Fotoserie Budapest
Für dieses Fotoprojekt nutzte ich erstmals meine eigene Kamera auf einem Kurztrip nach Budapest. Das Ziel war es, die besondere Stimmung der Stadt einzufangen und gleichzeitig erste praktische Erfahrungen mit meiner neuen Ausrüstung zu sammeln. Entstanden ist eine Bildserie mit Eindrücken aus dem nächtlichen und täglichen Stadtleben der ungarischen Hauptstadt.
Die Faszination für Fotografie begleitet mich schon eine sehr lange Zeit. Leider hatte ich bis anhin nie eine professionelle Kamera, welche mir selbst gehörte. Von daher blieb der Erfolg, Fotografie richtig zu lernen, auch immer ein wenig auf der Strecke.
Kurz vor Beginn des Semesters habe ich mich dann dazu entschieden, meine erste eigene Kamera für Film- und Videoprojekte zu kaufen (Sony A7 IV mit einem Kameraobjektiv: FE 28–70 mm F3,5–5,6 OSS).
Da ich kurz nach Semesterbeginn einen kleinen Kurztrip nach Budapest mit Freunden geplant hatte, bot es sich gut an, die Kamera fürs Fotografieren zu testen, und ich dachte mir, dass ich diese Gelegenheit auch direkt gut nutzen könnte, um ein kleines Fotoprojekt zu machen, bei dem ich die Stimmung der Stadt einfangen könnte.
Tag 1
Am ersten Abend bin ich so ziemlich durch die ganze Stadt gelaufen und habe eine Menge Bilder aufgenommen. Durch den Nebel am Horizont und die warmen Lichter, welche die Stadt umgaben, war es mir ein Leichtes, eine Menge schöner Bilder aufzunehmen, welche auch einen schönen Warm-Kalt-Kontrast darstellten.









Tag 2
Am zweiten Tag lag der Fokus dann eher auf dem Anschauen von verschiedenen Sehenswürdigkeiten und der Stadt im Tageslicht. Die Räume mit den vielen Goldverzierungen wurden im Ungarischen Parlamentsgebäude aufgenommen.












Nach den zwei Tagen hatte ich dann eine beträchtliche Anzahl Fotos aufgenommen. In einem nächsten Schritt ging es nun darum, eine selektive Anzahl Bilder auszuwählen, welche mir besonders gut gefielen.
Danach war es Zeit, mit der Nachbearbeitung zu beginnen. Ich entschied mich hierbei für Lightroom, da es einen sehr hohen Spielraum bietet, die Fotos farblich zu korrigieren. Da es zwei sehr neblige Tage waren, musste ich teilweise auch mit Masken arbeiten, um Hintergründe mehr hervorzuheben, oder teilweise verwendete ich diese auch für die Lichtgebung. Ich versuchte, die Masken möglichst so zu verwenden, dass die Fotos, auch wenn künstlich nachbearbeitet, immer noch sehr authentisch wirkten.


In einem letzten Schritt habe ich die Fotos öffentlich zugänglich in einem Google Drive Ordner hochgeladen. Ihr könnt die gesamte Bilder Auswahl unter folgendem Link einsehen:
-> https://drive.google.com/drive/folders/1gVAokSPaXl0y73TutQDeMvPmlEcbZSiB?usp=sharing
In einem nächsten Schritt sollen dann die Fotos auf meiner Portfolio Website dargestellt werden.
(mmi)
Fotografie
Das Fotografieren hat viel Spass gemacht, vielleicht auch so viel, dass ich lieber direkt darauf losfotografieren wollte, als mich noch lange mit Voreinstellungen zu beschäftigen. Mir war es wichtig, im manuellen Modus zu üben, um mich etwas mehr an das Zusammenspiel zwischen ISO, Verschlusszeit und Blende zu gewöhnen.
Dabei musste ich jedoch feststellen, dass ich im Nachbearbeitungsprozess viele der Bilder deutlich aufhellen musste, da vor allem die Nachtaufnahmen oft einen sehr dunklen Charakter hatten. Rückblickend hätte ich während der Aufnahme vermutlich häufiger die Belichtung kontrollieren sollen.
Ich merke, dass ich dem Spielraum zwischen «zu dunkel» und «zu hell» noch etwas genauer nachgehen muss. Wahrscheinlich wäre die Orientierung an einem Histogramm sehr hilfreich gewesen. Auch die Anschaffung eines ND-Filters oder ähnlicher Hilfsmittel könnte zukünftig für mehr Kontrolle während der Aufnahme sorgen.
Nachbearbeitung
Die Nachbearbeitung ist der Bereich, der mir bis anhin immer am meisten Freude bereitet hat. Mein Kompetenzbereich liegt jedoch eher bei Photoshop.
Dennoch konnte ich in diesem Semester einiges in Lightroom lernen, beispielsweise den effektiven Einsatz von Masken oder die Verwendung des Gaußschen Weichzeichners. Eine Schwierigkeit bestand jedoch darin, den Nebel möglichst non-destruktiv aus den Bildern zu entfernen. Dabei musste ich lernen, dass dies nur bedingt funktioniert, da ab einem gewissen Punkt sichtbare Streifen im Himmel entstehen können, welche die Bildqualität beeinträchtigen.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass gewisse Einschränkungen bei der Aufnahme nur begrenzt in der Nachbearbeitung korrigiert werden können und dass eine saubere Ausgangsaufnahme weiterhin eine wichtige Grundlage bildet.
Zusammengefasst
Dieses Projekt war sehr bereichernd, da ich mich in einem Bereich ausprobieren konnte, in dem ich bisher noch nicht sonderlich viel Erfahrung besitze. Budapest war dafür ein dankbares Motiv, da die Stadt über eine beeindruckende Architektur und viele fotogene Orte verfügt.
Besonders mitgenommen habe ich die Erkenntnis, dass Belichtung und Bildkontrolle bereits während der Aufnahme eine grosse Rolle spielen und nicht vollständig durch die Nachbearbeitung ausgeglichen werden können. Gleichzeitig konnte ich meine Kenntnisse in Lightroom erweitern und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit meiner ersten eigenen Kamera sammeln.