Terra Nova – Wettrennen an den Südpol
Mitten in der wilden Landschaft der Ruinaulta beginnt ein packendes Wettrennen ans Ende der Welt. Das kleine Schauspiel erzählt die wahre Geschichte von Robert Falcon Scott und Roald Amundsen und ihrem erbitterten Kampf um den Südpol. Wer erreicht das Ziel zuerst und welchen Preis fordert die Expedition?
Der Schauspieler Gian R. und der Expeditionsschwimmer Ernst B. machen auch diesen Winter wieder ihre Tour durch die eisige aber wunderschöne Ruinaulta. Sie spazieren durch den Schnee und erzählen die packende Geschichte des Wettrennens des ersten Menschen zum Südpol. Wir hatten die Ehre sie bei ihrer Hauptprobe im Februar 2026 zu begleiten und für sie Social Media Content zu erstellen. Dabei fotografierten und filmten wir sie während sie sich dem Schauspiel und der Geschichte hingaben.
Entstandene Bilder










Instagram-Beiträge
1910 brachen Roald Amundsen und Robert Falcon Scott unabhängig voneinander in Richtung Antarktis auf. Beide wollten als erste Menschen den Südpol erreichen. Ihre Reise begann an unterschiedlichen Ausgangspunkten entlang der eisigen Küste der Antarktis. Von dort aus mussten sie mit Schlitten, Hunden und grosser Ausrüstung einen gefährlichen Weg durch Schnee, Gletscher und extreme Kälte zurücklegen.
Amundsen entschied sich für eine kürzere Route über das Ross-Schelfeis und setzte stark auf Schlittenhunde und eine leichte Ausrüstung. Scott wählte eine längere und schwierigere Strecke über den Beardmore-Gletscher und transportierte viele Materialien zusätzlich mit Ponys und Muskelkraft. Trotz unterschiedlicher Strategien hatten beide dasselbe Ziel vor Augen. Den Südpol am Ende der Welt.
Eine Karte der beiden Routen


Scotts berühmtes Tagebuch und seine Zitate
Das Tagebuch von Robert Falcon Scott gehört zu den bekanntesten Dokumenten der Polargeschichte. Während der Terra Nova Expedition hielt Scott Gedanken, Wetterbedingungen, Rückschläge und die Stimmung der Gruppe fest. Seine Einträge zeigen nicht nur den harten Alltag in der eisigen Antarktis, sondern auch die Hoffnung und den Ehrgeiz der Expedition auf dem Weg zum Südpol. Hier ein paar seiner Zitate als Instagram-Karussell:







