In 120 Stunden FPV-Drohne fliegen lernen

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FPV-Drohnenfliegen fasziniert mich schon lange, gleichzeitig hatte ich grossen Respekt davor. Für mein Digezz-Projekt habe ich mir deshalb vorgenommen, innerhalb von 120 Stunden so gut wie möglich FPV-Drohne fliegen zu lernen und daraus ein Highlight-Video sowie eine Behind-the-Scenes-Dokumentation zu produzieren.

Highlight-Video

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Ein Projekt, das schon lange im Kopf war

Die Drohne hatte ich bereits seit einigen Jahren, wirklich geflogen bin ich sie aber nie. Obwohl ich gewisse Vorkenntnisse hatte, war FPV für mich nochmals etwas völlig anderes. Als Kind bin ich mit meinem Grossvater ferngesteuerte Modellflugzeuge geflogen und auch normales Drohnenfliegen war mir nicht fremd. Trotzdem habe ich mich lange nicht an FPV herangetraut.

Die direkte Sicht durch die Brille, die Geschwindigkeit, die Nähe zu Hindernissen und das Risiko eines Crashs stellten für mich eine grosse Einstiegshürde und Herausforderung dar. Als ich hörte, dass ich im Rahmen von Digezz ein multimediales Projekt im Umfang von 120 Stunden umsetzen kann, war FPV-Drohnenfliegen deshalb sofort mein erster Gedanke.

Training im Simulator

Bevor ich mit der echten Drohne nach draussen ging, begann ich im Simulator. Dafür lud ich mir den FPV-Simulator Liftoff auf Steam herunter und trainierte mit demselben Controller, den ich später auch für die echte Drohne verwendete.

Insgesamt flog ich rund 40 Stunden im Simulator. Das half mir, ein Gefühl für die Steuerung zu entwickeln und Sicherheit aufzubauen, ohne direkt die Drohne zu riskieren. Besonders wichtig war dabei, das Handling des Controllers zu verinnerlichen. Erst als ich mich im Simulator sicherer fühlte, wagte ich die ersten Trainingsflüge im Freien.

Die ersten echten Flüge

Draussen war vieles anders als im Simulator. Plötzlich spielten Wind, Lautstärke, Umgebung, Akkulaufzeit, Signalverbindung und das echte Risiko eines Crashs eine Rolle. Zu Beginn flog ich langsam und vorsichtig. Mit der Zeit traute ich mir immer mehr zu: tiefer zu fliegen, näher an Objekte heranzugehen, durch engere Lücken zu steuern und bewusstere Lines zu fliegen.

Dabei merkte ich schnell, dass FPV-Fliegen nicht nur eine technische Fähigkeit ist. Es geht auch stark um Vertrauen, Überwindung und die Bereitschaft, kontrolliertes Risiko einzugehen.

Crashs gehören dazu

Eine der grössten Herausforderungen war für mich, die Angst vor einem Crash abzulegen. Wer FPV fliegt, muss akzeptieren, dass etwas kaputtgehen kann. Genau dies ist auch mir passiert: Ich habe die Drohne komplett gecrasht und sogar in einem Fluss versenkt.

Danach musste ich sie trocknen, neue Propeller montieren, Teile wieder anschrauben und die Drohne neu konfigurieren. Das war frustrierend, wurde aber ein wichtiger Teil des Projekts. FPV-Fliegen bedeutet nicht nur fliegen, sondern auch Rückschläge einstecken, reparieren und wieder starten.

Die Suche nach den richtigen Orten

Neben dem Fliegen selbst war auch die Locationsuche anspruchsvoll. Die Orte mussten visuell spannend sein, gleichzeitig aber möglichst fernab von Menschen liegen. FPV-Drohnen sind laut und fallen schnell auf. Obwohl ich nur an legalen Orten und unter legalen Bedingungen geflogen bin und den nötigen Drohnenführerschein besitze, wurde ich bei Trainingsflügen mehrmals angesprochen.

Viele Locations entdeckte ich beim Pendeln zwischen Chur und Zürich. Ich schaute aus dem Zug, markierte interessante Orte und besuchte sie später vor Ort. Dabei merkte ich, dass eine gute Location allein nicht reicht. Ich musste auch überlegen, wo ich als Pilot stehen kann, damit die Verbindung zwischen Brille, Fernbedienung und Drohne stabil bleibt und ich mir selbst nicht im Weg stehe.

Hinter wenigen Sekunden steckt viel Planung

Ein guter FPV-Shot entsteht nicht zufällig. Hinter wenigen Sekunden Flug stecken oft viele Versuche, Vorbereitung und Planung. Man muss die Location verstehen, mögliche Fluglinien planen, die Verbindung prüfen, Akkus einteilen und einschätzen, welches Risiko man eingehen kann.

