Konzeption und Durchführung des Lokalreporterkurses
Anfang Februar habe ich mich dem Bürgerjournalismusprojekt angeschlossen. Im Projekt geht es darum, neue Möglichkeiten des digitalen Journalismus zu nutzen. Dafür wird ein Online-Angebot entwickelt, bei dem Bürgerinnen und Bürger eigene journalistische Beiträge erstellen können. Die Kursteilnehmer sind Schüler und Schülerinnen von Sekundarschulen in Graubünden. Ausserdem sind Generationenkurse für Erwachsene geplant. Die Teilnehmenden lernen im Kurs die wichtigsten Grundlagen des Journalismus kennen, zum Beispiel wie man sorgfältig recherchiert, fair berichtet und journalistische Regeln einhält.
Dieses Projekt wurde unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz. Projektpartner waren RTR, Somedia, Pro Senectute, Jugend Graubünden, die Gemeinde Grüsch und Gemeinde Lumnezia.
Projektstart
Ab Ende Februar fanden wöchentliche Webex-Meetings statt, in denen der aktuelle Projektstand besprochen, neue Aufgaben verteilt und Feedback eingeholt wurde. Im Verlauf des Projekts übernahm ich verschiedene gestalterische und organisatorische Aufgaben.
Flyergestaltung
Zuerst war ich für den Flyer zuständig. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern zu informieren, was der Mehrwert des Kurses ist und wann er stattfindet. Für das Design überlegte ich mir, den Schriftzug «Lokalreporter-Kurs» gross darzustellen und dann illustrierte Menschen mit Adobe Illustrator und teils KI zu erstellen und sie auf die Buchstaben zu setzen. Das Design kam gut bei der Projektgruppe an. So wurde daraus das Logo des Projekts, das auch für die weiteren Gestaltungsprodukte verwendet wurde. Der Flyer entwickelte sich schrittweise weiter. Von Feedbackrunde zu Feedbackrunde wurden Inhalte ergänzt, angepasst und präzisiert. Neben der deutschen Version entstand am Ende auch eine rätoromanische Version für die Schule Lumnezia.








Design Projektwebseite
Für die Projektwebsite arbeitete ich mit Figma. Da sich die Website gestalterisch an bestehenden FHGR-Projektwebseiten orientieren musste, verwendete ich ähnliche Farben und Formen und dieselben Schriften. Gleichzeitig legte ich besonderen Wert auf eine klare visuelle Hierarchie, damit die wichtigsten Informationen übersichtlich und verständlich dargestellt werden konnten. Daraus entstand ein Onepager.


Intro/Outro
Die Intro- und Outro-Vorlagen für die Videos orientierten sich am Vorgängerprojekt. Wichtig war dabei, transparent zu machen, dass es sich um Beiträge im Bereich des Amateurjournalismus handelt. Ausserdem mussten das Projektlogo sowie die Logos der beteiligten Projektpartner klar sichtbar sein.
Kursunterlagen
Die Kursunterlagen wurden von anderen Projektteilnehmenden erstellt. Meine Rolle bestand vor allem darin, Feedback zu geben. Die Unterlagen wurden anschliessend aufgeteilt und individuell geübt.
Der Fokus lag dabei stark auf praktischen Übungen, die im Team immer wieder besprochen und weiterentwickelt wurden.
Kurstage
Anfang April fanden die ersten Kurse statt. Bei der Schule Grüsch nahm ich am Kursstart bei den Kursblöcken «Filmen und Ton für Journalismus» sowie «Recherche für Story und Interviewpartner» teil. Bei der Schule Lumnezia war ich am Kursende dabei, wo die Kursblöcke «Videoschnitt» und «Videoschnitt Coaching» sowie die Abschlusspräsentation vor den Eltern im Zentrum standen.


(mmi)
Das Projekt verlief gut, obwohl die Vorbereitungszeit sehr knapp war. Es war eine Herausforderung neben dem Vollzeitstudium sich auf das Projekt zu konzentrieren. Einerseits wollte ich immer mehr Aufgaben übernehmen und für das Projekt mich komplett einsetzen. Andererseits hatte man genug weitere Projekte im Studium. Mit den Gestaltungsprodukten bin ich aber zufrieden, denn ich konnte die Designsprache des Projekts etwas lenken. Mein Zeitmanagement war nicht perfekt, was sicher dazu geführt hat, dass meine Feedbacks etwas spät kamen. Das muss ich das nächste Mal sicher besser machen.
Dann im Unterricht zu sein und die Kurse durchzuführen war eine tolle Erfahrung. Ich musste anfangs etwas reinkommen, da ich noch nie in dieser Art unterrichtet habe. Was ich aber sehr schön fand, dass nach einiger Zeit die Schülerinnen und Schüler etwas aufgetaut und weniger unruhig geworden sind. Das nächste Mal sollte ich noch etwas schneller und entschlossener eingreifen, sollte mal der Unterricht unruhig werden.