Die Protagonisten der Führung durch die Ruinaulta
Der Schauspieler Gian Rupf und der Expeditionsschwimmer Ernst Bromeis haben bereits zum zweiten mal diese spannende Geschichte im ewigen Eis erzählt. Aber nicht am Südpol, nein. Mitten in Graubünden in der Ruinaulta. Hier stellen Sie sich doch gleich selber vor:
YouTube-Tailer
Aus den gesammelten Videoaufnahmen entstand ein kurzer Trailer, welcher für das Marketing eingesetzt wurde. Dieser soll Interessenten dazu zu motivieren, das Abenteuer der Expedition zu erleben.
(mbi)
Vorproduktion
Das Schauspielduo ist ursprünglich mit uns in Kontakt getreten, damit wir während ihrer Hauptprobe Aufnahmen machen können. Diese wollten sie dann einsetzen, um für die Tour Werbung zu machen. Als Dreh stellten sie uns ihre Hauptprobe zur Verfügung, die bereits wenige Tage vor der Erstaufführung stattfand. Dabei haben sie sich noch nicht gross Gedanken über ein Konzept gemacht. Dies erarbeiteten wir zusammen. Vor dem Dreh beinhaltete das Konzept, allgemein Bilder von der Tour zu machen, welche sie nachher verwenden wollten. Ebenfalls wollten sie dass die Tour gefilmt wird, woraus man später etwas machen könnte. Das Konzept beinhaltete ebenfalls eine Reihe von Beiträgen für die Plattform Instagram. Dafür erstellten wir mit den Schauspielern einen Formfreien Vertrag um unsere Rechte abzusichern.
(Post-) Produktion
Bild / Social-Media
Die Bild- und Videoaufnahmen produzierten wir mit unseren eigenen Kameras, weil uns diese schon sehr vertraut sind. Auf Photoshop lernten wir, wie man mit Schnittmasken ein Karussell machen kann, wo mehrere Beiträge zu einem grossen Bild verschmelzen, so dass man durch scrollen kann. Für den Instagram-Account erstellten wir ein Auftrittskonzept. Die Stimmung soll sich der Antarktis orientieren, sie soll als ruhig, reflektierend blau und weiss wirken. Diese Bildsprache sollte sich auch in den geschossenen Bildern und in den fertigen Videobeiträgen Wiederspiegeln. Dabei wurde Adobe Lightroom für einen von uns erstmalig eingesetzt.
Video
Die Vorgabe der beiden war, dass wir uns im Hintergrund hielten und die Probe nicht stören. Somit hatten wir nicht die Möglichkeit, Einstellungen für die Kamera zu inszenieren. Im Voraus haben wir uns schon ein paar Ideen gemacht, was für Aufnahmen gute Zwischenschnitte sein können. Weil wir im Voraus auch kein Drehbuch erhalten hatten und wir die Geschichte auch nicht kannten, musste alles aus dem Nähkasten gefilmt werden. Deswegen entschieden wir uns, einen Gimbal einzusetzen und mit dem Autofokus zu filmen. Der Autofokus der Kamera war allerdings nicht besonders schnell und es gab einige Situationen, wo er viel zu lang zum fokussieren hatte. Zwischen einzelnen Shots ging es extrem lange, bis das Bild wieder Scharf war. Die Aufnahmen filmten wir im manuellen Modus. Für schöne aufnahmen mit einer niedrigen Schärfentiefe verwendeten wir einen variablen ND-Filter, damit wir die Blende immer möglichst weit offen halten können. Dies war dringend nötig, weil der weisse Schnee extrem hell ist. Damit wir in der Nachbearbeitung genug flexibel sind, falls die Aufnahmen mit dem ND-Filt mal zu schwach oder zu stark abgedunkelt wurden, filmten wir im Log-Profil. Als Referenz verwendeten wir das Histogram. Dabei orientieren wir uns immer daran, dass es sich möglichst in der Mitte befindet. In der Nachbearbeitung stellte sich heraus, dass gerade der Schnee sehr dunkel war. Weil der helle Schnee aber grösstenteils weiss ist, wurden die Aufnahmen eher zu fest abgedunkelt. Die Bilder mussten in der Nachbearbeitung erhellt werden, was zu Bildrauschen führte.
Audio
Um den Ton einzufangen erhielten beide Schauspieler ein Ansteck-Mikro von DJI. Somit hatten wir zwei separate Tonspuren von beiden Schauspielern, was uns maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung ermöglichen soll. In der Nachbearbeitung stellte sich jedoch heraus, dass die Mikrofone sehr sensibel eingestellt waren. Beide Darsteller spielten sehr stark in ihren Rollen und spielten mit ihrer Stimme. Der Ton übersteuert an sehr vielen Stellen leicht. Dies liess sich im Nachhinein nicht mehr korrigieren.
Zusammenarbeit
Während des gesamten Projekts wurde das Konzept laufend angepasst. Bei jeder Absprache kamen neue Ideen hinzu. Während dem Dreh kam die Idee auf, kurze Porträt-Aufnahmen der beiden Darsteller aufzunehmen. Ausserdem wurde gewünscht, dass mit den Videoaufnahmen ein kurzer Videotrailer entstehen soll, der für das Marketing eingesetzt werden kann. Als der Trailer umgesetzt wurde, kam der Wunsch auf, ein langes Video zu produzieren, dass einen ganzen Ausschnitt der Expedition beinhaltete. Da aber ursprünglich diese Art von Video nicht angedacht war, filmten wir während der Hauptprobe eher kurze Aufnahmen, um möglichst viele Zwischeneinstellungen zu haben. Lange Einstellungen von ganzen Szenen hatten wir also nicht im Kasten. Das Projekt zeigte uns: Auf der einen Seite ist schon zu Beginn ein abgeschlossenes Konzept, woran man sich hält, sehr wichtig. Aber wir mussten bei dem Projekt auch lernen, dass man den Kunden auch mal absagen muss, wenn eine Idee nicht geht und wir uns von Kunden nicht unter Druck setzten lassen müssen.