Lenzerheide Motor Classics – Eventfotografie

Die Lenzerheide Motor Classics war kein geplantes Shooting — sondern ein spontaner Entscheid, die Kamera mitzunehmen und einfach zu schauen, was entsteht. Keine Kundin, kein Auftrag, kein Zeitdruck. Genau diese Freiheit hat die rund fünf Stunden vor Ort zu einer der lehrreichsten fotografischen Erfahrungen gemacht.

Fahrzeuge und Atmosphäre

Oldtimer und Klassiker sind dankbare Motive: klare Linien, interessante Oberflächen, und eine Nostalgie die sich fast von selbst ins Bild überträgt. Die Herausforderung war weniger das Motiv selbst, sondern die Situation drum herum: viele Menschen, wechselndes Licht, und Fahrzeuge die sich bewegen oder plötzlich wegfahren. Spontanität und Reaktionsschnelligkeit waren gefragt.

Details und Ausschnitte

Neben den klassischen Gesamtansichten habe ich mich bewusst auf Details konzentriert — Chromelemente, Lenkräder, Logos, Reflexionen. Diese Perspektive erzählt eine andere Geschichte als das ganze Fahrzeug und zeigt, was mich als Fotografin interessiert: nicht nur das Objekt, sondern seine Oberfläche, seine Textur, seine Zeit.

Für Instagram aufbereitet

Nach dem Event habe ich eine Auswahl der stärksten Bilder für Instagram aufbereitet. Die Bildauswahl für Social Media folgt anderen Kriterien als für ein Portfolio, es geht um sofortige Wirkung, um den ersten Blick. Welche Bilder stoppen den Scroll? Welche passen zum Feed? Diese Fragen haben die Auswahl und die Nachbearbeitung beeinflusst.

https://www.instagram.com/p/DZW3OM6sRu-

(mbi)

Reflexion zum Projekt Lenzerheide Motor Classic

Während des Projekts am Lenzerheide Motor Classic fotografierte ich verschiedene Fahrzeuge und die Atmosphäre des Events. Die Arbeit war sehr spontan, da es keinen konkreten Auftrag oder eine genaue Bildliste gab. Dadurch musste ich selbst entscheiden, welche Motive interessant sind und wie ich sie fotografisch umsetzen möchte.

Besonders gelungen ist mir die Vielfalt der Bilder. Ich habe sowohl Gesamtaufnahmen der Fahrzeuge als auch Detailaufnahmen gemacht. Bei den Detailbildern konnte ich mit geringer Schärfentiefe arbeiten und den Fokus gezielt auf einzelne Elemente wie Logos, Karosseriedetails oder Formen legen. Gleichzeitig gefallen mir auch die Gesamtaufnahmen und die Bilder der fahrenden Fahrzeuge, da ich dort mit Perspektiven und Bewegungsunschärfe experimentieren konnte. Vor allem die Mitzieher zeigen die Dynamik des Events und verleihen den Bildern mehr Spannung.

Eine Herausforderung war, dass ich oft spontan reagieren musste. Die Fahrzeuge bewegten sich schnell und die Lichtverhältnisse änderten sich je nach Standort. Deshalb musste ich meine Kameraeinstellungen laufend anpassen und schnell Entscheidungen treffen. Besonders bei den Bewegungsaufnahmen brauchte es mehrere Versuche, bis Schärfe und Bewegungsunschärfe wie gewünscht zusammenpassten.

Überrascht hat mich, wie unterschiedlich die Bilder wirken können, obwohl sie alle am gleichen Anlass entstanden sind. Durch verschiedene Perspektiven, Brennweiten und Schärfeebenen konnte ich sowohl die Dynamik des Rennens als auch die Details und die Ästhetik der Fahrzeuge festhalten.

Beim nächsten Mal würde ich noch gezielter planen, welche Arten von Bildern ich machen möchte. Ausserdem würde ich mir mehr Zeit nehmen, um weitere kreative Perspektiven auszuprobieren. Insgesamt war das Projekt eine wertvolle Erfahrung, bei der ich meine fotografischen Fähigkeiten weiterentwickeln und selbstständig arbeiten konnte.

Nach dem Anlass habe ich drei ausgewählte Bilder auf meinem Fotografie-Instagram-Account veröffentlicht. Dabei war es gar nicht so einfach, nur drei Bilder auszuwählen. Einerseits wollte ich verschiedene Aspekte des Events zeigen, beispielsweise Bewegung, Details und die Atmosphäre vor Ort. Andererseits sollten die Bilder auch optisch zusammenpassen und als Serie stimmig wirken. Dieser Auswahlprozess hat mir gezeigt, wie wichtig nicht nur das Fotografieren selbst, sondern auch die anschliessende Bildauswahl und Präsentation ist.