Velorouten vorstellen mit Bern Welcome
Velofahren ist für mich mehr als nur Fortbewegung – es ist eine Leidenschaft, die ich schon lange pflege. Mit der Videografie kam vor einiger Zeit eine zweite dazu. Um tiefer in die Welt der Content-Produktion einzutauchen, habe ich Bern Welcome angefragt, ob ich Velo-Content für sie umsetzen darf. Die Antwort: «Sehr gärn!»
Das Projekt begann mit mehreren Gesprächen mit Bern Welcome. Gemeinsam wurden die Protagonist:innen ausgewählt, die gewünschten Velorouten definiert und die inhaltlichen Schwerpunkte festgelegt. Dabei wurde besprochen, welche Orte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten entlang der Strecken in den Videos sichtbar und erzählerisch eingebunden werden sollten.
Der Schwerpunkt liegt in diesem Sommer trendmässig auf dem Velotyp «Gravel». Da dieser jedoch eher ein jüngeres Publikum anspricht und Bern Tourismus den Auftrag hat, alle Altersgruppen anzusprechen, haben wir uns für zwei Gravel-Routen und eine E-Bike-Route entschieden.
Somit wurden aus allen Routen jeweils zwei Videos geschnitten: eines im Querformat, welches auf der Website von Bern Welcome publiziert wird, und eines im Hochformat für die gängigen Social-Media-Plattformen Instagram und TikTok. Inhaltlich sind beide identisch, weshalb hier nur die Querformat-Version gezeigt werden.
Gantrisch Loop – Gravelroute I
Die erste Route – und mein persönlicher Favorit, sowohl routenmässig als auch beim Output des Videos – ist die Gravel-Route «Gantrisch Loop». Sie beginnt in Schwarzenburg und führt über kaum befahrene Nebenstrassen durch wunderschöne Landschaften der Region, mitten durch den Naturpark Gantrisch.
Gürbe Loop – Gravelroute II
Die zweite Route – und eine wunderschöne Alternative für Einsteiger – ist die Gravel-Route «Gürbe Loop». Sie startet direkt in Bern und führt entlang der malerischen Gürbe durch wunderschöne Landschaften der Region. Technisch wenig anspruchsvoll, aber landschaftlich absolut beeindruckend.
Herzschlaufe «Burgdorf West» – E-Bike Route
Die dritte Route – und unsere E-Bike-Empfehlung – ist ein Teil der Herzschlaufe, nämlich der Teil «Burgdorf West». Sie startet in Burgdorf, führt nach Utzigen und wieder zurück – eine klassische Rundroute durch weitgehend unbefahrene Strassen. Ein besonderes Highlight ist die Mänziwilegg, von wo aus man bei guter Sicht bis zum Neuenburgersee blicken kann.
(mmi)
Ich konnte während des gesamten Prozesses in sehr viele Teilbereiche reinschauen, dementsprechend viel lernen und wurde definitiv gefordert – dies, weil ich das gesamte Konzept, das Storytelling sowie die Shooting Days (Ton, Kamera, Bild) alleine umgesetzt habe. Gerade diese Eigenverantwortung über den gesamten Produktionsprozess war eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Im Nachhinein war mir das Projekt ein klein wenig zu gross, weshalb ich mein zweites Projekt, das ich ebenfalls für das Diggez in diesem Semester eingeplant hatte, nicht zusätzlich umsetzen konnte. Es war also eine wichtige Lektion in Sachen Planung und realistischer Einschätzung des eigenen Zeitbudgets.
Besonders gefallen haben mir das Planen der Routen, das Storytelling, das Ausarbeiten der Inhalte für die Protagonist:innen und natürlich die Post-Production. Die Shooting Days waren ebenfalls grossartig, aber auch intensiv und lang. Aufgrund der Anzahl Szenen, die wir drehen mussten, und der Wetterabhängigkeit kam pro Route nur ein Drehtag in Frage, der sich aber stets von früh morgens bis in den späten Nachmittag zog. Da es zudem mein erster Dreh in dieser Grössenordnung war, war ich sehr sorgfältig, habe viel Material gedreht und bei wichtigen Szenen etliche Safety-Shots gemacht. Das hat zusätzlich Zeit gekostet und war im Nachhinein oft nur bedingt nötig – ein Learning, das den Workload für ein nächstes Mal bereits etwas minimieren wird.
Zudem würde ich mir bei einem nächsten Mal die Shotlist etwas genauer aufschreiben. Ich habe zwar klar festgehalten, welche Szenen ich möchte, jedoch nicht aus welchem Winkel. So sind bei den ersten zwei Drehs die Einstellungen alle etwas standard ausgefallen – oft einfach zentriert oder im Drittel aufgenommen. Bei einem nächsten Mal möchte ich mich trauen, «speziellere» Aufnahmen zu machen und gegebenenfalls auch unterschiedliche Objektive einzusetzen.
Mit dem Output bin ich sehr zufrieden – Bern Welcome glücklicherweise auch. Es freut mich besonders, dass die Videos bald öffentlich auf der Plattform von Bern Welcome zu sehen sind und hoffentlich viele Menschen dazu inspirieren, die Region auf dem Velo zu entdecken. Das Ganze macht also definitiv Lust auf mehr! 🙂