Analoge Uhren in einer digitalen Welt

«Jede Uhr tickt ein wenig anders. Jede Uhr hat einen eigenen Ton. Wenn man in einem Zimmer steht und verschiedene Uhren um sich hat, dann hört man eigentlich immer, welche Uhr wo steht.»

Für das Jungunternehmen Forum durften wir die leidenschaftliche Arbeit von Uhrmacher Mario Scarpatetti porträtieren. Der Finalist hat sich als Uhrmacher mit eigener Uhrenkonstruktion und Restauration in die Selbständigkeit gewagt. Er erfand ein Uhrwerk mit ewigem Kalender und machte damit eine bedeutende Erfindung.

Es ist höchste Zeit, dass dieses Handwerk an Aufmerksamkeit gewinnt.

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Passend zum Thema «analog» packten wir unsere Analogkamera ein und entwickelten im Anschluss die Fotos selber in unserer improvisierten Dunkelkammer aka dem Badezimmer.

Hier noch ein paar «behind the scenes» unserer professionellen Dunkelkammer :).

Wir freuen uns sehr, dass Mario mit seiner Arbeit den diesjährigen Jungunternehmen-Preis gewonnen hat. Denn es zeigt, dass Handwerk in einer digitalen Welt noch immer grosse Bedeutung hat!

Neben dem Video durften wir die offiziellen Fotos der Founders Night 2022 machen.

(mou)

Vorproduktion

Wir freuten uns sehr, als wir das Briefing für das Finalist*innen-Portrait erhielten. Wir hatten auf Anhieb eine Idee, wie wir das Video aufbauen möchten. Schnell war klar, dass wir unbedingt mit einer Probelens filmen möchten. Da es dieses spezielle Makro-Objektiv in der Ausleihe nicht gibt, mussten wir es wo anderst ausleihen. Danach erstellten wir einen Fragenkatalog für das abgesetzte Interview. Zudem recherchierten wir über das Uhrhandwerk im Allgemeinen, da wir beide nur wenig Wissen über diesen Beruf verfügten. Nach mehreren Mails und Telefonaten mit Mario stand dann auch der Drehtermin fest. Hierfür lehnten wir noch weiteres Equipment in der Ausleihe aus.

Produktion

Das ganze Equipment packten wir in den Bus von Rosa und reisten nach Parsonz. Nach einem kurzen Kennenlernen starteten wir direkt mit dem Interview. Rosa stellte die vorbereiteten Fragen und Jannis kümmerte sich um die beiden Kameras und den Ton. Dies war gar nicht so einfach, da es viel Koordination von Jannis erforderte, alles gleichzeitig zu überprüfen. Trotzdem war es die richtige Aufgabenteilung, denn so konnte sich Rosa voll und ganz auf das Interview konzentrieren. Was ebenfalls nicht ganz so einfach war in einem Haus, in dem ungefähr 30 Uhren stehen und die meisten davon alle 15 Minuten klingeln. Diese kleinen Unterbrüche nahmen wir jedoch mit Humor und retrospektiv, würden wir sogar behaupten, dass das Interview ohne eben diese Unterbrüche nicht gleich gut geworden wäre. Denn es lockerte das Ganze enorm auf.

Nach dem Interview machten wir uns an das Filmen der Schnittbilder. Erst filmten wir alle Bilder von Marios Arbeit. Rosa montierte ihre Sony A7iii auf dem Slider und Jannis filmte mit seiner Blackmagic ab Stativ. Wir erstellten bereits im Voraus einen Drehplan und teilten das Filmen so auf, dass Rosa für die halbtotalen bis totalen Aufnahmen und Jannis für die Detailaufnahmen verantwortlich ist. Das war sehr praktisch, da stets klar war, wer was wie filmt.

Als alle Aufnahmen mit Mario im Kasten waren, machten wir uns ans Filmen mit der Probelens. Es war gut, dass wir im Vorhinein recherchierten, auf was man beim Filmen mit diesem Objektiv achten muss. So wussten wir, dass man viel Licht benötigt.

Postproduktion

Hier teilten wir uns die Arbeit so auf, dass Jannis für den Rohschnitt und Rosa für den Feinschnitt zuständig war. Das Sounddesign und Color Grading erarbeiteten wir dann wieder zusammen.

Die Analogfotos entwickelten wir selber und erlernten hierfür extra das nötige Know-How in der Schwarzweiss-Entwicklung. Wir scannten die Negative und bearbeiteten sie anschliessend in Lightroom.

Die Teamarbeit funktionierte hervorragend und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis! 🙂