Im Morgenlicht am See
In den frühen Morgenstunden am Dittligsee nahe Thun habe ich ein Paar begleitet und versucht, Nähe so festzuhalten, wie sie sich anfühlt: leicht, warm und unaufgeregt – getragen vom ersten Licht des Tages und einer Bildsprache, die Raum für Emotionen lässt. Die Fotos wurden zwar zuerst nur als Fotomaterial an sich intentioniert, sie wurden aber spontan danach auch auf den Hochzeitseinladungen abgebildet.

































Vorgehen
Zuerst wurde ein Moodboard erstellt um die Farben und Posen etwas zu planen, die gewollt waren. Nach längerem Suchen hatten wir die gewünschte natürliche Location gefunden – der Dittligsee ob Thun. Eine Rekognoszierung schaffte Klarheit über den Look der Fotos und des Hintergrunds.

Nachher wurde ein Moodboard erstellt, um gute und natürliche Posen zu suchen und noch genauer zu definieren.

Da das Paar vorhat, im Mai zu heiraten, konnten die Fotos spontan für die Karte ebenfalls verwendet werden, was mich sehr gefreut hat. Die fertige Einladung sah danach so aus

Entstanden sind ca. 250 Fotos, aufgrund der Seitenbeschränkungen sind sie jedoch nur in einer kleinen Anzahl und stark komprimiert vorhanden.
(vha)
Gut gelungen
Die Bildserie funktioniert vor allem durch die warme Stimmung und das weiche Morgenlicht sehr gut. Die ruhige Umgebung am See und die natürlichen Farben unterstützen den verträumten, romantischen Look. Besonders gelungen ist, dass Nähe nicht über klare Posen, sondern über kleine Gesten, Körperhaltung und Details gezeigt wird. Dadurch wirken die Bilder ehrlich und unaufgeregt.
Auch die Verwendung der Fotos als Hochzeitskarte passt gut. Bild, Stimmung und Typografie greifen ineinander und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Die Reduktion auf wenige Elemente lässt den Bildern genug Raum und unterstreicht den persönlichen Charakter.
Verbesserungswürdig
Durch den starken Fokus auf eine weiche und „dreamy“ Bildsprache fehlt es in einzelnen Bildern etwas an Kontrast. Gerade für den Druck hätte eine klarere Trennung von hellen und dunklen Bereichen die Wirkung noch verbessern können.
Ausserdem wurde der spätere Einsatz als Hochzeitskarte beim Fotografieren noch nicht immer konsequent mitgedacht. Mehr Bildvarianten mit bewusst freigelassenem Platz für Text oder unterschiedliche Bildformate hätten die Gestaltung im Nachhinein erleichtert.
Insgesamt bin ich sehr zufriedenn und das Projekt hat mir wieder gezeigt, wie schön es ist, gut vorbereitet an Shootings zu gehen. Dies hat mir sehr viel Spielraum und zielgerichtete Arbeit ermöglicht.