Fragments of Home

Ich habe einen kurzen Film über meine Province auf den Philippinen gemacht, nicht weil ich sie erklären wollte, sondern weil ich nie wusste, wie ich ihren Atmosphäre in Worte fassen soll. Jedes Mal, wenn mich jemand fragt, wie es dort ist, bleibt immer etwas hängen, das man nicht richtig übersetzen kann. Zu warm. Zu laut. Zu langsam. Zu viel. Zu wenig. Nichts davon trifft es wirklich.

Also habe ich stattdessen Ausschnitte gesammelt.

Kein klassischer Reise- oder Heimatfilm, sondern Fragmente: Strassen, Häuser, Bewegungen, Geräusche. Kleine Momente, die für sich allein banal wirken können, aber zusammen genau dieses Gefühl ergeben, das ich so schwer beschreiben kann. Das Aufwachen. Das Warten. Das Dazwischen. Die Art, wie Orte atmen.

Beim Filmen habe ich bewusst nicht nach Motiven gesucht, die „typisch“ oder exotisch wirken. Mich haben die Übergänge interessiert. Dinge, die man nur wahrnimmt, wenn man irgendwo dazugehört oder versucht, es wieder zu fühlen.

Der Film ist weniger eine Erklärung als ein Angebot: ein kleiner Blick in meine persönliche Erinnerung an diesen Ort. Nicht die Philippinen als Postkarte, sondern meine Province, so wie sie sich für mich anfühlt. Vielleicht erkennt man nichts Konkretes, aber vielleicht genau deshalb etwas Echtes.

Ein Stück Zuhause, in Bildern, weil Worte dafür nie gereicht haben.

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(vha)

Die Idee, meine Province nicht über Erklärungen, sondern über visuelle Fragmente zu zeigen, hat gut funktioniert, um eine persönliche Atmosphäre zu vermitteln. Durch die Auswahl von kleinen, scheinbar unspektakulären Momenten entsteht ein Bild, das näher an meiner eigenen Wahrnehmung dieses Ortes ist als eine klassische Darstellung. Statt einer klaren Geschichte steht hier ein Gefühl im Vordergrund, was dem Projekt eine besondere Intimität gibt.

Gleichzeitig bringt dieser Ansatz auch Einschränkungen mit sich. Ohne erklärende Elemente oder erkennbare narrative Struktur kann der Film für Aussenstehende schwer greifbar sein. Wer meine persönliche Beziehung zu diesem Ort nicht kennt, versteht vielleicht nicht, warum genau diese Bilder gewählt wurden oder was sie miteinander verbindet. Die Offenheit ist Teil des Konzepts, kann aber auch zu Distanz führen.

Beim Schnitt habe ich gemerkt, wie stark Rhythmus und Reihenfolge die Wirkung der Bilder beeinflussen. Manche Einstellungen funktionieren einzeln sehr gut, verlieren aber an Kraft, wenn sie direkt nebeneinander stehen. Hier hätte ich noch konsequenter mit Wiederholungen, Pausen und Übergängen arbeiten können, um die Stimmung klarer zu führen.

Für zukünftige Projekte würde ich stärker darauf achten, solche fragmentarischen Arbeiten mit subtilen strukturellen Ankern zu versehen, etwa durch wiederkehrende Motive, Geräusche oder Bewegungen. So kann die Offenheit erhalten bleiben, während der Film für Zuschauer:innen etwas lesbarer und emotional zugänglicher wird.