Mit jedem Flug wurde mir bewusster, dass die besten Shots erst dann entstehen, wenn man regelmässig übt und sich Schritt für Schritt mehr zutraut. Die Angst, dass etwas kaputtgehen könnte, verschwindet nicht einfach. Man lernt aber, damit umzugehen.

Das Highlight-Video

Das Highlight-Video zeigt die besten Aufnahmen, die während dieses Lernprozesses entstanden sind. Es ist das sichtbare Resultat von Simulatortraining, vorsichtigen Testflügen, Rückschlägen, Reparaturen, Locationsuche und vielen neuen Versuchen.

Im Video stehen nicht die einzelnen Schwierigkeiten im Vordergrund, sondern das, was am Ende entstanden ist: dynamische FPV-Aufnahmen, die ohne diesen langen Lernprozess nicht möglich gewesen wären.

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Der Blick hinter die Kulissen

Die Behind-the-Scenes-Dokumentation zeigt den Weg hinter dem Highlight-Video. Dafür habe ich mich während des ganzen Projekts immer wieder selbst gefilmt: beim Simulatortraining, bei Trainingsflügen, bei Rückschlägen, Reparaturen und finalen Aufnahmen.

Zusätzlich habe ich einzelne Teile mit selbst aufgenommenen Moderationen und Voiceover eingeordnet. So sollte die Dokumentation nicht nur eine Sammlung von Aufnahmen werden, sondern den Lernprozess nachvollziehbar erzählen.

Mehr als nur Drohnenshots

Am Ende ging es in diesem Projekt nicht nur darum, schöne FPV-Aufnahmen zu produzieren. Ziel war, etwas zu lernen, wovor ich lange Respekt hatte und diesen Prozess sichtbar zu machen.

Für mich war das Projekt ein intensiver Selbstversuch. Ich habe gelernt, regelmässig zu üben, Rückschläge einzustecken, technische Probleme zu lösen und Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen zu bekommen. Diese Aspekte stehen hinter den Aufnahmen, die im Highlight-Video zu sehen sind.

(mmi)

Rückblickend war dieses Projekt für mich vor allem ein Selbstversuch. Ich wollte herausfinden, wie weit ich innerhalb von 120 Stunden komme, wenn ich mich konsequent mit FPV-Drohnenfliegen auseinandersetze. Dabei habe ich gelernt, dass FPV-Fliegen viel Übung, Geduld und Regelmässigkeit braucht. Besonders wichtig war, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen, die Drohne zu reparieren und wieder zu fliegen.

Der Simulator war für mich ein sehr wichtiger Teil des Projekts. Die rund 40 Stunden Training haben mir geholfen, die Steuerung zu verinnerlichen und draussen sicherer zu starten. Gleichzeitig merkte ich aber auch, dass der Simulator die Realität nicht vollständig ersetzt. Draussen kommen Wind, Lautstärke, Menschen in der Umgebung, Signalverbindung, Akkulaufzeit und die Angst vor einem echten Crash dazu. Genau diese Faktoren machen FPV-Fliegen anspruchsvoll.

Gut gelungen ist mir, dass ich den Fortschritt im Projekt sichtbar machen konnte. Das Highlight-Video zeigt das Resultat, während die Behind-the-Scenes-Dokumentation den Weg dorthin erklärt. Dadurch steht nicht nur das fertige Video im Zentrum, sondern auch der Prozess dahinter: das Üben, Scheitern, Reparieren, Planen und erneute Probieren.

Verbessern würde ich rückblickend vor allem die Vorbereitung der realen Flüge. Ich hätte früher mit genügend Akkus arbeiten sollen, da gute Bedingungen oft nur kurz vorhanden sind und leere Akkus den Fortschritt stark bremsen können. Ausserdem würde ich Locations noch genauer im Voraus abklären, mögliche Lines früher planen und mir vor Ort bewusster überlegen, wo ich als Pilot stehen kann, damit Verbindung und Sicht optimal funktionieren.

Auch bei der Produktion der Behind-the-Scenes-Dokumentation hätte ich gewisse Momente noch konsequenter festhalten können. Während des Projekts war ich oft stark auf das Fliegen selbst fokussiert. Für eine Dokumentation ist es aber wichtig, nicht nur die erfolgreichen Flüge, sondern auch kleine Zwischenschritte, Gedanken und Probleme laufend festzuhalten.

Trotzdem war das Projekt für mich sehr lehrreich. Ich habe nicht nur FPV-Drohnenfliegen geübt, sondern auch gelernt, wie viel Vorbereitung, Mut und Ausdauer hinter wenigen Sekunden eines guten FPV-Shots stecken. Am wichtigsten war für mich die Erkenntnis, dass man beim FPV-Fliegen Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen bekommen. Nur wer regelmässig übt, Rückschläge akzeptiert und die Angst vor Schäden kontrollieren kann, kommt am Ende zu den Shots, die man sich vorgestellt und gewünscht hat.