Analog unterwegs

Vor etwas zwei Jahren habe ich die alte Analogkamera von meinem Grossvater erhalten und bin seit dem mit der Kamera etwas unterwegs. Nach ersten Entwicklungen, bei denen wenig bis nichts Brauchbares hervorging, habe ich die Kamera schnell bei Seite gelegt. Ich hatte zuvor schon einige Male mit einer Digitalkamera manuell fotografiert und dachte darum, dass es doch nicht so schwer sein kann.

Die Kamera von meinem Grossvater ist eine Nikonkamera, die noch ganz manuell funktioniert und auch keine Batterien braucht. Das macht das Fotografieren darum sehr anspruchsvoll. Vor allem die Lichtverhältnisse sind etwas, was man natürlich viel weniger beeinflussen kann, da man ja mit einem fixen ISO-Wert fotografiert.

das ist die Kamera von meinem Grossvater

Das sind nun Fotos, die mit der Nikon entstanden sind. Man sieht dabei gut, dass die Fotos je nachdem etwas über-/unterbelichtet sind. Ausserdem ist der Fokus nicht immer dort, wo er sein sollte. Die Farbgebung und die Nachbearbeitung gefällt mir aber sehr gut.

Aus dem Grund, dass die Handhabung der Kamera etwas schwer ist, ging ich auf die Suche nach einer Kamera, die etwas einfacher ist. Ein weiteres Argument, dass dafür gesprochen hatte, war sicher auch, dass analog zu fotografieren auch nicht gerade günstig ist mit den Filmen und dann auch der Entwicklung. Darum war mir wichtig, dass die Fotos auch einigermassen gut kommen und ich mich auch zu einem gewissen Grad darauf verlassen kann.

Ich habe darum auf Ricardo Ausschau gehalten und eine Pentax Espio 140M. Diese ist um einiges moderner und verfügt auch über einen Blitz, sowie verschiedenen Fokus-Voreinstellungen. Das schien mir eine gute Kamera für den Einstieg.

meine neue Kamera «Pentax Espio 140M»

Damit habe ich mich schnell sehr wohl gefühlt, weil sie dadurch dass sie neuer ist, auch über sehr nützliche Features verfügt. Zum einen ist es sehr praktisch, dass der Film selbst weitergezogen wird, ich also nicht jedes Mal neu aufziehen muss. Weiter wie erwähnt der Blitz und die Gesichtserkennung für den perfekten Fokus.

In meinen Ferien hatte ich so richtig Zeit die Kamera zu testen und zeige nun hier meine besten Fotos. Ich habe mich vor allem auf Architekturfotos, Detailaufnahmen und Porträts fokussiert. So habe ich die Kamera gleich sehr gut prüfen können. Detailaufnahmen sind mir leider noch nicht so gelungen und waren grösstenteils unscharf, da die Kamera nicht fokussieren konnte.

(mbi)

Am Anfang hatte ich Mühe mit der Nikon, da wirklich alles manuell eingestellt werden musste. Vor allem Fokus, Belichtung und Lichtverhältnisse richtig einzuschätzen war für mich zu Beginn herausfordernd. Mit der Zeit habe ich aber besser verstanden, wie sich die Einstellungen gegenseitig beeinflussen.

Mit der Pentax Espio fiel mir der Einstieg etwas leichter, da sie einfacher zu bedienen ist und ich mich darum sicherer im Umgang fühlte. Dadurch konnte ich mich mehr auf Bildaufbau und Motive konzentrieren.

Auch die Nachbearbeitung in Photoshop war für mich neu. Da ich bisher wenig Erfahrung damit habe, musste ich mich zuerst mit den grundlegenden Funktionen auseinandersetzen. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie sich die Bilder digital noch verändern lassen und was mit dem Programm alles möglich ist.

Für die Zukunft möchte ich gerne lernen, die Filme selbst zu entwickeln. Ich denke, das würde mir helfen, den gesamten Prozess der Analogfotografie besser zu verstehen und noch tiefer einzutauchen.