Watched. Rated. Repeat.

Hast du den Film überhaupt gesehen, wenn du ihn nicht auf Letterboxd getrackt hast?

Media-Tracking-Apps wie Letterboxd und Goodreads boomen. Egal ob Filme, Serien oder Bücher – die Auseinandersetzung mit Medien findet dank Tracking-Apps vermehrt im digitalen Raum statt. Auch der soziale Austausch mit anderen Nutzenden wird mithilfe von Kommentar- und Like-Funktionen begünstigt. Welche konkreten UX-Elemente die Nutzung solcher Apps fördern, ist jedoch noch weitgehend unerforscht.

Meine Thesis beschäftigte sich mit den vorhandenen interaktiven UX-Elementen auf Media-Tracking-Apps, konkret mit denen auf der Film-App Letterboxd. In einem ersten Schritt wurde die Plattform analysiert und die UX-Elemente identifiziert sowie in fünf Kategorien unterteilt: Tracking-Funktionen, Soziale Features, Gamification-Elemente, Informations- und Entdeckungsfunktionen sowie Selbstdarstellungs- und Identitätsfunktionen. Anschliessend wurde mithilfe eines quantitativen Fragebogens die Nutzungsmotivation abgefragt. Befragte sollten bewerten, wie stark sie die identifizierten Elemente motivieren, Letterboxd zu nutzen.

Die Ergebnisse zeigen, dass primär die Tracking-Funktionen als Motivation wahrgenommen werden. Die Gamification-Elemente, wie Fortschrittsanzeigen bei Listen, erhielten zwar die höchste Zustimmung, werden jedoch selten als wichtigster Nutzungsgrund genannt. Soziale Funktionen spielen insgesamt die geringste Rolle. Eine weitere spannende Erkenntnis ist, dass Nutzende einschätzen, mehr Filme zu konsumieren, seit sie Letterboxd nutzen.

Parallel zur Thesis wurde im Rahmen des Lehrprojekts eine App konzipiert und gestaltet, mit welcher Nutzende ihre Kleidungsstücke tracken und so einen nachhaltigeren Umgang mit Kleidung fördern können. Das Projekt umfasst den gesamten UX-Prozess von der Konzeption über Research und das Erstellen eines Design Systems bis hin zu einem klickbaren Prototyp in Figma. Der finale Prototyp ist hier ersichtlich.