Der Konflikt zwischen Menschheit und Natur

Die meisten westlichen Filme zeichnen sich durch eine starke Trennung von der Darstellung zwischen Menschheit und Natur aus. Der Mensch wird als aktives und handelndes Subjekt dargestellt, während die Natur einfach nur da ist und in der Regel ohne Willen existiert. Die Werke des japanischen Regisseur Hayao Miyazaki unterscheiden sich davon.

Diese Bachelorthesis beschäftigt sich mit folgender Forschungsfrage: Auf welche Weise stellt Miyazaki in seinem Film Prinzessin Mononoke die Beziehung zwischen Menschheit und Natur dar?

Durch eine Literaturrecherche, sowie Filmanalyse wird diese Frage beantwortet. Die Filmanalyse gliedert sich in zwei Hauptteile. In der Mikro-Analyse werden die einzelnen Elemente eines Filmes gezielt untersucht. In dieser Arbeit lag der Schwerpunkt auf dem Teil der Inszenierung von ausgewählten Szenen. Die Makroanalyse analysiert die Struktur, Erzählweise und Zeitgestaltung des ganzen Filmes.

Miyazaki hat drei Interessengruppen geschaffen, von denen zwei in direktem Konflikt stehen. Jede dieser Seiten wird durch ein menschliches Subjekt repräsentiert. So ist es möglich, die verschiedenen Perspektiven und Standpunkte zu vermitteln. Die Gefühle und Gedankengänge werden durch den gezielten Einsatz von Gestaltungselementen sowie detaillierten und ausdrucksstarken Bildern dem Publikum nähergebracht.

Als Perspektive für die weitere Forschung zu diesem Thema wäre es interessant, die Wirkung verschiedener veränderter Elemente im Film zu beobachten. Wie würde der Film dann wahrgenommen werden? Welchen Unterschied würde das machen?

Miyazakis Gestaltung, sowie Erzählungen haben das Potenzial, die Offenheit und das Denkvermögen der Menschen anzuregen. Dies motivierte auch das Lehrprojekt: «Humankind as Part of Nature». Dabei handelt es sich um ein Animationsvideo, welches die Problematik zwischen der Menschheit und Natur aus einer anderen Perspektive aufgezeigt. Dies soll die Thematik für andere Menschen greifbar und verständlich zu machen.