Coffee-Bike Werbefilm

Nicole Amstutz betreibt seit einigen Jahren ein Coffee-Bike in Biel/Bienne und hat sich als Franchisenehmerin des mobilen Kaffeeunternehmens Coffee-Bike GmbH selbstständig gemacht. Mit dem Ziel «bielerisch» und auf erzählerischer Weise Werbung für ihr Coffee-Bike zu machen, entstand ein Werbefilm für Instagram, Facebook und weitere mögliche Plattformen.

Die Idee

Gute Werbung ist für mich, wenn sich diese nicht unbedingt nach Werbung anfühlt, sondern eine Geschichte erzählt. Dafür bot sich das Coffee-Bike von Nicole perfekt an. Es ist mit dem Standort Biel ein lokales Geschäft und sehr charmant. Da Nicole Amstutz die Mutter meines Freundes ist, entstand die erste Anfrage für das Interesse an diesem Projekt über ihn. Meine Vision war es, das Menschliche und Nahbare am Coffee-Bike in einen Film zu verpacken und bewusst nicht in das Zentrum zu setzen, wie gut der Kaffee ist. Dies fand nach einem ersten Austausch mit Nicole Anklang.

Guidelines

Nicole überliess mir von Anfang bis Schluss kreative Freiheit. Vom Exposé, über die Umsetzung bis hin zum finalen Endprodukt blieben wir in regelmässigem Austausch.

Preproduction

Bevor ich mit dem Brainstorming richtig starten konnte, fragte ich bei Nicole die nötigen Hintergrundinformationen über ihr sie und ihr Coffee-Bike ab. Wann sie wo mit dem Coffee-Bike in Biel steht, und dass sie zudem auch für Events zur Verfügung steht. Somit war eine faktische Grundlage gegeben und die Muss-Inhalte definiert. Wichtig war auch das jegliche Menschen aus Biel und Umgebung Kund:innen ihres Bikes sein können. Dies beinhaltet auch den Faktor das die Hälfte der Bieler Bevölkerung Französisch spricht und das plante ich zusätzlich in der Off-Stimme aufzugreifen. Mit diesen Stichpunkten erweiterte ich mein Brainstorming und daraus einen groben Ablauf des Films. Zusätzlich gestaltete ich ein Moodboard, um den Stil des Filmes zu etablieren. Dieses, ein vollständiges Drehbuch und ein Storyboard lies ich Nicole zu kommen und erhielt positives Feedback dafür. Da sich aus dem Drehbuch drei Locations herauskristallisierten, definierte ich mit Nicole drei Drehtage. Daraus habe ich für jeden Drehtag einen Zeitplan gemacht.

Production

Am Bielersee

Jeden Sonntag ist Nicole mit ihrem Coffee-Bike am See, dafür plante ich einige Impressionsshots. Einen morgen lang habe ich spontane Kund:innen, Nicole und den See filmisch festgehalten.

Biel, Zentralplatz

Der zweite und längste Drehtag fand auf dem Zentralplatz statt. Dort ist Nicole normalerweise unter der Woche und verkauft ihren Kaffee und weitere Getränke. Um die Diversität des Angebots und der Menschen darzustellen, organisierte ich im voraus drei Statist:innen, welche unterschiedliche Motivationen, wie auch Bestellungen vor der Kamera repräsentieren sollten. Sie kamen zu unterschiedlichen Tageszeiten, um auch filmisch erkennbar zu machen, wie so ein typischer Tag von Nicole abläuft. Wenn ich gerade keine der Statist:innen gefilmt habe, machte ich B-Roll Aufnahmen und die Intro-Aufnahmen.

Nidau, Event

Nicole und ihr Coffee-Bike kann man auch für Events buchen, weshalb ich am dritten und letzten Drehtag einige Impressionen von einem solchen einfing. Ich filmte einen Abend lang Nicole an einem Event am Bielersee von Nicks Wellenfieber.

Postproduction

Den Schnitt habe ich in Adobe Premiere Pro umgesetzt. Aufgrund meines klaren Drehbuchs kam es visuell nur zu einzelnen Abweichungen. Für die Off-Stimme ging ich mit meiner Schwester einen Morgen lang ins Studio und liess sie den geplanten Text einsprechen. Damit konnte ich vom Rohschnitt weiter in den feineren und finalen Schnitt übergehen. Die klassische Musik im Hintergrund zu Beginn des Videos soll die charmante Seite Biels unterstreichen. Im Hauptteil und restlichen Film wird mit energetischer Musik das Coffee-Bike in das Zentrum gesetzt. Das eher gelbliche und helle Color Grading soll eine gewisse Wärme symbolisieren.

Publikation

Nachdem die Erstversion des Films fertig war, liess ich diese Nicole zukommen und holte ihr Feedback ein. Daraufhin nahm ich vereinzelte Änderungen vor. Mit der Zweitversion war Nicole sehr zufrieden. Wir vereinbarten das Posting und führten dieses auf Instagram und Facebook durch.

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(phh)

Die grösste Schwierigkeit, aber auch eine grosse Freiheit, war es, das Projekt von der Planung bis zum Endprodukt selbst umzusetzen. Ich konnte meine schon früh klare Vision mit der Unterstützung von Nicole umsetzen und hatte viel Freiheit, was die Terminfindung für die Drehtage anging. Wenn es jedoch um den Transport und das Handling des Equipments geht, wäre ab und an Unterstützung durch eine weitere Person sicherlich hilfreich gewesen. Da ich allein gefilmt habe, musste ich mein Set-Up so praktisch wie möglich halten, ohne zu stark in der Qualität einzubüssen. Jedoch würde ich für den gesprochenen Ton vor Ort durch die Statist:innen ein nächstes Mal doch auf einfache Lavaliermikrofone zurückzugreifen und nicht nur auf ein Shotgun-Mikrofon.