Video und Foto Woodfrequency Festival
Für ein Studentenfestival namens «Woodfrequency» durften wir die Produktion der Recapvideos übernehmen und das gesamte Festival videographisch begleiten.
Im Rahmen des Woodfrequency Festivals übernahmen wir die filmische und fotografische Dokumentation des dreitägigen Events. Unser Auftrag umfasste die Produktion individueller 30-sekündiger Künstlerporträts, die fotografische Begleitung sämtlicher Acts sowie die Realisierung von zwei Mood-Recap-Videos. Ziel war es, sowohl die einzelnen Künstler und ihre Auftritte als auch die Atmosphäre und den Charakter des Festivals visuell einzufangen. Von der Planung und Umsetzung vor Ort bis hin zur anschliessenden Postproduktion verantworteten wir die gesamte audiovisuelle Umsetzung des Projekts.
Vorgehen
Planung
Der erste Kontakt mit dem Festivalveranstalter entstand über Instagram. Dieser hatte unser vorgängiges Projekt «BeJazz» entdeckt und war von unserer Arbeit überzeugt. Daraufhin schrieb er uns an und engagierte uns für die fotografische und filmische Begleitung des Festivals. Im Vorfeld tauschten wir uns mehrmals mit dem Veranstalter aus, um die Anforderungen und Wünsche an das Projekt zu besprechen. Dabei ging es insbesondere darum, jeden einzelnen Künstler in einem eigenen 30-sekündigen Video festzuhalten, zusätzlich Fotos von jedem Künstler zu erstellen und zwei Mood-Festival-Recap-Videos zu produzieren, welche die Atmosphäre des gesamten Festivals einfangen sollten.
Für die Umsetzung planten wir die benötigte Ausrüstung und die Anreise. Da wir mit dem Zug anreisten, mussten wir unsere gesamte Technik selbst transportieren. Dabei verwendeten wir die Sony a7 III und die Sony a7 III mit Standartobjektiv, zwei Ronin Gimbels und ein Teleobjektiv, ergänzt durch Funkstreckenmikrofone, mehrere zusätzliche Akkus und eine Nikon D3500 als Fotokamera. Vor dem Festival stellten wir sicher, dass die gesamte Ausrüstung für die geplanten Film- und Fotoaufnahmen bereit war.
Shoot
Am ersten Festivaltag trafen wir um 15:00 Uhr vor Ort ein, um unsere Ausrüstung vorzubereiten und die letzten technischen Einstellungen vorzunehmen. Bis zum ersten Act um 19:00 Uhr richteten wir unsere Technik ein und bereiteten uns auf die anstehenden Aufnahmen vor.
Ab dem ersten Auftritt begannen wir mit den Film- und Fotoaufnahmen. Dabei hielten wir jeden Künstler in einem eigenen 30-sekündigen Video fest und fotografierten zusätzlich die jeweiligen Auftritte. Gleichzeitig sammelten wir atmosphärische Aufnahmen des Festivalgeländes, des Publikums und der allgemeinen Stimmung, welche für die beiden Mood-Festival-Recap-Videos vorgesehen waren.
Die Aufnahmen des ersten Tages dauerten bis um 05:00 Uhr am frühen Morgen. Anschliessend sicherten wir das gesamte Bild- und Videomaterial auf unseren Datenträgern.
Am selben Tag waren wir um 13:00 Uhr bereit, um die nächsten Vorbereitungen zu treffen. Zusätzlich unterstützten wir das Festival mit Social-Media-Werbung. Um 15:00 Uhr begann der nächste Act, woraufhin wir erneut mit den Film- und Fotoaufnahmen starteten. Wir begleiteten das Festivalprogramm durchgehend bis zum letzten Act am folgenden Morgen um 11:00 Uhr. Während dieser Zeit legten wir eine Pause von ungefähr zwei Stunden ein.
Nach Abschluss der Aufnahmen sicherten wir erneut sämtliche Daten und verstauten unsere Ausrüstung.
Postproduktion
Nach dem Festival folgten weitere Besprechungen mit dem Veranstalter, um die genauen Vorstellungen bezüglich der Fotos und Videos abzustimmen. Dabei besprachen wir die gewünschte Auswahl und Gestaltung des Materials sowie die Anforderungen an die finalen Produktionen sowie Musikwünsche und gewünschte Datenform.
Für die Postproduktion teilten wir die Aufgaben untereinander auf. Nuria übernahm die Sichtung und Auswahl der Fotos sowie deren Farbkorrektur und Grading. Josias kümmerte sich um die Sichtung und Auswahl des Videomaterials und übernahm den Schnitt der einzelnen 30-sekündigen Künstlerporträts sowie der beiden Mood-Festival-Recap-Videos.
Nach der Auswahl des geeigneten Materials bearbeiteten wir die jeweiligen Produktionen entsprechend ihrer vorgesehenen Verwendung. Dabei wurden die Fotos farblich angepasst und die Videos geschnitten, um die einzelnen Künstler und die Atmosphäre des Festivals filmisch festzuhalten.






(mmi)
Für das Woodfrequency Festival haben wir zwei Recap-Videos und einen 30-Sekünder von jedem Artist produziert und alle Künstler fotografisch begleitet. Dabei haben wir wichtige Learnings für zukünftige Projekte gesammelt.
1. Schwierige Lichtverhältnisse
Es war teilweise sehr dunkel, und die Veranstalter konnten die Beleuchtung aus atmosphärischen Gründen nur begrenzt anpassen. Für zukünftige Drehs möchten wir deshalb lichtstärkere Objektive ausleihen, um auch bei schwierigen Bedingungen eine bessere Bildqualität zu erreichen.
2. Klare Abmachungen
Im Verlauf des Projekts wurde deutlich mehr Material von uns erwartet als ursprünglich vereinbart. Da die Zusammenarbeit auf Freundschaft basierte und nicht leistungsbasiert vergütet war, fiel es uns schwer, auf den Abmachungen zu bestehen. In Zukunft müssen wir den Leistungsumfang klarer definieren und unsere Grenzen konsequenter kommunizieren und das auch bei freundschaftlichen Kooperationen.
3. Arbeitszeiten und Belastung
Die Drehtage waren deutlich zu lange. An einem Tag waren wir rund 20 Stunden im Einsatz und das bei nur zwei Stunden Pause. Solche Einsätze müssen im Voraus besser als solche kommuniziert werden. Auch wenn es wichtig ist, über sich hinauszuwachsen, dürfen Erholung und faire Arbeitsbedingungen nicht zu kurz kommen.
Fazit: Das Projekt war eine wertvolle Erfahrung. Für zukünftige Produktionen möchten wir technisch besser vorbereitet sein, klare Abmachungen treffen und realistische Arbeitszeiten sicherstellen. Leidenschaft und gute Zusammenarbeit sollten nicht auf Kosten fairer Arbeitsbedingungen gehen.