotografieren und nicht mehr den Anspruch zu haben, jede Person auf mehreren Bildern abzubilden.

## Rangturnen

Beim Rangturnen lief die Organisation bereits deutlich besser. Wieder waren wir zu zweit unterwegs und konnten die Aufgaben im Voraus koordinieren. Obwohl wir die Anzahl der Fotos bereits reduziert hatten, kamen am Ende noch immer über 1’000 Bilder zusammen.

Die Disziplinen konnten trotzdem vollständig dokumentiert werden. Das Aussortieren war zwar weiterhin zeitaufwendig, zeigte mir aber erneut, wie wichtig eine bewusste Bildauswahl bereits während des Fotografierens ist.

## GYM-Day Grosswangen

Der GYM-Day war der erste grosse Wettkampf der Saison und damit auch ein bedeutender Anlass für den Verein. Diesen Event fotografierte ich alleine. Da ich selbst nicht am Wettkampf teilnahm, konnte ich mich vollständig auf die Dokumentation konzentrieren.

Eine gute Planung war entscheidend, damit ich alle Disziplinen und Auftritte begleiten konnte. Glücklicherweise wurden einige Vorführungen mehrfach gezeigt, wodurch ich genügend Zeit hatte, verschiedene Perspektiven einzufangen. Für die Pendelstaffette, an der ich selbst teilnahm, übergab ich die Kamera einer Kollegin, die diese Disziplin für mich fotografierte.

Da ich alleine unterwegs war, hatte ich die Bildmenge deutlich besser im Griff. Am Ende des Tages entstanden rund 500 Fotos, was die Nachbearbeitung wesentlich angenehmer machte.

Eine zusätzliche Herausforderung war die gleichzeitige Betreuung des Instagram-Kanals. Während ich fotografierte, musste ich auch passende Videos für die Storys aufnehmen. Den richtigen Moment zu finden, um zwischen Kamera und Smartphone zu wechseln, war teilweise anspruchsvoll.

## Kantonale Vereinsmeisterschaften in Lachen

Die Kantonalen Vereinsmeisterschaften waren der grösste Anlass, den ich bisher begleitet habe. Auch hier war ich grösstenteils alleine unterwegs. Aufgrund der vielen Disziplinen und des engen Zeitplans war ich fast pausenlos auf dem Wettkampfgelände unterwegs.

Wie bereits beim GYM-Day half es, dass gewisse Vorführungen mehrfach stattfanden. Dadurch konnte ich meine Einsätze besser koordinieren. Da ich die Programme inzwischen besser kannte, fiel es mir auch leichter, die richtigen Momente für Instagram-Storys abzupassen.

Für den Pendellauf, an dem ich erneut selbst teilnahm, übergab ich die Kamera wieder einer Kollegin. Gegen Ende des Wettkampfs standen zudem Vereins- und Gruppenfotos auf dem Programm. Die Organisation dieser Aufnahmen stellte sich als anspruchsvoller heraus als erwartet. Viele Personen gleichzeitig zu koordinieren und dabei einen effizienten Ablauf sicherzustellen, erforderte einiges an Kommunikation.

Trotzdem verlief alles erfolgreich und am Ende des Tages hatte ich rund 600 Bilder gesammelt – eine Menge, die sich im Nachhinein gut bearbeiten liess.

## Was habe ich gelernt?

Die Begleitung dieser ersten Veranstaltungen war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Besonders gelernt habe ich, bewusster zu fotografieren und die Anzahl der Bilder zu reduzieren. Gleichzeitig habe ich verstanden, dass nicht jede Person und jede Disziplin vollständig dokumentiert werden muss, um einen Anlass authentisch festzuhalten.

Ich konnte ausserdem Erfahrungen sammeln, wie man sich bei unterschiedlichen Sportarten positioniert und welche Perspektiven und Kameraeinstellungen zu guten Ergebnissen führen. Mit jedem Anlass wurde ich sicherer darin, Bewegungen vorherzusehen und die entscheidenden Momente einzufangen.

Eine weitere Herausforderung war die Bildauswahl. In den Richtlinien des Vereins ist festgehalten, dass nur Bilder veröffentlicht werden dürfen, auf denen Personen nicht negativ dargestellt werden. Gerade in der Sportfotografie entstehen jedoch häufig Momentaufnahmen, die zwar sportlich interessant, für die abgebildeten Personen aber nicht immer vorteilhaft sind. Die Grenze zwischen einem authentischen Sportfoto und einer unvorteilhaften Darstellung einzuschätzen, fiel mir anfangs schwer. Durch die Rückmeldungen aus dem Verein und die gesammelten Erfahrungen habe ich mittlerweile ein besseres Gespür dafür entwickelt.

## Was kann man noch optimieren?

Für zukünftige Veranstaltungen möchte ich den Grundsatz «Weniger ist mehr» noch konsequenter umsetzen. Eine kleinere, dafür qualitativ hochwertigere Bildauswahl spart nicht nur Zeit in der Nachbearbeitung, sondern führt oft auch zu stärkeren Resultaten.

Da ich inzwischen die meisten Disziplinen besser kenne, möchte ich mich künftig stärker auf kreative und qualitativ hochwertige Aufnahmen konzentrieren. Statt möglichst viele Bilder zu produzieren, möchte ich gezielt nach besonderen Perspektiven, Emotionen und Momenten suchen. Gerade bei den Showdisziplinen hilft es, die Programme inzwischen besser zu kennen und wichtige Szenen vorhersehen zu können.

Auch im Bereich Social Media sehe ich weiteres Potenzial. Bisher werden Wettkämpfe hauptsächlich über Instagram-Storys begleitet. Künftig könnten zusätzlich Bildbeiträge oder sogar kurze Highlight-Reels entstehen, um die Anlässe noch attraktiver und nachhaltiger auf den sozialen Medien zu präsentieren.

Insgesamt war die Tätigkeit als Fotograf für den STV Tuggen eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Ich freue mich darauf, die kommenden Wettkämpfe zu begleiten und meine Fähigkeiten in der Sportfotografie weiterzuentwickeln.