Gurtendance Posterdesign
Bereits zum zweiten Mal durfte ich das Posterdesign für den Gurtendance gestalten. Die Studierendenparty der Fachschaft Medizin Bern findet einmal im Jahr auf dem Gurten statt und sollte auch dieses Jahr wieder mit einer klaren, wiedererkennbaren Gestaltung beworben werden.
Projektidee
Der Gurtendance ist eine Studierendenparty der Fachschaft Medizin Bern. Das Besondere an diesem Event ist die Location: Die Party findet im gläsernen Gurten-Pavillon statt und bietet eine Aussicht über die ganze Stadt Bern.
Bereits letztes Jahr durfte ich das Posterdesign für den Event gestalten. Damals entschied ich mich für eine klare Designlinie mit einem schlichten Layout, einer abstrahierten Illustration und einer Gestaltung ausschliesslich in Graustufen. Der Event war ein voller Erfolg und bereits mehrere Tage vor der Durchführung ausverkauft.
Für dieses Jahr wurde ich erneut angefragt, ein Poster zu gestalten – wiederum im gleichen Stil wie im Vorjahr.




Konzeption und Entwurf
Nach einem Kick-off-Meeting mit dem Auftraggeber machte ich mich direkt an die ersten Entwürfe.
Die einzige konkrete Vorgabe der Veranstaltenden war, dass dieses Jahr nicht der Gurten-Pavillon, sondern die Gurtenbahn als zentrales Motiv dargestellt werden sollte. Ansonsten hatte ich bei der Gestaltung freie Hand.
Da ich mich nach wie vor intensiv mit Adobe Illustrator auseinandersetze und viele Techniken immer noch durch eigenes Ausprobieren am erlernen bin, dauert dieser erste Schritt bei mir jeweils relativ lange. Besonders bei Illustrationen teste ich oft verschiedene Varianten, bis ich eine Lösung finde, mit der ich wirklich zufrieden bin.
Mir war bei der Gestaltung besonders wichtig, dass das neue Poster das Design des Vorjahres aufgreift und die bestehende Gestaltungslinie weiterführt. Personen, die den Event bereits vom letzten Jahr kennen, sollten die Verbindung sofort erkennen. Deshalb orientierte ich mich bewusst am bestehenden Stil und entwickelte die Gestaltung als eine Art Fortsetzung der letztjährigen Ausgabe.
Nach mehreren Entwürfen sowie einigen Feedbackrunden mit dem Organisationskomitee entstand schliesslich das finale Design.

Umsetzung und Druck
Nachdem das Grunddesign freigegeben worden war, ging es an die Umsetzung für den Druck.
Dazu gehörten verschiedene Arbeitsschritte wie das Aufbereiten der Druckdaten, die Abstimmung mit der Druckerei und die Auswahl des passenden Papiers.
Auch wenn diese Schritte oft weniger sichtbar sind als die eigentliche Gestaltung, nehmen sie einen wichtigen Teil des Projekts ein und entscheiden mit darüber, wie das Endprodukt später wirkt.
Und hier ist das fertige, gedruckte Plakat:



Plakatierung
Mit dem Druck war das Projekt noch nicht abgeschlossen. Anschliessend wurden die Poster in verschiedenen Quartieren der Stadt Bern aufgehängt.
Auch diese Arbeit nimmt jeweils mehr Zeit in Anspruch, als man zunächst vermuten würde. Gleichzeitig war es schön, die eigenen Entwürfe nach Wochen der Arbeit endlich im öffentlichen Raum zu sehen und zu beobachten, wie sie im Stadtbild wirken.
Mit dem Endresultat bin ich sehr zufrieden. Besonders wichtig war mir, die Gestaltung des Vorjahres weiterzuführen und trotzdem ein eigenständiges neues Motiv zu entwickeln. Das Projekt hat mir erneut gezeigt, wie viel Arbeit hinter einem scheinbar einfachen Poster steckt – von den ersten Entwürfen über die Illustration bis hin zu Druck und Plakatierung.







(mmi)
Bei diesem Projekt habe ich besonders gemerkt, wie viel ich seit dem letztjährigen Gurtendance dazugelernt habe. Vor allem organisatorisch habe ich deutlich strukturierter gearbeitet. So habe ich bereits zu Beginn des Projekts eine saubere Ordnerstruktur angelegt und sämtliche Assets, Entwürfe und Versionen systematisch abgelegt. Dadurch fiel es mir deutlich leichter, den Überblick zu behalten und effizient zu arbeiten.
Etwas schade war, dass ich relativ kurzfristig für das Projekt angefragt wurde. Dadurch entstand von Beginn an ein gewisser Zeitdruck. Mit etwas mehr Zeit hätte ich einzelne Details der Illustration wahrscheinlich noch weiter ausgearbeitet oder zusätzliche Varianten ausprobiert. So ein Posterdesign nimmt doch immer mehr Zeit in Anspruch, als ma vielleicht erwarten würde – von Ideenfindung, Skizzen, Illustration-Erstellungen, mit Ebenen und Farben experimentieren, Layout in Indesign, Logo-Aufbereitung der Sponsoren, Typografie bis hin zu Druckdaten aufbereiten. Der ganze Prozess macht mir aber sehr Spass und es ist toll, wenn man so richtig im Flow ist.
Die Organisation des Events war dieses Jahr allgemein etwas chaotischer als im Vorjahr. Dadurch kam es kurz vor dem Druck zu einem Missverständnis bezüglich der Sponsoren. Spontan kam noch ein weiterer Sponsor hinzu, als die Poster bereits gedruckt waren. Deshalb mussten wir eine Notlösung finden: Das fehlende Logo wurde auf Klebefolie gedruckt und anschliessend von Hand auf die bereits produzierten Poster geklebt. Natürlich ist dies etwas schade für den Gesamteindruck des Posters, gleichzeitig bin ich aber froh, dass wir überhaupt noch eine Lösung gefunden haben.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem fertigen Design. Besonders schön finde ich, dass sich das Poster klar in die Gestaltungslinie des Vorjahres einfügt und trotzdem eine eigene Identität besitzt. Einer der schönsten Momente des Projekts war für mich schliesslich, in der Stadt an meinem eigenen Poster vorbeizulaufen und das Ergebnis der vielen Arbeitsstunden im öffentlichen Raum zu sehen.