Imagevideo RG Glarnerland
Die RG Glarnerland ist ein Verein für Rhythmische Gymnastik und beauftrage uns ein Imagevideo für die Anmeldung zum Schnuppertraining zu produzieren. Das Video soll zeigen, was die Sportart beinhaltet und die Freude daran vermitteln.
Vorbereitung
Um die zentrale Idee zu entwickeln, besprachen wir zu Beginn mit der Cheftrainerin des Vereins, wie sie sich das Video vorstellt. Aus diesen Vorstellungen heraus entwickelten wir ein Treatment, in welchem wir Bild, Ton und Aussagewunsch aufeinander abstimmten. Hierbei spielte Storytelling eine wichtige Rolle, denn der fertige Film soll nicht nur zur Anmeldung motivieren, sondern auch den Verlauf eines Trainings aufzeigen.
Für die Umsetzung benötigten wir ein VJ-Set, welches wir im Voraus über die Technikausleihe reserviert haben. Damit beim Dreh sicher alles funktioniert, sind wir bei einem vorherigen Training bereits vorbei gegangen und haben einige Testvideos aufgenommen. Diese haben wir darauf in Premiere Pro importiert und die verschiedenen Shots versucht zu graden. Denn bei der Testaufnahme haben wir unterschiedliche Lichtsituationen und Brennweiten ausprobiert. Beim richtigen Dreh konnten wir uns so auf das Momentum konzentrieren.


Dreh
Um das Equipment vorzubereiten, waren wir schon eine Stunde vor Trainingsbeginn in der Turnhalle. Als die Mädchen des Vereins dann ankamen, begannen wir sofort mit dem Filmen. Die Trainerinnen führten mit den Kindern ein ganz normales Training in der unmittelbaren Wettkampfsvorbereitung durch. Das Training dauerte vier Stunden, welches wir in jeder Phase filmisch begleitet haben.
Während den vier Stunden haben wir zudem noch Interviews mit zwölf Gymnastinnen durchgeführt. Diese Aussagen führen die Betrachtenden durch das Video und bringen ihnen die Sportart näher.

Post Production
Für einen effizienten Workflow teilten wir uns die Arbeit zu Beginn auf. Jemand sortierte das Videomaterial und die andere Person schnitt bereits die gewünschten Aussagen aus den Interviews anhand des Treatments zusammen. Dabei arbeiteten wir beide bereits in Premiere Pro, wobei wir verschieden farbige Labels zur besseren Orientierung benutzten. Anschliessend fügten wird Bild und Ton in einer Sequenz zusammen. Nach einem langen Schnitttag war der Rohschnitt fertig. Diesen sendeten wir der Cheftrainerin zur inhaltlichen Kontrolle. Nach ihrem ausschliesslich positivem Feedback, setzten wir uns ans Colorgrading und die Audio Post Production.
Zum Schluss finalisierten wir unsern Film mit Infos zum Schnuppertraining. Somit war das Imagevideo fertig und bereit um auf den Sozialen Netzwerken hochgeladen zu werden.




Endresultat
(mmi)
Durch dieses Projekt erlebten wir alle Phasen und lernten erstmals auch alle Teilbereiche einer Videoproduktion kennen. Im Modul AVE kamen wir zwei das erste Mal überhaupt in Kontakt mit der filmischen Gestaltung. Wir konnten uns beide für das Produzieren von Beiträgen begeistern und wollten deshalb, anders als in AVE, zu zweit alle Bereiche selbst ausprobieren. Dafür, dass unsere Kenntnisse beschränkt waren, sind wir mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Da es nicht nur ein Projekt zum ausprobieren war, sondern abgesehen von Digezz auch auf anderen Kanälen publiziert wurde, standen wir etwas unter Druck, dass es auch gut werden musste. Dennoch machte die ganze Produktion Spass und war sehr lehrreich.
Ursprünglich hatten wir geplant, das Video – zur persönlichen Herausforderung – in sLog3 zu filmen. Bei der Vorbereitung für den Dreh, mussten wir aber feststellen, dass dies für ein erstes selbständiges Projekt zu riskant gewesen wäre. Deshalb entschieden wir uns dazu, den sLog-Modus in einem zukünftigen Projekt auszuprobieren.
Herausforderungen und Learnings:
- In der Turnhalle gab es nur eine grosse Fensterfront, durch welches natürliches Licht hereinschien. Deshalb mussten wir uns auf bestimmte Aufnahmewinkel beschränken.
- Die Wand in der Halle bestand aus dünnen vertikal befestigten Holzlatten, wodurch der Hintergrund sehr unruhig wurde. In manchen Aufnahmen war der Hintergrund so strak störend, dass wir diese nicht benutzen konnten. Deshalb würden wir beim nächsten Mal mehr vor der grauen Trennwand filmen oder in einer anderen Halle.
- Durch das Benutzen des AFs entstanden ungewollte Unschärfen in manchen Videos, welches wir erst auf dem grossen Bildschirm bemerkten. Die Ursache dafür waren unter anderm die vielen Kinder in der Halle sowie die sehr dominante Holzwand. Falls mehr Zeit vorhanden gewesen wäre, hätten wir den manuellen Fokus benutzen können. Durch die beschränkte Zeit war es uns aber nicht möglich den Fokus selbst einzustellen.
- Die Interviewfragen waren für die kleineren Mädchen (ca. 10 Jahre alt) etwas schwierig zu beantworten, weshalb wir dann kurzfristig die Fragen etwas einfacher stellen mussten. Ein anderes Mal würden wir deshalb die Fragen auf verschiedene Alterskategorien abstimmen.