High Pace Tennis
Wie lässt sich ein gewöhnliches Tennismatch durch rasante Schnitte und Dynamik in ein packendes Erlebnis verwandeln? Genau dieser Frage widmete sich mein Projekt zum Thema Tennis. Im Zentrum stand nicht das Match an sich, sondern das Tempo und die Energie des Sports, um ein packendes Erlebnis für die Zuschauenden zu schaffen.
Experimenteller Zugang: Geschwindigkeit im Fokus
Der Entstehungsprozess war experimentell geprägt. Ziel war es, das ich das rasante Tempo der Ballwechsel und die Bewegungsabläufe präzise einfangen konnte. Verschiedene Optionen, und spezielle Kameraeinstellungen wurden getestet und angepasst, immer mit dem Fokus darauf wie Perspektiven die Wahrnehmung des Spiels verändern. Besonders intensiv stellte ich schnelle Schnitte in den Fokus und dann die ruhigeren Teile des Videos dazu im Kontrast.

Cinematische Inszenierung eines Matches
Ich stellte kein klassisches Match dar und war dadurch auch nicht an einen Score oder eine inhaltliche/sportliche Erzählung gebunden. Während des Drehs entstand ein kreativer Flow: Neue Ideen zur Kameraführung entwickelten sich direkt auf dem Platz und führten zu zusätzlichen Einstellungen, die ursprünglich nicht im Storyboard vorgesehen waren.
Projektphasen
Planung & Ideefindung – Konzepte entwickeln, überlegen, wie meine Kameraführung, die Spielerbewegung und die Schnitte wirken könnten.
Vorbereitung & Testdreh – Kamerapositionen ausprobieren, erste Tests um für den High-Pace-Look bereit zu sein.
Dreh – Jede Aufnahme erforderte Konzentration, schnelle Reaktionen auf die unvorhersehbaren Momente und eine ständige Bewegung, um optimale Perspektiven zu erzielen.
Kreative Ideen am Set – Ich versuchte neue Winkel und Ideen, direkt auf dem Court umsetzen
Postproduktion – Schneller Schnitt und ein treibendes Musikdesign: Dank des dynamisch gedrehten Materials konnte sich hier die Wirkung entfalten. Den richtigen Soundtrack auf der Plattform Freesound.com zu finden, war eine Herausforderung.
Rückblick auf den Entstehungsprozess
In meinem Projekt ging es mir primär darum, die Geschwindigkeit und Energie eines Tennismatches cinematisch einzufangen. Das Ziel war es, durch den Einsatz verschiedener Kameras (Sony A7III, Drohne, GoPro) das Spielfeld aus unkonventionellen Winkeln zu zeigen und ein intensives Video zu erstellen. Der Arbeitsprozess war auf Dynamik und schnelle Perspektivenwechsel fokussiert.
Was gut gelaufen ist
- Visuelle Dynamik:Die Kombination der verschiedenen Kameras hat dem Video genau das High-Pace-Gefühl verliehen, das ich mir vorgestellt hatte. Die Action wirkt schnell und unmittelbar.
- Kreative Spontanität:Während des Drehs entstanden viele gute Ideen spontan auf dem Platz – wie etwa die Befestigung der GoPro direkt am Tennisschläger, was dem Video einen immersiven Look gab.
Herausforderungen im Detail
- Farbe (insb. des Sandes): Eine Schwierigkeit war die unterschiedliche Farbwiedergabe der Sensoren. Der rote Sand sah auf der Drohne, der GoPro am Schläger und der Sony A7III jeweils anders aus. Ich habe mich im Color Grading bewusst dagegen entschieden, alles zu sehr künstlich anzugleichen. Ein starker Eingriff hätte für mich die Originalität und den authentischen Look der jeweiligen Kameras zerstört.
- Visuelle Abwechslung: Ein Tennismatch besteht natürlich aus sich wiederholenden Bewegungsabläufen (Aufschlag, Vorhand, Rückhand). Es war eine Herausforderung, das Video so zu schneiden und zu filmen, dass es nicht repetitiv wirkt und die Spannung über die gesamte Dauer bestehen bleibt. Mit der GoPro hatte ich hier eine gute Möglichkeit um Abwechslung reinzubringen. Diese dafür hat eine weniger gute Qualität, aufgrund des Alters.
- Musikwahl (Royalty-Free): Da die Wirkung des Videos stark vom Rhythmus abhängt, war die Suche nach dem passenden Soundtrack aufwendig. Es war schwierig, einen lizenzfreien Song zu finden, der diesen «epischen Vibe» transportiert, aber gleichzeitig eine gute Dynamik mit schnelleren und entspannteren Teilen zu finden. Zum Schluss wurde ich auf Freesound.com fündig.