Little Faith | Cinematic Short Film

Wie entsteht eine gute Idee? Was braucht es für eine Story? Wann ist eine Idee «gut»? Diese Fragen haben mich durch das gesamte Projekt begleitet und haben mir einmal mehr gezeigt, dass ein cineastisches Video nicht einfach aus dem Nichts entsteht.

Mein Endprodukt könnt ihr euch gleich hier anschauen:

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Die Idee

Ein Blatt Papier, ein Stift und zwei kreative Köpfe. Zusammen mit mit meinem Cousin haben wir eine Woche im schönen Saanenland verbracht und uns war von Anfang an klar, wir wollen irgendwas mit der Kamera machen. Bis wir dann allmählich eine Richtung hatten, in der dieser Kurzfilm gehen sollte, ging es jedoch eine ganze Weile. Mit einer kleinen Shotlist und vielen Szenen im Kopf haben wir uns dann aufgemacht zum ersten Drehort.

Die Umsetzung

Insgesamt haben wir an vier verschiedenen Orten gedreht. Lauenensee, Gstaad, Saanen und auf dem Hornberg. Mit der Shotliste hatten wir eine grobe Leitplanke, die uns sehr geholfen hat, alle wichtigen Shots zu machen. Vieles entstand aber auch noch spontan vor Ort. Ein wichtiger Shot, der wiederkehrte, war das «Verschwinden» der Berge. Um diese Illusion zu erreichen, haben wir die Kamera immer bei diesen Shots auf ein Stativ gepackt, um dann in der Postproduktion einfacher den Hintergrund ersetzen. Wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre eine sauberer Effekt viel schwieriger geworden. Auch mussten wir die einen Szenen mit der Karte nochmals drehen, da diese am Drehtag selber nicht gut gelungen sind. Während dem Filmen versuchte ich auch immer darauf zu achten, dass es eine Art Verbindung zwischen den verschiedenen Drehorten gibt. Entweder durch Matchcuts oder durch klare Handlungen.

Material:
– Nikon Z6II
– Monitor Atomos Ninja 5.2″
– Stativ
– Rode Videomic Go II
– Variabler ND-Filter

Die Postproduktion

Nachdem alles im Kasten war, lag das Videomaterial leider gut drei/vier Monate auf meiner Festplatte herum. Zum Glück habe ich es dann geschafft, mich dann an den Rohschnitt zu machen und die ganzen Clips zu sortieren. Den Rohschnitt hatte ich dann einigermassen schnell einmal, aber der war halt auch noch sehr roh. In diesem Projekt war auch ein grosses Ziel von mir, viel mit Sounds zu arbeiten. Mithilfe von dem integrierten Plugin in Premiere Pro von Epidemic Sound, konnte ich dann auch im Schnittprogramm meine Sounds suchen und gleich in meine Timeline ziehen, was mir eine riesen Menge an Arbeit erspart hat. Insgesamt sind gut 40 verschiedene Sounds im Video drin. Ein weiteres Ziel war, dass sich nicht einfach ein oder zwei Lieder durch das gesamte Video ziehen, sondern dass es mehrere Wechsel gibt, wobei alles sehr stimmungsvoll bleiben sollte. Dadurch soll das Video sehr viel abwechslungsreicher und interessanter werden.

Am Schluss sah dann meine Timeline so aus:

Zu einem Release von einem Video auf YouTube gehört natürlich immer noch ein wenig Werbung dazu. Aus diesem Grund habe ich dann noch einen Teaser & und Stories erstellt, welchen ich auf meinem Instagram-Account gepostet habe.

Instagram Beitrag:

https://www.instagram.com/p/DTDyPE4DjnO

(vha)

Durch diese Projekt konnte ich meine Skills im Sounddesign und der Planung von Kurzvideos definitiv erweitern. Mit dem fertigen Endprodukt bin ich mehrheitlich zufrieden. Beim Voiceover gibt es sicher Verbesserungspotential/ich höre auch einfach nicht gerne meine eigene Stimme. Auch bei der Storyline gibt es meiner Meinung nach Verbesserungspotential. Sie ist relativ einfach gestrickt aber dennoch habe ich zum Teil das Gefühl, dass man als Zuschauer nicht immer 100% nachvollziehen kann, was gerade passiert.

Auf das Sounddesign bin ich aber sehr stolz und auch die Verbindung der verschiedenen Drehorten ist sehr gut aufgegangen. Dadurch entsteht ein guter Fluss ohne grosse Unterbrechungen.

Insgesamt habe ich sicherlich unterschätzt, wie viel Zeit ein nur knapp 4 Minuten Video in der Postproduktion fressen kann. Der Rohschnitt steht schnell mal, aber bis es dann wirklich fertig ist, zieht es sich sehr schnell, sehr lang. Aus dem Grund bin ich jetzt sehr glücklich, dass ich dieses Projekt erfolgreich Abschliessen kann 🙂