Content-Produktion für den Swiss Marketing Dachverband
Schon bevor ich mein Studium begonnen hatte, wollte ich einmal Content für ein echtes Unternehmen produzieren. Seit über einem Jahr betreibe ich meine eigenen Social-Media-Kanäle und beschäftige mich mit Content Creation. Dabei wurde mir schnell klar: Inhalte für sich selbst zu erstellen und für einen Auftraggeber zu arbeiten, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Deshalb suchte ich lange nach Möglichkeiten, erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Immer wieder notierte ich Ideen für mögliche Projekte – von Content für ein lokales Geschäft über ein Café bis hin zu einem Altersheim. Umso mehr freute ich mich, als sich die Gelegenheit ergab, mit dem Swiss Marketing Dachverband zusammenzuarbeiten.
Swiss Marketing ist der Berufs- und Fachverband für Fachpersonen aus den Bereichen Marketing und Verkauf in der Schweiz. Während des Projekts arbeitete ich eng mit Willem Haen, Brand & Experience Lead, zusammen. Gerne teile ich hier den Link zur LinkedIn-Seite von Swiss Marketing, auf der ein Teil der im Rahmen dieses Projekts entstandenen Inhalte veröffentlicht wurde. Viel Spass beim Anschauen!

Content Production in Zug mit Interviews.



































(mmi)
Idee und Planung
Zu Beginn entwickelte ich einen strategischen Social-Media-Plan für Instagram und LinkedIn. Dieser entstand in Canva und diente als Grundlage für die weiteren Gespräche. Gemeinsam definierten wir verschiedene Content-Formate und entschieden uns schliesslich, den Fokus auf LinkedIn zu legen.
Dabei wurde mir bewusst, wie viel Planung hinter professioneller Kommunikation steckt. Es geht nicht nur darum, schöne Beiträge zu gestalten, sondern Inhalte zu entwickeln, die zur Marke, zur Zielgruppe und zu den Kommunikationszielen passen.
Umsetzung
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit bestand darin, verschiedene LinkedIn-Posts zu gestalten. Dabei arbeitete ich erstmals intensiv mit Adobe Illustrator. Bis dahin hatte ich solche Aufgaben hauptsächlich in Canva umgesetzt. Da Swiss Marketing die Dateien jedoch in Adobe-Formaten weiterverwenden wollte, entschied ich mich bewusst dafür, mich in Illustrator einzuarbeiten.
Zusätzlich entwickelte ich eine Vorlage für Zitat-Posts von Expertinnen und Experten. Diese enthält bereits die Typografie, das Layout und die wichtigsten Gestaltungselemente. Dadurch können zukünftige Beiträge effizient erstellt werden, indem lediglich Foto und Text ausgetauscht werden müssen.
Die Umsetzung verlief jedoch nicht immer reibungslos. Viele Beiträge wurden in mehreren Feedbackrunden besprochen und überarbeitet. Dadurch lernte ich, wie wichtig es ist, gestalterische Entscheidungen begründen zu können und Feedback professionell umzusetzen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Produktion von Inhalten für die Veranstaltung «Erfolgreiches Ökosystem im Live-Marketing – Wie Marken durch reale Touchpoints und klare Systeme nachhaltige Erlebnisse schaffen» am 28. April 2026 in Zug.
Für diesen Anlass bereitete ich die Technik vor, entwickelte Interviewfragen und führte vor Ort Interviews mit acht Personen. Gleichzeitig fotografierte ich die Veranstaltung und sammelte Material für die spätere Kommunikation.
Für mich war dies eine völlig neue Situation. Obwohl ich bereits Erfahrung mit Video hatte, hatte ich noch nie selbstständig Interviews an einem Live-Event produziert. Die Situation erforderte viel Konzentration, da die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner oft nur wenig Zeit hatten.
Zusätzlich stellte die technische Seite eine Herausforderung dar. Die Lichtverhältnisse waren schwierig, unter anderem durch einen grossen Bildschirm im Raum, der einen starken Farbstich erzeugte. Auch die Geräuschkulisse war anspruchsvoll. Erst in der Postproduktion stellte sich heraus, dass die Tonaufnahme des Lavalier-Mikrofons nicht korrekt gespeichert worden war und stattdessen nur der Kameraton zur Verfügung stand. Dadurch musste ich deutlich mehr Zeit in die Nachbearbeitung investieren als ursprünglich geplant.
Learnings
Dieses Projekt hat mir gezeigt, wie viel Verantwortung mit professioneller Content-Produktion verbunden ist. Was auf Social Media oft einfach und selbstverständlich wirkt, erfordert in Wirklichkeit viel Planung, Abstimmung und Organisation.
Besonders gelernt habe ich, auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert. Gleichzeitig erhielt ich wertvolle Einblicke in professionelle Arbeitsprozesse, lernte neue Tools wie Frontify und Miro kennen und konnte Erfahrungen sammeln, die weit über die reine Content-Produktion hinausgehen.
Ich konnte auch meine Kenntnisse in Adobe Premiere Pro deutlich vertiefen, insbesondere in den Bereichen Videoschnitt, Farbkorrektur und Audiobearbeitung. Die Nachbearbeitung der Interviewaufnahmen zeigte mir, wie wichtig guter Ton ist und welche Möglichkeiten es gibt, Tonprobleme in der Postproduktion zu verbessern.
Rückblickend war die Zusammenarbeit mit Swiss Marketing eine der wertvollsten Praxiserfahrungen meines bisherigen Studiums. Sie hat mir nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch gezeigt, wie die Arbeit mit realen Auftraggebern, echten Deadlines und professionellen Erwartungen aussieht.