Inklusiver Personalverleih von der Valida

Bild in 3 Teile getrennt. Frau hält Postpaket. Frau sortiert Spielsachen. Frau sucht Kabel in Kiste.

Nach meinem Praktikumseinsatz bei der Valida durfte ich diverse Videoprojekte für ihren Social-Media-Account und ihre Website realisieren. Auch bei diesem Projekt war ich für die Planung, den Dreh und die Umsetzung der Videos verantwortlich und durfte den gesamten Produktionsprozess begleiten.

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Was ist die Valida?

Die Valida ist ein soziales Unternehmen mit Sitz in St. Gallen. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Unterstützungsbedarf, die in den Bereichen Arbeit, Ausbildung, Wohnen und Freizeit begleitet werden. Mit rund 500 Arbeitsplätzen und 90 Wohnplätzen ist die Valida ein wichtiger Teil der Ostschweizer Soziallandschaft.

Konzeptphase

Das Storyboard erarbeite ich zusammen mit der Marketingleiterin Britta Jetschin. Die grobe Idee bringt sie bereits mit, was mir den Einstieg erleichtert. In der gemeinsamen Ausarbeitung kann ich meine eigenen Gedanken und Ideen direkt einbringen. Für mich ist das besonders wertvoll, weil ich nicht einfach umsetze, sondern aktiv mitdenken darf.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, denn am Drehtag selbst bleibt wenig Zeit. Für den Dreh habe ich mir bei der Technikausleihe das passende Equipment organisiert. Gedreht habe ich mit der Sony a7 IV, unterstützt durch einen DJI Ronin S Gimbal. Für den Ton kam das Rode Wireless Go II Funkmikrofon-Set zum Einsatz, um klare und verständliche Audioaufnahmen sicherzustellen. Gerade bei Drehs mit Menschen mit IV finde ich es besonders wichtig, technisch gut vorbereitet zu sein, um vor Ort ruhig und sicher arbeiten zu können.

Drehtag

Der Drehtag in der Valida macht mir immer mega Spass. Da ich viele der Menschen dort bereits kenne und mir das Thema Inklusion persönlich wichtig ist, fühlt sich die Arbeit nicht distanziert an. Alle sind offen und manchmal kann man auch spontan etwas Neues ausprobieren, und oft entstehen genau daraus die besten Aufnahmen.

Herausforderungen gehören dazu

Es gibt immer wieder Planänderungen oder Situationen, wo man direkt reagieren muss. Das ist manchmal herausfordernd, aber genau das macht’s auch spannend. Wenn plötzlich ein Drehort nicht verfügbar ist oder das Licht anders fällt, muss man umdenken können. Gerade dabei merke ich, wie wichtig Flexibilität in der Videoproduktion ist und wie sehr man davon profitiert, ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden.

Warum dieses Projekt für mich besonders ist

Die Arbeit für die Valida verbindet für mich zwei Dinge, die mir wichtig sind: Videoproduktion und Inklusion. Zu sehen, dass meine Videos dazu beitragen, die Arbeit der Valida sichtbar zu machen, motiviert mich sehr. Es ist ein Projekt, bei dem ich nicht nur fachlich lerne, sondern auch persönlich viel mitnehme.

(abb)

Rückblickend war dieses Projekt für mich in vielerlei Hinsicht lehrreich. Ich konnte sowohl technische als auch konzeptionelle Inhalte aus dem Studium direkt praktisch anwenden und vertiefen. Besonders spannend war für mich, dass ich nicht nur einzelne Aufgaben umsetzen, sondern den gesamten Produktionsprozess aktiv mitgestalten durfte, von der Konzeptphase über den Dreh bis zur Postproduktion.

Dabei wurde mir besonders deutlich, wie wichtig Flexibilität in realen Produktionen ist. Trotz guter Vorbereitung lassen sich nicht alle Situationen planen. Beispielsweise können sich Lichtverhältnisse ändern sich, Menschen reagieren unterschiedlich vor der Kamera oder Abläufe müssen spontan angepasst werden. Anfangs hat mich das teilweise verunsichert. Mittlerweile sehe ich genau darin eine Stärke: ruhig zu bleiben, Lösungen zu finden und das Projekt dennoch zielgerichtet weiterzuführen.

Auch technisch konnte ich viel dazulernen. Gedreht habe ich mit der Sony a7 IV, einem DJI Ronin S Gimbal und dem Rode Wireless Go II Funkmikrofon-Set. Bisher hatte ich noch nicht viele Berührungspunkte mit dieser Technik, abgesehen vom Modul AVE. Die Arbeit mit diesem Equipment hat mir sehr geholfen, bewusster mit Bild, Bewegung und Ton umzugehen und meine technischen Fähigkeiten weiter ausgebaut. Ich habe auch noch einmal mehr über die Verwendung von LOG und Color Grading in Premiere Pro gelernt.

Aus vorherigen Videoprojekten für die Valida konnte ich ausserdem wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Ton und Schnitt sammeln. Besonders der Ton hat für mich nochmals an Bedeutung gewonnen. Saubere Tonaufnahmen sind entscheidend für die Qualität eines Videos und beeinflussen den Schnitt stärker, als mir zu Beginn bewusst war.

Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir manchmal mehr Zeit für Tests im Vorfeld gewünscht, insbesondere in Bezug auf Ton-Setups und Gimbal-Einstellungen. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass nicht alles perfekt vorbereitet sein kann und dass genau diese Unsicherheiten Teil des Lernprozesses sind. Insgesamt hat mir dieses Projekt gezeigt, wie wertvoll praxisnahe Arbeit im Studium ist. Viele Dinge versteht man erst richtig, wenn man sie selbst umsetzt. Die Arbeit für die Valida hat mir geholfen, technisch sicherer zu werden, aber auch selbstbewusster in meinen Entscheidungen. Genau das nehme ich als wichtigsten Lerngewinn mit.