From Motion to memory
In diesem Digezz habe ich ein lang gehegtes Projekt von mir realisiert. Im Reel «From Motion to memory» habe ich alte Technologien mit den neuen Möglichkeiten von heute kombiniert.
Im September 2025 war ich mit Freunden in Paris. Schon bevor wir losgefahren sind war mir klar, dass ich ein Handyvideo von diesem Ausflug produzieren möchte, kombiniert mit einer neueren Leidenschaft von mir: die alte Analogkamera meines Vaters. Ich wusste bereits wie das Look & Feel des Videos ungefähr sein sollte. Welche Geschichte es aber konkret erzählen soll, war mir zunächst noch unklar.
In Paris habe ich neben den Schwarz-Weiss Analogfotos auch Strassenvideos aufgenommen. Diese habe ich im Endprodukt dazu benutzt dem Zuschauenden das Gefühl zu vermitteln, man würde mitten im eifrigen Geschehen von Paris stecken. Unterstützt wird das durch entsprechende Ambis, die ich in der jeweiligen Situation aufgenommen habe. Die Musik während den Bewegtbildern ist eher fröhlich und positiv. Nach der Videosequenz werden die Analogfotos eingeblendet. Die Musik wechselt jetzt in einen eher melancholischen Song und lässt einen in Gedanken abdriften. Die Fotos lassen einem sehnsüchtig an die Zeit in Paris zurückdenken.
(abb)
Schon lange wollte ich einmal ein solches Video ausprobieren. Deshalb ging ich auch ambitioniert und zielorientiert an die Sache ran.
Produktion:
Bei der Umsetzung gab es einige Schwierigkeiten für mich: So hatte ich zum Beispiel noch nie zwei Musikstücke miteinander gemischt. Ich wusste in welches Genre ich gehen wollte, was bedeutete, dass ich bei der Auswahl schon eingeschränkt war. Ich hätte mich wahrscheinlich vorher besser darüber informieren sollen, welche Gemeinsamkeiten Musikstücke haben sollten, die man miteinander mischen möchte. Dann hätte ich mir viel Zeit gespart, da ich sofort ans Ausprobieren ging. Nun weiss ich aber, dass die gleichen Beats per Minute wichtig sind, damit der Stilbruch nicht zu gross ist. Auch sollten die Songs ähnlich klingen – in meinem Fall war das nicht schwer, da beides Lieder von Radiohead waren.
Meine Fähigkeiten im Colorgrading und auch in Effekte einsetzen habe ich mit diesem Video verbessert. Handyaufnahmen sind nicht RAW, weshalb sich die Farben auch etwas anders verhielten als bei einer Kameraaufnahme. Es war allerdings ein gutes Learning und mit dem Resultat bin ich ziemlich zufrieden. Auch den «Typewriter-Effekt» habe ich so noch nie gemacht. Ich würde wahrscheinlich diesen nicht mehr bei Italic-Schriften oder verschnörkelten Schriften anwenden, da sich die Buchstaben bei diesen Fällen nicht klar voneinander abgrenzen lassen, was den Typewriter-Effect verschmälern kann und es mehr nach einer Schiebebewegung aussehen lässt.
Fazit:
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Video und glücklich darüber, dass ich diese Idee endlich umsetzen konnte. Ich denke, solche Lernfehler wie oben beschrieben sind normal und helfen mir dabei, eine bessere Multimedia Producerin zu werden. Auf meinem nächsten Stadttrip kommt die Kamera sicher wieder mit.