Foreste Casentinesi – Die zwei Gesichter des Nationalparks

Während meines Besuchs in der Region um Camaldoli und Badia Prataglia im Nationalpark Foreste Casentinesi habe ich verschiedene Szenen gefilmt. Daraus entstanden bewusst zwei kurze, völlig gegensätzliche Filme. Das Ziel war, dass ich herausfinde, wie stark Schnitt, Musik und Grading Emotionen bewusst steuern können.

Bei dem Projekt ging es ums Experimentieren. Ein Teil davon war es zum ersten Mal mit der Sony Alpha 7 IV zu filmen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und auch gleich zum ersten Mal S-Log genutzt, da meine eigene Kamera diese Funktion nicht hat.

Das eigentliche Ziel des Projektes war aber das Experimentieren mit dem Schnitt, dem Grading und der Musik. Wie unterschiedlich kann der selbe Ort wirken, wenn man das ganz gezielt in der Postproduktion steuert? Was muss man tun, damit etwas eher dramatisch oder atmosphärisch wirkt? Diese Fragen haben mich während des ganzen Prozesses begleitet.

Die beiden daraus entstandenen Videos

Ich habe mich für ein dramatisches und ein atmosphärisches Video entschieden. Der Nationalpark wirkt durch seine Grösse und Stille einerseits beängstigend, was ich im dramatischen Video aufzeigen wollte. Auf der anderen Seite wirkt er durch die Stille aber auch sehr beruhigen und gelassen, was ich im atmosphärischen Video darstellen wollte. Zusätzlich habe ich ein kleines einfaches Intro für die beiden Videos erstellt.

Dramatisch

Beim dramatischen Video habe ich mit harten Schnitten, dunklen Farben und intensiver Musik gearbeitet. Das Video wirkt dadurch schwer, fast bedrohlich.

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Atmosphärisch

Beim atmosphärischen hingegen habe ich versucht die Ruhe des Waldes zu betonen. Dies habe ich mit weichen Übergängen, warmen Tönen und beruhigender Musik umgesetzt.

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(mmi)

Bei diesem Projekt konnte ich eine Menge lernen. Der Output (die beiden kurzen Videos) ist zwar klein, aber im Fokus stand sowieso das Experimentieren.

Beim Projekt brauchte ich eine Menge Zeit um mich einzulesen (Sony A 7 IV, S-Log, Stimmung in Post erzeugen). Diese Zeit hat sich aber meiner Meinung nach ausgezahlt.
Ich habe mit dem Wissen dann viel ausprobiert und gemerkt was für meine Videos funktioniert und was nicht.

Gerne hätte ich noch etwas mehr Zeit in das Projekt investiert, ein weiteres Video hergestellt und mich mit LUTs auseinandergesetzt. Da ich mich aber noch für ein zusätzliches Digezz-Projekt entschieden hatte war dies nicht möglich.

Was ich konkret mitnehme:

  • Die Sony A7 IV ist eine super Kamera. Das Filmen mit ihr macht viel Spass und man bekommt super Resultate.
  • S-Log ist eine grosse Hilfe in der Postproduktion, auch wenn es einiges etwas komplizierter macht.
  • Wie man Stimmung in der Postproduktion erzeugt.
  • Belichtung im Wald ist schwieriger als gedacht. Wenn Sonnenstrahlen durch Äste brechen, entstehen extreme Kontraste.
  • Wie man ein einfaches Intro für Videos erstellt.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde:

Ich würde etwas mehr Zeit in dieses Projekt investieren. Ausserdem würde ich mich noch etwas genauer mit dem Grading befassen, da dies noch nicht immer ganz logisch ist für mich. Zusätzlich würde ich das Grading in Davinci Resolve machen (wurde mir nun von Einigen empfohlen).

Mit dem Lernprozess bin ich zufrieden. Gerne würde ich mich noch mehr ins Thema vertiefen, aber ich konnte schon eine Menge lernen (siehe oben).
Mit den beiden Videos bin ich eher weniger zufrieden. Das Atmosphärische ist mir etwas besser gelungen. Beim Dramatischen kommt die Idee meiner Meinung nach zwar rüber aber der Erffekt könnte noch um ein Vielfaches gesteigert werden.