BANANAS! – Vorarbeit für ein Stop-Motion-Projekt
Was passiert mit der Banane, die seit über einer Woche in deinem Früchtekorb liegt? Das findest du in unserem Stop-Motion-Short heraus.
Stop-Motion-Filme begeistern uns schon seit jeher. Das Format ist aufwendig, extrem expressiv und irgendwie einzigartig – nicht ganz Realfilm, aber auch nicht ganz Animation. Als wir dann zum ersten Mal das ikonische Video «Pingu’s The Thing aka The Thingu» sahen, war klar: Als Horror- und Comedy-Fans müssen wir so etwas selbst ausprobieren. So entstand die Idee zu BANANAS!
Das Konzept ist simpel: Eine Banane liegt im Früchtekorb, wird mit der Zeit verbittert und verwandelt sich schliesslich in einen Zombie. Dazu passte der Titel perfekt, denn die Story ist bereits bananas, und es geht ja schliesslich um eine Banane. Unser Konzeptionsprozess begann schon im August, und die Geschichte wurde mehrmals angepasst – sogar noch während des Drehs, vor allem aus Zeitgründen.
Für den Dreh entschieden wir uns für einen Greenscreen, damit wir den Hintergrund später selbst in Procreate zeichnen können. Diesen bauten wir selbst, indem wir eine Zügelbox mit grünem Papier auskleideten. Der Drehtag war ziemlich stressig, da wir einige Figuren noch fertigstellen mussten, bevor wir direkt mit dem Fotografieren beginnen konnten, solange das Material noch beweglich und nicht zu hart war.
Die Fruchtfiguren bestanden aus einer Grundstruktur aus Alufolie, die mit Malerklebeband überzogen wurde. Für die Monsterbanane verwendeten wir zusätzlich Draht, um mehr Beweglichkeit zu ermöglichen. Die Hand der Konsumentin war eine hölzerne Modellhand, die wir anmalten. Die Nägel bauten wir aus Karton und Knete, und befestigten die Hand auf einem Holzlöffel, welchen wir anschliessend auf ein Stativ klebten. Eine Socke darüber simulierte schliesslich den Ärmel eines Pullovers.





Für den eigentlichen Dreh stand die Kamera auf einem Stativ, und wir arbeiteten mit einem grossen und einem kleinen Licht. Jasmin bewegte die Figuren, während Hanna die Kamera bediente. Es war deutlich schwieriger als gedacht, alle Positionen konstant zu halten, aber wir hatten dabei auch sehr viel Spass.


In der Postproduktion fügten wir das Material in Premiere zusammen, passten die Geschwindigkeit an, entfernten störende Frames und verlängerten die Nachtsequenzen leicht. Anschliessend wählten wir passende Musik und erstellten ein grobes Sounddesign. So entstand unser erster finaler Grobschnitt.
In der nächsten Phase werden wir die einzelnen Frames in Photoshop freistellen (Greenscreen entfernen), die Hintergründe zeichnen und den Schnitt weiter verfeinern. Es liegt noch einiges vor uns – aber das Schwierigste haben wir bereits geschafft.
(abb)
Die grösste Herausforderung bei BANANAS! lag im Umgang mit sich bewegenden Elementen. Sowohl die Früchteschale als auch die Kamera haben sich zwischen einzelnen Frames leicht verschoben, was im fertigen Film stellenweise zu einem stockenden oder unruhigen Eindruck führt. Gerade bei Stop-Motion, wo jede kleinste Veränderung sichtbar wird, hätten wir hier präziser arbeiten müssen.
Ein weiteres Problem war der sehr enge Zeitrahmen. Ein einzelner Drehtag erwies sich als knapp, besonders wenn man bedenkt, dass die Figuren mit der Zeit verhärten und dadurch immer schwieriger zu bewegen werden. Das zwang uns teilweise dazu, schneller zu arbeiten, als ideal gewesen wäre, was sich ebenfalls auf die Qualität der Bewegungen ausgewirkt hat.
Trotz dieser Schwächen sind wir insgesamt stolz auf das Ergebnis. Für unser erstes Stop-Motion-Projekt ist BANANAS! gut gelungen, und wir konnten enorm viel über Planung, Material und den Umgang mit diesem aufwendigen Format lernen.