Portfolio – Entwicklung meiner Website
Ausprobieren. Verwerfen. Neu aufbauen.
In diesem Projekt habe ich meine eigene Portfolio-Website von Grund auf entwickelt. Vom eigenen Logo über das Design bis hin zur selbst programmierten und online gehosteten Website entstand mein erster vollständig eigener Webauftritt.
Prozess
Als Erstes setzte ich mich an das Logo und probierte alles Mögliche aus. Ich experimentierte mit Formen, Farben und Schriften, verwarf Entwürfe und begann immer wieder von vorn. Schnell merkte ich, wie schwer es ist, die eigene Idee in eine einzige, klare Form zu bringen.

Nachdem ich diesen visuellen Ansatz vorerst zurückgestellt hatte, begann ich mich intensiv mit möglichen Plattformen für mein Portfolio auseinanderzusetzen. Ich testete verschiedene Tools wie Squarespace, Wix und Framer und installierte anschliessend WordPress mit Elementor. Trotzdem fühlte sich vieles nicht so intuitiv an, wie ich es mir vorgestellt hatte, und die vorhandenen Templates entsprachen nicht meiner gestalterischen Idee.
An diesem Punkt änderte ich meinen Ansatz erneut und begann mich stärker mit individuelleren und freieren Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Durch die einmonatige Nutzung von Claude Code entdeckte ich, wie stark KI-gestützte Entwicklung den Workflow verändern kann. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, eine Website wirklich selbst aufbauen und gleichzeitig effizient entwickeln zu können. Dadurch entschied ich mich, nochmals komplett neu zu starten und die Website von Grund auf eigenständig umzusetzen.
Um meiner Gestaltung eine klare Richtung zu geben, hielt ich mein visuelles System in einer eigenen Brand Guideline fest. Darin sind Farbpalette, Schriften, Raster und die gestalterische Haltung definiert – ein Leitfaden, an dem ich mich beim Aufbau der Website durchgehend orientieren konnte.
Parallel dazu arbeitete ich mich in GitHub und Visual Studio Code ein und baute die technische Struktur meiner Website Schritt für Schritt auf. Die Inhalte sammelte ich zunächst in Word-Dokumenten, formulierte Texte zu Projekten, Prozessen und Learnings aus und integrierte diese anschliessend direkt in die Website.
Der gesamte Aufbau verlief sehr iterativ. Ich passte laufend Inhalte, Design und Struktur an, testete neue Varianten und optimierte viele Details mehrfach. Dadurch nahm der Prozess deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant.
Auch das Hosting wurde eigenständig umgesetzt. Über Infomaniak konnte ich die Website schliesslich online veröffentlichen und meinen ersten eigenen Webauftritt live schalten. Trotz des aktuellen Standes befindet sich das Projekt weiterhin in Entwicklung und wird laufend erweitert und verbessert.





(mmi)
Rückblickend war dieses Projekt für mich vor allem ein Lernprozess im Umgang mit Entscheidungen, Gestaltung und Komplexität. Ich habe viele Varianten getestet, mit Farben, Formen und unterschiedlichen Styles experimentiert und versucht, eine klare visuelle Richtung zu entwickeln. Dabei habe ich mich jedoch oft selbst überholt, Entscheidungen wieder verworfen und viel Zeit in Details investiert, bevor ein stabiles Gesamtkonzept vorhanden war.
Besonders der Wechsel zwischen verschiedenen Plattformen und Tools zeigte mir, wie schnell man sich im Perfektionismus verlieren kann. Ich merkte, dass sich viele gestalterische Fragen erst während des tatsächlichen Umsetzens klären und nicht bereits in der Planungsphase.
Gleichzeitig war es für mich sehr spannend zu erleben, wie stark KI-Tools den Entwicklungsprozess verändern können. Durch Claude Code konnte ich neue Arbeitsweisen kennenlernen und deutlich effizienter entwickeln. Vor allem das Zusammenspiel von KI, GitHub und Visual Studio Code eröffnete mir neue Möglichkeiten, technische Prozesse besser zu verstehen und eigenständig umzusetzen.
Insgesamt bin ich mit dem aktuellen Stand zufrieden, auch wenn die Website noch nicht final ist. Ich sehe sie eher als lebendiges Projekt, das sich laufend weiterentwickelt. Im nächsten Semester möchte ich insbesondere die Struktur, das Design und die visuelle Konsistenz weiter verfeinern. Trotzdem bin ich froh, bereits einen funktionierenden und selbst gehosteten Webauftritt aufgebaut zu haben, der meine Arbeiten und Projekte präsentiert.