Heimat erzählen und gestalten
Meine Bachelorarbeit widmet sich der Frage, wie «Heimat» im Schweizer Dokumentar- und Essayfilm konstruiert wird.
Thesis
In meiner Thesis schaue ich mir an, wie Schweizer Dokumentar- und Essayfilme Heimat filmisch zeigen und wo sich die beiden Formen in Erzählweise, Bildsprache und filmischer Haltung unterscheiden. Dafür habe ich je zwei Dokumentarfilme (Zum Beispiel Suberg, Für immer Sonntag) und Essayfilme (Nemesis, Vaters Garten) analysiert. Mit einem selbst entwickelten Analyseraster, das auf vier verschiedenen Filmtheorien aufbaut, habe ich acht Szenen genauer untersucht.
Die Ergebnisse zeigen: Der Dokumentarfilm konstruiert Heimat vorrangig als etwas, das durch sichtbares, körperlich vollzogenes und weitgehend unmarkiert erzähltes Handeln der Protagonist:innen in der Gegenwart hergestellt oder gefährdet wird. Der Essayfilm dagegen nähert sich Heimat über eine subjektive, reflexive Haltung: Er macht die eigene Autorschaft, etwa durch eine vom Bild entkoppelte, komponierte Off-Stimme, bewusst sichtbar und stellt Heimat so als brüchiges Konstrukt dar.
Beide Filmgattungen stellen Heimat kritisch infrage, aber auf unterschiedliche Weise: Der Dokumentarfilm über das, was die Protagonist:innen erleben, der Essayfilm über die sichtbare Haltung der Filmemacher:innen selbst. Da ich mich bewusst auf nur vier Filme beschränkt habe, hängen diese Ergebnisse aber stark von der gewählten Filmauswahl ab und lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern.
Lehrprojekt
Mein Lehrprojekt ist ein Film über die Herstellung der Nidwaldner Sonntagstracht. Im Zentrum stehen die Handwerke sowie vor allem die persönliche Bedeutung der Tracht für die Beteiligten und Fragen nach Heimat, Identität und der Rolle von Traditionen in der heutigen Zeit. Verwoben mit der Geschichte meiner Grossmutter, ergänze ich dies durch eine subjektive Reflexion.
Da das Lehrprojekt noch nicht veröffentlicht wurde, ist die Arbeit derzeit nicht einsehbar.






















