IG&ÄR rockstar_hot – Musikvideo
Für das Debüt-Video von «IG&ÄR» habe ich die visuelle Umsetzung realisiert – ein Projekt, das aus dem Moment entstand, getragen von Intuition und der Freude am Ausprobieren.
Das Projekt umfasste die Konzeption, Produktion und Postproduktion eines Musikvideos für zwei befreundete Musiker. Das Musikvideo dient zur Promotion der ersten Single, die von Teil ihrer ersten EP sein wird. Somit dient dieses Video auch dazu, die folgenden Werke der beiden zu promoten.
Das Video orientierte sich visuell und atmosphärisch an der Ästhetik des aktuellen UK-Undergrounds. Entsprechend ist die Bildsprache schnell und direkt, das Video lebt von harten Kontrasten, klaren Schatten, reduzierter Lichtsetzung. Zudem prägt der DIY-Charakter den visuellen Stil. Damit wirkt das Video authentisch und hebt sich von kommerziell produzierten Musikvideos ab. Das Musikvideo soll keine lineare Story erzählen, sondern ein Gefühl erzeugen und die Energie, den Rhythmus und die Atmosphäre des Songs in Bilder übersetzen.
Die gesamte kreative und technische Umsetzung lag in meinen Händen – von der Konzeption, über den Dreh bis hin zu Schnitt, Farbkorrektur und den Promo-Clips für Social Media. Beim Dreh selbst hatte ich tatkräftige Unterstützung von einem weiteren Freund, der bei Kamera und Licht mit anpackte, zudem half mir ein Dozierender bei der Auswahl der Lichttechnik aus der HKB-Ausleihe.
Didier und Vincent waren von Anfang an dabei – nicht nur als Auftraggeber, sondern als Mitgestalter. In zwei gemeinsamen Treffen legten wir die visuelle Ausrichtung, die Locations und die Atmosphäre des Videos fest. Danach blieben wir über WhatsApp in regelmässigem Austausch, vor allem nach dem Rohschnitt und kurz vor der Veröffentlichung. Das Projekt war aber vor allem eines: eine Menge Spass. Es entstand, weil wir grosse Freude daran hatten unsere unterschiedlichen Fähigkeiten zu kombinieren und ein gemeinsames Projekt umzusetzen.
Das fertige Musikvideo ist auf YouTube zu sehen, die Promo-Clips auf Instagram. Das Projekt ist zudem auf Digezz dokumentiert.

Link zur Instagram-Promo:
(mbi)
Die Tatsache, dass ich das Projekt bereits in den Semesterferien anging, hat sich gelohnt. Mitte Februar mit der Produktion zu starten, gab uns genug Puffer, um die Deadline am 13. März entspannt anzugehen. Die zwei Treffen mit Didier und Vincent zu Beginn haben viel dazu beigetragen: Wir wussten früh, wo wir hinwollen, und konnten danach einfach loslegen.
Der Drehtag selbst hat richtig Spass gemacht. Weil wir uns alle gut kennen, war die Stimmung locker – und genau das hat dazu geführt, dass spontan Ideen entstanden, die das Video am Ende besser gemacht haben als geplant.
In der Postproduktion habe ich mich so richtig ausgetobt. Ich hatte freie Hand und hab die Gelegenheit genutzt, Adobe Premiere Pro nochmal auf einem ganz anderen Level kennenzulernen. Funktionen, die ich vorher kaum benutzt hatte, wurden plötzlich zu meinen liebsten Werkzeugen und mein Gespür für Schnitt und Farbe ist dabei gewachsen. Dieselbe Freude hatte ich auch bei der Gestaltung der Instagram-Posts und des YouTube-Thumbnails – auch hier durfte ich einfach machen, was ich wollte, und hab das sehr genossen.
Die freie Hand war ein Geschenk, aber auch eine Herausforderung. Da ich kein fixes Konzept hatte, entstand das Video sehr intuitiv: Ich wollte für möglichst jede Sekunde etwas Eigenes, etwas Neues überlegen, was die Gestaltung aufwändig machte. Ohne klaren Plan kam ich phasenweise nur langsam voran. Was dabei aber entstanden ist, fühlt sich dafür umso echter an – weniger konstruiert, mehr gespürt.
Am Ende ist ein Video entstanden, das genau das rüberbringt, was wir wollten: die Energie des Songs, visuell übersetzt. Ich bin stolz auf das Ergebnis – aber mindestens genauso froh über den Weg dorthin. Es war ein Projekt, das sich von Anfang bis Ende richtig angefühlt hat.