Fotoalbum Schweden

Ein physisches Fotoalbum durchzublättern, hat einen ganz besonderen Charme: Die Erinnerungen an eine bestimmte Zeit und gewisse Ereignisse werden beim Betrachten der Bilder wieder lebendig, die Gedanken tauchen in eine Welt ab, die fern von der Gegenwart liegt. Dieser Effekt erreichen digitale Bilder bei mir nicht oder zumindest in einem viel geringeren Ausmass. Deshalb habe ich mir nun endlich die Zeit genommen, ein gedrucktes Fotobuch zu gestalten.

Ich fotografiere unheimlich gerne. Doch irgendwann, als meine Kamera und die Objektive immer grösser und entsprechend auch immer schwerer wurden, habe ich aufgehört, sie mit mir mitzutragen. Ich habe meine Fotoausrüstung nur noch zu selten zu Anlässen oder Ausflügen mitgenommen – meist nicht einmal mehr in die Ferien. Deshalb habe ich mir dieses Frühjahr eine neue Kamera zugelegt, die so kompakt ist, dass ich sie auch auf Reisen aller Art bei mir tragen kann. Und ich habe mir fest vorgenommen, meine Ferien von nun an fotografisch festzuhalten. Damit die digitalen Dateien im Anschluss nicht nur den Speicher meiner Festplatte blockieren, habe ich mich entschlossen, daraus ein Fotoalbum zu erstellen. Eines, das so ist, wie es unsere Ferien waren, die wir zu siebt in Schweden verbracht haben: Unbefangen, spontan, vielseitig und ein wenig schräg. Deshalb habe ich während unzähliger Stunden Bilder aussortiert, bearbeitet und mit Kommentaren versehen. So ist ein Fotobuch entstanden, das so einzigartig ist, wie es unser Urlaub war. 

Anschauen kannst du es dir hier

(vha)

Die Umsetzung 

Während einer Woche in Schweden sind insgesamt knapp 6000 Fotos entstanden. Diese mussten nach den Ferien also erst einmal gesichtet und aussortiert werden. Im Anschluss habe ich die Bilder bearbeitet, was aufgrund der vielen verschiedenen Lichtstimmungen und Locations sehr zeitaufwändig war. Aus diesen Fotos nun ein Album zu gestalten, habe ich mir tatsächlich einfacher vorgestellt, als es letztendlich war: Vor allem die Auswahl der Bilder gestaltete sich schwierig. Einerseits wollte ich möglichst viel abbilden, gleichzeitig soll das Album zwar voll, aber nicht überladen wirken. Ich wollte alle Personen so ausgeglichen wie möglich zeigen, all unsere Ausflüge und Erlebnisse abbilden, besondere Momente oder Erinnerungen textlich zu den passenden Bildern festhalten und gleichzeitig ein harmonisches Gesamtbild schaffen. So habe ich in Indesign also über Stunden und Tage hinweg gelayoutet, bis schliesslich das fertige Ergebnis entstanden ist – das noch mit zig Seiten erweitert werden könnte. 

Positives 

Die Arbeit hat mir sehr viel Spass gemacht und es war interessant, den Prozess der Bildauswahl zweimal mit unterschiedlicher Intention zu durchlaufen: Einmal ganz allgemein, so wie ich es immer mache, wenn ich Fotos digital aussortiere und all jene behalte, die mir optisch gefallen. Das zweite Mal mit dem Gedanken, dass diese Bilder auch gedruckt werden, ein möglichst umfassendes Gesamtbild der Ferien zeigen sollen und somit nicht nur “schön” sein, sondern eben mit ihrem Inhalt auch etwas erzählen sollten. Entsprechend befinden sich nun auch Fotos im Album, die ich beim ersten Durchlauf aussortiert hatte, weil mir ihre Ästhetik als einzelnes Bild nicht genug gefällt. Im Album und in der Gesamtheit erscheinen sie aber absolut passend und sinnvoll. 

Verbesserungen 

Während dem Layouten des Albums und dem Auswählen der Bilder hatte ich zahlreiche Momente, in denen ich nach Fotos gesucht habe, die ich gar nie gemacht habe. Und natürlich habe ich mich darüber geärgert, dass ich sie nicht gemacht habe. Solche ganz gewöhnlichen, allgemeinen Aufnahmen, vom Haus, vom Auto, vom Essen, von Ortsschildern, die das Album und die Erinnerungen toll ergänzt hätten. Das ist für mich ein sehr wichtiges Learning und etwas, dass ich mitnehmen werde: Gesamtheitlich zu dokumentieren und nicht nur dann, wenn mir etwas besonders schön oder besonders vorkommt.  

Fazit 

Meine Haupterkenntnis: Ein Fotoalbum zu erstellen ist unfassbar zeitaufwändig – die Arbeit, die dahintersteckt, macht die Erinnerungen, die man dadurch erhält, noch viel wertvoller. Ich möchte unbedingt weitere Fotoalbum von meinen Reisen und Ferien erstellen, doch um dabei nicht die Freude zu verlieren, muss ich es effizienter gestalten. Ich denke, es wäre sicher sinnvoll, die Fotos gleich im Urlaub tageweise auszusortieren und zu beschriften. So wird das Zusammenstellen des Albums zum Schluss bestimmt um einiges einfacher.