ARABICA


Dieses Projekt ist ein fiktives Branding-Konzept für ein zeitgenössisches libanesisches Café- und Restaurantkonzept mit Sitz in Zürich. ARABICA ist stark autobiografisch geprägt und basiert auf meiner eigenen Herkunft, meinen Erinnerungen und meiner persönlichen Beziehung zur libanesischen Esskultur.


Ich bin im Libanon verwurzelt und habe als Kind viele Sommer dort verbracht. Diese Zeit war geprägt von langen Tagen mit meiner Familie, gemeinsamem Kochen, grossen Tischen, Gesprächen bis spät in die Nacht und einer tief verankerten Kultur des Zusammenkommens. Essen war dabei nie nur Nahrung, sondern immer ein sozialer und emotionaler Moment. Diese Erfahrung bildet das Fundament des Konzepts.


Eine besonders grosse Rolle spielt mein Vater. Seine Leidenschaft fürs Kochen hat mich von klein auf begleitet und stark beeinflusst. Viele meiner Erinnerungen an den Libanon sind untrennbar mit Gerüchen, Gewürzen und gemeinsamen Mahlzeiten verbunden. Die Idee, eines Tages gemeinsam mit ihm ein Café oder Restaurant zu eröffnen, war ein zentraler Antrieb für dieses Projekt. Entsprechend wurde das gesamte Branding eng mit ihm abgestimmt. Von der visuellen Sprache bis zur konzeptuellen Ausrichtung.

Das sind die Brand Guidelines für «ARABICA»:


Der Granatapfel zieht sich als wiederkehrendes Element durch das gesamte Branding. Er ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der libanesischen Küche – etwa in Form von Granatapfelsaft oder -melasse – sondern hat auch eine sehr persönliche Bedeutung. Der Granatapfel ist sowohl die Lieblingsfrucht meines Vaters als auch meine eigene.


Gestalterisch war es mir wichtig, eine Balance zwischen Tradition und Moderne zu finden. ARABICA soll nicht nostalgisch oder folkloristisch wirken, sondern zeitgemäss, urban und designorientiert. Das Branding übersetzt klassische libanesische Elemente in eine reduzierte, moderne Formsprache, die sich an ein kultur- und designaffines Publikum richtet.

(vha)

Die Namensfindung stellte sich als besonders herausfordernd heraus. Der Prozess dauerte lange und ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Der Name ARABICA dient aktuell als Arbeitstitel und wird möglicherweise weiterentwickelt oder angepasst. Dieser offene Prozess spiegelt auch meinen eigenen Anspruch wider, nichts vorschnell festzulegen, sondern ein stimmiges Gesamtbild entstehen zu lassen.

Eine weitere Herausforderung war die Entscheidung für eine klare Farbwelt und ein konsistentes visuelles System. Aufgrund meiner breiten Interessen und der Vielzahl an ästhetischen Referenzen fiel es mir schwer, mich zu fokussieren und zu reduzieren. Gerade dieser Prozess des Loslassens und Priorisierens war jedoch eine der wertvollsten Erfahrungen innerhalb des Projekts.

Trotz dieser Herausforderungen war das Projekt für mich eine sehr positive und lehrreiche Erfahrung. Die Arbeit an einem so persönlichen Thema hat mir nicht nur gestalterisch, sondern auch emotional viel gegeben und mir gezeigt, wie stark Design als Mittel des Storytellings funktionieren kann.