Bärn i ha di gärn – ein kleiner Liebesbrief

Projektidee

„Sie ist die Schönste, die wir je gesehen haben.“ Dieses Zitat stammt von Johann Wolfgang von Goethe, der Bern im Jahr 1779 besuchte. Auch für mich zählt Bern zu meinen absoluten Lieblingsstädten. Mit diesem Video möchte ich der Bundesstadt eine kleine Hommage widmen

Aus diesem Grund kam ich auf die Idee, ein kurzes Video zu erstellen, das einige meiner Lieblingsorte der Stadt porträtiert. Es sollte ein kleiner „Liebesbrief an Bern“ entstehen, der die besondere Atmosphäre der Stadt vermittelt. Im Mittelpunkt stehen deshalb Orte wie die Altstadt, das Bundeshaus, die Zytglogge, das Berner Münster, die Aare und der Rosengarten.

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Planung und Umsetzung

Zu Beginn sammelte ich Ideen für mögliche Drehorte und erstellte eine Shotlist mit verschiedenen Sujets und Einstellungsgrössen. Bereits in der Planungsphase machte ich mir Gedanken über mögliche Übergänge, Kameraperspektiven und die gewünschte Stimmung des Videos. Gleichzeitig wollte ich mir genügend Freiheit lassen, um spontan auf interessante Situationen und Lichtstimmungen reagieren zu können.

Für die Aufnahmen arbeitete ich hauptsächlich mit der Sony Alpha 7 III sowie teilweise mit der Sony ZV-1. Die Dreharbeiten fanden an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Tageszeiten statt. Dadurch entstanden abwechslungsreiche Lichtstimmungen, die zur Atmosphäre des Videos beitragen.

Für die Postproduktion arbeitete ich mit Adobe Premiere Pro. Nach der Sichtung des Materials entstand zunächst ein erster Rohschnitt, der anschliessend mehrfach überarbeitet wurde. Neben dem Schnitt spielte auch die Farbkorrektur eine wichtige Rolle, um die verschiedenen Aufnahmen optisch anzugleichen und eine möglichst einheitliche Bildstimmung zu erzeugen.

Erkenntnisse

Durch dieses Projekt konnte ich neue Erfahrungen im Bereich Videografie sammeln und mein Verständnis für die Planung, Aufnahme und Nachbearbeitung von Videomaterial erweitern. Besonders deutlich wurde mir, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Elemente für die Wirkung eines Videos ist. Neben den eigentlichen Aufnahmen spielen auch Schnitt, Musik, Farbgestaltung und Rhythmus eine entscheidende Rolle. Erst durch das Zusammenspiel dieser Komponenten entsteht die gewünschte Atmosphäre.

(mbi)

Rückblickend bin ich mit dem entstandenen Video grundsätzlich zufrieden. Es ist mir gelungen, die von mir angestrebte ruhige und atmosphärische Stimmung einzufangen und einige meiner Lieblingsorte in Bern zu zeigen. Dennoch sehe ich verschiedene Punkte, die ich bei einem zukünftigen Projekt verbessern würde.

Bereits bei den Dreharbeiten zeigte sich, dass meine Planung teilweise noch zu wenig detailliert war. Zwar hatte ich eine Shotlist und erste Ideen für bestimmte Übergänge vorbereitet, dennoch fehlte mir stellenweise ein klarer Gesamtplan für den späteren Schnitt. Dadurch musste ich in der Postproduktion viele Entscheidungen erst nachträglich treffen, was den Arbeitsaufwand erhöhte.

Auch technisch stiess ich an gewisse Grenzen. Da ich bisher nur wenig Erfahrung mit Videografie habe, waren einige Aufnahmen leicht verwackelt oder nicht optimal fokussiert. Besonders der Wechsel zwischen manuellem Fokus und Autofokus stellte mich vor Herausforderungen. Zudem entstanden die Aufnahmen zu unterschiedlichen Tageszeiten, wodurch die Lichtverhältnisse stark variierten. Dies führte dazu, dass die Farbkorrektur und das Color Grading mehr Zeit in Anspruch nahmen als ursprünglich erwartet.

Während der Nachbearbeitung fiel mir ausserdem auf, dass einzelne Aufnahmen leichtes Bildrauschen aufwiesen. Dies war vermutlich auf hohe ISO-Werte, schwierige Lichtverhältnisse sowie das spätere Aufhellen einzelner Szenen zurückzuführen. Dadurch wurde mir bewusst, wie wichtig eine korrekte Belichtung bereits während der Aufnahme ist, da sich technische Mängel in der Postproduktion oft nur begrenzt korrigieren lassen.

Ein weiterer Punkt betrifft den Videoschnitt. Bei meinem ersten Rohschnitt war der Rhythmus noch schneller und dynamischer gestaltet. Beim Betrachten stellte ich jedoch fest, dass dies nicht zur gewünschten Stimmung des Videos passte. Deshalb überarbeitete ich einen grossen Teil des Schnitts nochmals und ordnete zahlreiche Sequenzen neu an.

Ausserdem bemerkte ich während des Schnitts, dass zusätzliches B-Roll-Material an einigen Stellen hilfreich gewesen wäre. Mehr Detailaufnahmen und Zwischenschnitte hätten mir mehr Flexibilität gegeben und die Übergänge teilweise noch abwechslungsreicher gestaltet.

Trotz dieser Schwierigkeiten betrachte ich das Projekt als wertvolle Lernerfahrung. Besonders die Arbeit mit Premiere Pro, die Farbkorrektur sowie die Planung und Umsetzung eines kompletten Videoprojekts haben mir gezeigt, wie viele Faktoren zusammenspielen müssen, damit ein kurzer Film die gewünschte Wirkung erzielt.