Luscht und Luune: eine Website, die zur Marke passt

Nach Social Media und Podcast-Launch war der nächste logische Schritt für Luscht und Luune ein eigener Webauftritt. Mit Squarespace als Basis und dem bereits entwickelten Corporate Design entstand luschtundluune.ch: eine Seite, die das Projekt nach aussen trägt, ohne generisch zu wirken, und die Tamara, Stephanie und Baluu nun eigenständig bewirtschaften können.

Ein Projekt wächst weiter

Luscht und Luune ist mehr geworden als eine Veranstaltungsreihe: Es gibt einen Podcast, eine wachsende Instagram-Community – und jetzt eine eigene Website. Als ich im vergangenen Semester das Social-Media-Konzept und das Corporate Design für die drei entwickelte, war eine Website noch kein Teil des Auftrags. Jetzt durfte ich diesen nächsten Schritt mitgehen und den digitalen Auftritt von Luscht und Luune mit einer vollständigen Web-Präsenz vervollständigen.

Die Wahl des Tools: Squarespace

Tamara, Stephanie und Baluu sind keine Webentwicklerinnen – und das muss kein Problem sein. Die Entscheidung für Squarespace war deshalb von Anfang an klar: Das Tool ist so konzipiert, dass man Inhalte eigenständig pflegen, Events aufschalten und den Podcast verknüpfen kann, ohne auf technische Unterstützung angewiesen zu sein. Wichtig war dabei, dass sie nach der Übergabe wirklich selbst weitermachen können. Die Wahl des richtigen Templates war der erste entscheidende Schritt – es musste genug Flexibilität bieten, um das bestehende CD sauber abzubilden, ohne strukturell zu eng zu sein.

CD trifft System-Grenzen

Das eigentliche Handwerk lag darin, das Corporate Design, das ich im Rahmen des Social-Media-Projekts entwickelt hatte, konsequent auf die Squarespace-Umgebung zu übertragen. Farben, Typografie, Bildsprache – alles sollte konsistent mit dem Instagram-Auftritt sein. Squarespace gibt dabei einen Rahmen vor, der nicht immer das zulässt, was man sich gestalterisch wünscht. Abstände lassen sich nicht pixelgenau steuern, bestimmte Layout-Kombinationen sind nicht vorgesehen, und Schriftarten müssen im Systemkatalog vorhanden oder als Web-Font eingebunden sein. Diese Grenzen auszuloten, ohne in die typische Template-Falle zu tappen, war die zentrale gestalterische Herausforderung.

Das Ergebnis – zu sehen unter luschtundluune.ch – zeigt eine Seite, die sich wie ein Teil der Marke anfühlt: warm, direkt, mit Haltung. Events, Podcast und die Macher:innen haben je einen eigenen Bereich, die Navigation ist selbsterklärend, und der Kontaktbereich ist niedrigschwellig gehalten.

(mbi)

Zwischen Gestaltungswillen und Systemlogik

Dieses Projekt hat mir gezeigt, wie anders Webdesign mit einem Page-Builder-Tool ist als mit einem leeren Blatt Papier oder einem freien Code-Umfeld. Man denkt nicht in Pixeln, sondern in Blöcken. Nicht in Ebenen, sondern in Sektionen. Diese Denkweise musste ich zuerst verinnerlichen – dann wurde die Arbeit deutlich flüssiger.

Was mich am meisten beschäftigt hat: die Frage, wie weit man ein Template verbiegen darf, bevor es sich gegen einen wendet. Squarespace-Seiten sehen schnell alle gleich aus, weil die meisten Nutzerinnen und Nutzer wenig anpassen. Mein Ziel war es, innerhalb der Systemgrenzen trotzdem etwas Eigenes zu schaffen. Das gelang vor allem über konsequente Farb- und Typografieentscheidungen sowie über die Bildsprache, die ich bereits aus dem Social-Media-Projekt kannte und hier weiterführen konnte.

Ein echtes Learning war die Übergabe. Eine Website zu bauen ist eine Sache – eine Website so zu bauen, dass jemand anderes sie danach problemlos bedienen kann, ist eine andere. Ich habe bewusst darauf geachtet, keine unnötig komplexen Strukturen zu bauen, alle Sektionen klar zu benennen und im Abschlussgespräch mit Tamara, Stephanie und Baluu die wichtigsten Handgriffe durchzugehen. Das hat sich gelohnt: Sie sind mit dem Tool vertraut und können Events, Podcast-Folgen und neue Inhalte eigenständig aufschalten.

Was ich beim nächsten Mal früher klären würde: den Umfang der Seite. Während der Umsetzung kamen einzelne Wünsche dazu – ein Kontaktformular hier, ein weiterer Bereich da. Das ist in einem lebendigen Projekt normal, führt aber dazu, dass man Strukturentscheide, die man früh getroffen hat, nochmals hinterfragen muss. Ein klareres Wireframing zu Beginn hätte hier Zeit gespart.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden – und Luscht und Luune offenbar auch. Die Seite ist live, wird genutzt und sieht aus, als wäre sie von Anfang an Teil der Marke gewesen. Das ist für mich das beste Qualitätsmerkmal.