Learning Lightroom

Während meiner Ferien habe ich unglaublich viele Bilder gemacht. Ohne klares Projekt, ohne festen Plan: einfach, weil ich gesehen habe, was ich gesehen habe. Gleichzeitig wollte ich schon lange lernen, wie man in Lightroom wirklich arbeitet und nicht nur Presets drüberlegt und hofft, dass es irgendwie passt.

Also habe ich mir meine Ferienfotos als Übungsfeld genommen.

Ich bin durch hunderte Bilder gegangen, habe aussortiert, verglichen, verworfen und am Ende eine kleine Auswahl meiner Favoriten zusammengestellt. Nicht unbedingt die „besten“ Motive, sondern die, die für mich etwas tragen.

Diese Sammlung ist deshalb weniger ein Portfolio als ein Lernstand. Eine Momentaufnahme davon, wie ich angefangen habe, meine Bilder nicht nur aufzunehmen, sondern auch bewusst zu formen.

Beim Bearbeiten ging es mir nicht darum, alles gleich aussehen zu lassen, sondern jedes Bild in seiner eigenen Stimmung zu unterstützen. Manche Fotos wollten ruhig bleiben, andere durften härter, kontrastreicher oder farbiger werden. Ich habe viel ausprobiert, viel rückgängig gemacht und langsam ein Gefühl dafür entwickelt, was ich mit Farben, Schatten und Kontrasten eigentlich erzählen kann.

(vha)

Das Arbeiten mit meinen Ferienbildern in Lightroom war ein guter Einstieg, um mich intensiv mit Nachbearbeitung auseinanderzusetzen. Statt mit einem vorgegebenen Projekt zu arbeiten, konnte ich aus einer grossen Menge an eigenen Fotos auswählen, was mir erlaubt hat, verschiedene Bildtypen, Lichtstimmungen und Farben zu vergleichen und gezielt zu bearbeiten. Allein das Durchgehen und Aussortieren der Bilder war ein wichtiger Teil des Prozesses, weil ich dadurch bewusster entschieden habe, welche Aufnahmen überhaupt Potenzial haben.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mich beim Editieren teilweise zu sehr von einzelnen Bildern leiten lasse. Manche Fotos habe ich stark bearbeitet, weil sie für sich gut aussahen, auch wenn sie im Vergleich zur restlichen Auswahl stilistisch herausfielen. Dadurch wirkt die Serie nicht immer komplett kohärent, sondern eher wie eine Sammlung einzelner Experimente.

Auch technisch war der Lernprozess nicht immer linear. Ich habe viel ausprobiert, Einstellungen wieder verworfen und oft gemerkt, dass kleine Änderungen (etwa bei Weißabgleich oder Kontrast) eine viel grössere Wirkung haben, als erwartet. Das hat mir gezeigt, wie sensibel Bilder auf Bearbeitung reagieren und wie wichtig Zurückhaltung sein kann.

Für zukünftige Projekte würde ich mir früher einen klareren visuellen Rahmen setzen, zum Beispiel eine bestimmte Farbwelt oder Stimmung, die ich durch alle Bilder hindurchziehen möchte. So kann der individuelle Charakter der Fotos erhalten bleiben, während die Serie als Ganzes stärker zusammenhält.