Fashion Shooting in Spanien

Für die neue Kollektion des Mode-Start-ups LILEY durfte ich die Produktfotografie während eines mehrtägigen Shootings in Spanien umsetzen. In Zusammenarbeit mit den Gründerinnen von LILEY entstand eine Bildserie, die den Charakter der Marke und die Ästhetik der Kollektion authentisch und hochwertig transportiert. Ich war von den ersten Aufnahmen bis zur finalen Bildbearbeitung für den fotografischen Prozess verantwortlich und sorgte mit dieser fotografischen Arbeit für einen stimmigen und hochwertigen Produktauftritt auf deren Webseite.

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf das Shooting begann mit einem ersten Einblick in die neue Kollektion, den mir LILEY vorab zur Verfügung stellte. Die Gründerinnen hatten bereits eine klare Vision für die Bildwelt der Kollektion und auch der Shooting-Standort in Spanien stand von Anfang an fest. Um diese Vorstellungen fotografisch weiterzudenken und zu ergänzen, analysierte ich die einzelnen Produkte und begann, erste Ideen in Form einer Mindmap auf Freeform zu sammeln. Dabei ordnete ich die 17 verschiedenen Designs nach Farbwelten, Stimmungen und möglichen Bildsprachen ein. Die Überlegungen wurden schlussendlich durch gezielte visuelle Inspirationen von Pinterest ergänzt. Durch den engen Austausch mit LILEY entstand ein gemeinsames Verständnis dafür, wie die Kollektion fotografisch inszeniert werden sollte und welche Atmosphäre die Bilder schlussendlich transportieren sollten.

Photoshooting in Spanien

Das Shooting fand über einen Zeitraum von vier Tagen statt. Die jeweilige Location, die Lichtstimmung sowie das Outfit wurden bewusst so gewählt, dass sie die Ästhetik und den Charakter der Designs innerhalb der neuen Kollektion optimal unterstreichen. Fotografiert wurde im RAW-Format, ergänzt durch den Einsatz eines Reflektors, um das natürliche Licht gezielt zu steuern.

Post Production

Insgesamt entstanden rund 2000 RAW-Aufnahmen, die ich nach dem Shooting in Spanien sorgfältig sichtete und schlussendlich auf 49 finale Produktbilder (2-3 Bilder pro Design) für die Webseite reduzierte. Die ausgewählten Fotos wurden anschliessend von mir in Adobe RAW sowie Photoshop professionell bearbeitet, optimiert und korrekt zugeschnitten. Nach einigen Besprechungen und Nachkorrekturen wurden die finalen Fotos an LILEY für die Integration in die Webseite übergeben.

Link zu allen finalen Fotos, die von Liley für die Publikation auf der Webseite ausgewählt wurden: Google Drive Ordner

(mbi)

Lichtverhältnisse

Während des Projekts wurde mir erneut bewusst, wie wichtig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei einem Fotoshooting sind. Ursprünglich hatten wir geplant, einen Teil der Aufnahmen bereits am frühen Nachmittag umzusetzen. Vor Ort zeigte sich jedoch schnell, dass das Licht zu dieser Tageszeit sehr hart war und starke Schattenkontraste erzeugte, die nicht mit der gewünschten Bildästhetik der Kollektion harmonierten. Gemeinsam entschieden wir deshalb, den Shootingplan anzupassen und die betreffenden Aufnahmen auf einen späteren Zeitpunkt mit weicherem Licht zu verschieben. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie entscheidend die Lichtverhältnisse in der Modefotografie sind und wie wichtig es ist, spontan auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.

Zeitaufwand

Eine weitere Herausforderung stellte die Nachbearbeitung dar. Da die Bilder an unterschiedlichen Locations und zu verschiedenen Tageszeiten entstanden sind, unterschieden sich die Lichtverhältnisse von Aufnahme zu Aufnahme deutlich. Aus diesem Grund konnte ich keine einheitliche Bearbeitung auf alle Bilder anwenden, sondern musste jedes einzelne Foto individuell bearbeiten und aufeinander abstimmen. Dieser Prozess nahm gegen Ende des Projekts deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich eingeplant.

Zudem habe ich festgestellt, dass ich mich während der Postproduktion teilweise zu sehr in kleinen Details verlor. Obwohl ich die Bilder bereits bearbeitet hatte, entdeckte ich bei späteren Durchgängen immer wieder weitere Elemente, die noch optimiert werden konnten. Besonders die Spiegelungen in den Sonnenbrillengläsern waren ein Detail, das mir zunächst entgangen war. Dadurch musste ich sämtliche Bilder erneut überprüfen und teilweise nochmals überarbeiten. Diese zusätzliche Qualitätskontrolle war zwar sehr zeitaufwendig, hat mir jedoch gezeigt, wie wichtig ein strukturierter und sorgfältiger Workflow in der Bildbearbeitung ist. Rückblickend würde ich deshalb für zukünftige Projekte mehr Zeit für die Postproduktion einplanen.

Lernaspekt

Mit dem Endergebnis bin ich insgesamt sehr zufrieden. Sowohl die organisatorische Planung als auch die Zusammenarbeit mit den Gründerinnen von Liley verliefen sehr angenehm und konstruktiv. Die finalen Bilder entsprechen der hochwertigen und stimmigen Bildsprache, die wir uns für die neue Kollektion vorgestellt hatten. Das Projekt hat mir nicht nur wertvolle praktische Erfahrungen in der Modefotografie vermittelt, sondern auch gezeigt, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung, Flexibilität während des Shootings und eine präzise Nachbearbeitung für ein professionelles Endergebnis sind. Ich freue mich sehr, diese Fotos nun bald auf ihrer Webseite zu sehen. 🙂